Nacht
Recht tiefer Schlaf (Ohrenstöpsel!), der aber immer wieder unterbrochen.
Träume vom Elternhaus und vom Putzen.
Morgen
Ich bleibe bis halb fünf Uhr liegen. Frühstück: Kraftfutter mit dem letzten Stück Wassermelone. Danach auf dem Klo gastroenterologische Schikanen.
Trotzdem Morgenspaziergang am Kleingarten und den traditionellen Sportanlagen („Gaststätte für Jedermann!“) vorbei zum Innenhafen. Herrliche Morgenstimmung. Der Himmel ist erst rosa, dann blau. Ich mache einige Fotos mit dem iPhone und überlege, beim nächsten Spaziergang die Kamera mal mitzunehmen.
Mir fallen wieder viele ulkige Details auf und durchquere zum ersten Mal die leicht verwunschen wirkende Quergasse.
Auch wenn ich weiterhin so unendlich müde bin, kann ich doch ein paar kleine Freuden erkennen.
Kleinigkeiten
Ich hole die Lieblingstasche aus dem Schrank und pflege ihr Leder. Sie freut sich ebenso sehr über die Sonne wie ich.
Mittags gibt es noch den reichlichen Rest Salat von gestern, dazu etwas Hähnchenfleisch aus dem Speisefön. Wegen Terminen esse ich recht früh, dann kann der Körper ab Nachmittag auch wieder fleißig Fett abbauen.
Videoschalten
Teilnahme an einer größeren Videoschalte. Bin nur stiller Teilhaber. Gerade am Morgen las ich noch einen Blogeintrag über die Coronazeit und ich schlage einen Bogen zu der Zeit, in welcher für uns das Telefonieren und Konferieren per Internet noch vollkommen neu war. Damals wäre eine Konferenz mit » 120 Leuten nicht nur aus technischen Gründen nahezu unmöglich gewesen, sondern auch, weil höchstens die Hälfte der Teilnehmenden es auf die Rille bekommen hätten, ihr Mikrofon stumm zu schalten. Heute sammeln sich die Konferenzwilligen Fröschlein in der Lobby und wenn sie dann eingelassen werden, sind sie stumm und kein Quaken stört den Vortrag.
Es gibt sie doch, die Verbesserungen!
Schreiben in der Stadtbibliothek: Ein kleiner Fortschritt
Ich mache mich an diese eine Szene, deren Überarbeitung mir bisher einfach nicht gelingen wollte. Diesmal gebe ich mir Mühe, nicht sofort am Text herumzudoktern, sondern mich erst in die Szene und in die handelnde Figur hinein zu fühlen. Jetzt wird mir bewusst, wie deskriptiv ich doch vorher vorgegangen bin und ich kann die Anmerkungen der Lektorin jetzt nachvollziehen. Nach ein paar Anläufen schreibt sich die Szene dann nicht nur von alleine – sie bekommt auch eine leicht andere Richtung, die viel besser in die Geschichte passt als mein vorheriger Ansatz.
Zerowriter Ink
Mein neue Spielzeug ist in Deutschland angekommen und Fedex versucht nun seit Dienstag, es mir nach Hause zu bringen. Ich bin schon ziemlich gespannt auf das neue Schreibgerät mit dem E-Ink-Display. Leider werde ich in den nächsten Tagen nicht dazu kommen, es einzurichten (z.B. werde ich die Tasten händisch neu mappen müssen, damit ich eine deutsche Tastatur bekomme).
Die Vorfreude auf das neue Gerät lässt mich wieder einmal meinen Freewrite Alpha nutzen. Auch der macht mir Freude – allerdings kann man ihn nur richtig mit der Freewrite-Cloud nutzen. Auf den Zerowriter kann man einfach per USB bzw. SD-Karte zugreifen.
Fotos vom Morgenspaziergang




