Nacht
Mittelgute Nacht, diesmal ohne Promethazin. Leider ist sie schon um viertel nach vier zu Ende, obwohl ich meinen Wecker extra auf sechs Uhr gestellt hatte. Der Nachbar über mir hat seinen Wecker so laut eingestellt, dass er auch für mich reicht.
Ich döse noch bis ca. fünf Uhr, dann stehe ich auf.
Traum: Afrika
Mir träumt, ich fliege nach Afrika. Im Flugzeug sitze ich in einer Reihe mit einer hohen Führungspersönlichkeit und ihrem Personenschützer. Der Stewart erzählt dem Sicherheitsmann, wie man mich einmal mit einem wichtigen Herrn verwechselt und mir daher Personenschutz angedeihen ließ. Die hohe Führungspersönlichkeit schläft die ganze Zeit.
In Afrika gelandet, fahre ich zu einer großen Farm. Hier soll ich um Schutz und Anleitung bitten. Entweder ist es ein Reisegefährte oder mein eigenes Gewissen, dass sich meldet und darauf hinweist, dass diese Farm Weißen gehört, welche die dort lebenden und arbeitenden Schwarzen unterdrückt. Mir ist das bewusst, aber ich habe keine andere Wahl, als in diesem fremden Land jede Hilfe anzunehmen, die sich mir bietet.
Am Tor der Farm werden wir von schwarzen Wachmännern in Empfang genommen. Während wir in einen wartenden Bus einsteigen, hören wir traurige Gesänge von den Arbeiterbaracken zu uns herüber wehen.
Eine junge, sehr schöne Frau mit spanischem Aussehen (wie sie später herausstellt, kommt sie aus Kuba) begleitet uns. Auf ihrem Kopf mit dem langen, schwarzen Haar trägt sie eine Baseball-Kappe. Sie ist bekleidet mit einem T-Shirt und einer sehr kurzen Hose, welche den Blick auf ihre tätowierten Oberschenkel lenkt. Sie schaut mich immer wieder an und als der Bus die kurze Strecke bis zum Haupthaus fährt, kommt sie zu mir und sagt mir, sie wolle sich persönlich um mein Wohlergehen kümmern.
Mir wird heiß und kalt.
Morgen
Zum Frühstück gibt es Kraftfutter mit Apfel. Da ein Sack Walnüsse aufgebraucht werden muss, bilden diese Kerne den Löwenanteil meiner momentanen Nussmischung.
Nach dem Frühstück setze ich mich noch für eine halbe Stunde in den Schwingsessel und schlafe sofort ein.
Nun weckt mich mein eigener Wecker. Zwar fluche ich laut beim Aufstehen, aber so langsam scheint meine Kraft wieder zu kommen.
Kaffeekonsum
Wieder einmal brauche ich eine Weile um zu bemerken, dass ich dazu neige, meinen Kaffee einfach so herunter zu stürzen wenn ich vor dem Rechner sitze. Das war schon damals so, als ich auch noch andere Getränke trank, bzw. soff. Bis auf Wasser darf ich eigentlich überhaupt nichts Physisches und Digitales gleichzeitig konsumieren.
Warm
Das Draußen ist wieder so komisch drückend warm. In der Mittagspause Einkauf. Kaufe wider die Vernunft Nougatcremering und esse ihn daheim sofort auf. Erscheint mir vernünftiger als Speiseeis.
Das belegte Büble (Bübli? Rübli? Dübli?) Brot will erst nicht sättigen, sättigt dann aber doch. Verrückt!
Danach lustloses Aktualisieren einer Anleitung.
Kaffeekonsum 2
Hey! Es ist nicht alles schlecht: Eigentlich will ich mir noch einen Espresso durch die Kanne schießen, aber da holterdipoltern ein paar Sachen rein, die ich mich so lange beschäftigt halten, bis es zu spät für Koffein ist (s. „Kaffeekonsum“).
KI, Reden
Gerade ploppen ja gefühlt überall von Politiky-Reden auf, die vom stochastischen Papagei zusammengesabbelt worden sind. Ich habe ja mal gehört, dass Leute, die professionell Reden und ähnliches schreiben, auch so Sprüche um die Ohren gehauen bekommen wie „das macht doch eh bald die KI!“.
Da finde ich den „Weimatar“ nur konsequent! Lasst eure Reden von „KI“ erzeugen, lasst sie von euren Avataren vortragen und das Publikum schickt zum Zuhören einfach ihre „KI-Agenten“.
Wenn jetzt alle noch ein ganz klitzekleines bisschen Energie in die jetzt anstehende intellektuelle Transferleistung investieren, können wir alle sehr viel Zeit und Energie sparen.
(Habe ich so etwas nicht schon einmal geschrieben?)
Ki, Mittelalter
Letztens habe ich ja das Buch „Reisen im Mittelalter“ gelesen. Da man in den damaligen Zeiten hauptsächlich aus religiösen Gründen reiste (vom Leute-Totschlagen mal abgesehen), kommen in den Buch auch viele Reliquien vor. Ich bin jetzt zu faul, um nachzublättern, aber der Autor führt im Buch eine kleine Liste von besonders kuriosen Reliquien. Die heilige Vorhaut ist nicht darunter. Wahrscheinlich deswegen, weil die Geschichte um das sanctum praeputium schon genau so durchgenudelt ist wie der olle Hautkringel selbst (sorry, Jesus!).
Ich schweife ab …
Auf jeden Fall geht Anthony Bale auf die Frage ein, ob die Menschen damals wirklich geglaubt haben, dass die Reliquien echt sind oder nicht. Es gibt nämlich Reiseberichte von Menschen, die zu mehreren Exemplaren von Reliquien gepilgert sind, die es jedoch nur ein einziges Mal geben kann. Allerdings schreiben sie nicht ein Wort darüber, wie sie das empfinden oder was sie davon halten.
Es fällt uns natürlich leicht, über die Menschen und ihre Leichtgläubigkeit zu schmunzeln, wenn wir lesen, dass sie tage-, wochen-, monate- oder gar jahrelang durch die Gegend gelatscht sind, um das Badetuch Christi (ja, das gab es wirklich) zu sehen.
Nun war ich am Sonntag mit Freund MK spazieren und wir trafen vor den Bauzäunen des Rheinparks zufällig eine Frau. Sie fragte uns, ob es an diesen Ort an diesem Tag einen Flohmarkt gäbe. Im Angesichts der riesigen, eingezäunten leeren Fläche war die Frage schon ein wenig absurd. Wir verneinten und da sagte sie uns, ChatGPT habe ihr gesagt, dass heute im Rheinpark ein Flohmarkt sei.
MK fragte dann „seine eigene KI“ (d. h. er nutzte eine Suchmaschine) und sagte ihr durch, wo der nächste Flohmarkt sei. Die Frau wunderte sich überhaupt nicht darüber, von der „KI“ in die Irre geführt worden zu sein. Sie nahm es schulterzuckend hin.
In meinen Augen gibt es keinen großen Unterschied im menschlichen Verhalten über die Jahrhunderte hinweg. Wir Menschen haben die Fähigkeit, Irrationales einfach zu aktzeptieren. Oder wir ignorieren es einfach.
Energie
Jetzt ist die Energie wieder da und will überschäumen. Deswegen schreibe ich auch heute so viel wirres Zeug hier ins Blog.
Fundsache
Lichtblick: Das „Einsammelbuch“ entdeckt. Bisher habe ich noch keinen Feed entdeckt, weil es keinen zu geben scheint. Das ist ein bisschen schade. Entdecke viele Splitter und Schnipsel. Ein Seitenblick in die Blogs.
Unsortiert
Nach „Vibe Coding“ kommt jetzt auch „Vibe Leading“! Die teuersten Mitarbeiter sind ja die sogenannten „Führungskräfte“. Das kann die KI natürlich billiger erledigen!
Wurststrecke.
Vielen Dank für den Link zum Einsammelbuch! Ungefähr so waren meine Wochenrückblicke auch mal gedacht, inzwischen gerate ich immer mehr ins tagebüchliche Gelaber.