2026-05-04: Blei, Tastenbestellung

Nacht

Mittelgute Nacht dank der Leistungen der deutschen pharmazeutischen Industrie.

Traum von der M.

Mir träumt, ich übernachte gemeinsam mit der besten Ex-Frau von allen und M. W. in einem Zimmer. M. schläft und die beste Ex-Frau von allen und ich unterhalten uns darüber, ob wir es angenehm empfinden, wenn am Kopfende des Bettes wirres Drahtgeflecht ist. Ich finde das toll, weil man auf die Weise immer was zum Festhalten hat, sie findet es eher doof. Da wacht M. W. auf und starrt mich an. Offensichtlich schläft sie mit offenen Augen.

Später laufen wir durch Frankfurt, während mir eine angenehme Männerstimme einen Reiseführer ins Ohr spricht. An einem Bachlauf inmitten eines grünen Bandes durch die Stadt erklärt der Mann, dass hier Wein angebaut wird. Viele Menschen hätten Angst vor den riesigen hier lebenden Weinbergspinnen, die jedoch vollkommen harmlos seien. Ein Mann erscheint und weist mir den Weg. Auch er erzählt mir von den Spinnen. Ich traue mich nicht, von meinem Ekel zu erzählen, den ich beim Anblick von diesen Gliedertieren empfinde.

Auf einem langen Weg, der parallel zum Bach verläuft, treffe ich M. W. wieder. Sie rennt fröhlich lachend über den Kies des Weges. Ich versuche, ihr zu folgen, bin aber nicht schnell genug. Sie rennt und lacht, ich japse und schnaufe. Trotzdem bin ich voller Freude darüber, dass es ihr gesundheitlich besser zu gehen scheint.

Morgen

Ich stehe mit dem Weckerwecken auf. Im Radio sagt die eine Frau, sie habe Aioli gegessen und ich möchte mich direkt wieder hinlegen.

Zum Frühstück Kraftfutter mit Erdbeeren.

Das Promethazin benebelt meinen Geist. Ich laufe fünf Minuten durch die Wohnung und suche meine Jacke, bis mir auffällt, dass ich sie bereits am Leibe trage. Wie gut, dass ich nicht in einem Atomkraftwerk arbeite!

Am Hbf bekomme ich noch bequem den RE11. Ich versuche, mit Kaffee den den Hangover anzuarbeiten. Gelingt so mittel.

Morgenmenschen

Vor dem großen Kino am Hauptbahnhof schläft ein Mensch in einem Rollstuhl. Er, der Mensch, hängt gefährlich vornüber. Zu seinen Füßen liegt ein aufgeklappter Koffer und ein anderer Mensch wühlt planlos darin herum. Es wirkt fast so, als wolle er in den Koffer kriechen, um darin ebenfalls zu schlafen. Dazu ist der Koffer aber viel zu klein. Der Mensch im Rollstuhl ist ganz still und starr und der andere wühlt und wühlt. Ich gehe an den beiden vorbei in meinen neuen Tag, während der Tag dieser Gestalten wohl nie zu Ende gehen wird.

Blei

Trotz Müdigkeit und Nebel im Kopf mache ich meinen Morgenspaziergang. Dabei habe ich Blei in den Beinen und bin froh, dass ich nicht gegen ein Auto laufe. Es geht aber gut aus. Die Playlist spielt mir ein paar schöne Lieder ins Ohr.

Mittagspause

Eine Kollegin leiht mir ein wenig Energie und es geht mir besser. In der Pause gehe ich in den Florapark. Martin singt mir vom Karussell ins Ohr und ich weiß genau, was er meint (Song: “Karussell“ von Resistanzen2).

Feierabend

Heute verzichte ich auf einen Fußmarsch zum Hauptbahnhof, denn es tröpfelt zaghaft. Richtiger Regen würde mich nicht abschrecken, aber dieses ans Urinale gemahnende Nachtröpfeln des Himmels nervt mich kolossal. Also nehme ich die Straßenbahn und sehe einen Kollegen an einer Haltestelle einsteigen, wo früher sonst nur ältere Kollegen auf eine Art und Weise unverdächtig einstiegen, dass diese höchst verdächtig war.

Vor dem Nordtunnel haben sich einige Gestrandete versammelt, weil auch sie das Tröpfeln von oben ablehnen. Einige von ihnen hocken apathisch auf dem Boden, andere zucken herum. Ich würde gerne so wie die anderen mit gerümpfter Nase zwischen ihnen hindurchgehen. Stattdessen ziehe ich nur schamvoll den Kopf ein.

Im Zug (RE6) setze ich einen leeren Kopfhörer auf nur wegen der aktiven Geräuschunterdrückung.

Tasten für den Zerowriter

Ich bestelle “braune“ taktile Switche für den Zerowriter Ink. Ich bin schon sehr gespannt, wie das Tippen mit ihnen klappen wird.

Hunger

Abends großen Hunger. Ich esse ein Glas Bratröllchen auf Brot. Heute war ein anstrengender Tag und irgendwie braucht der Körper das wohl.

Unsinn

Mein Pitch für die neueste Plakat-Kampagne von Taxi Meiser („Heute lasse ich einen fahren!“) ist leider nicht angenommen worden.

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