2026-07-07: Schlimmer Alktraum, Frieden im Botanischen

Nacht

Sehr unruhige, schlechte Nacht. Ich weiß nicht, warum der Schlaf so leicht unterbrochen wird.

Traum vom Suff

Mir träumt, in die Wände und Böden von Gebäuden würden die Traumata ihrer Bewohner einsickern. Nach Jahrzehnte später sind Menschen deswegen unglücklich. Dieses Gefühl des Unglücks zieht sich durch meine ganze Nacht.

Mir träumt auch, dass ich mich mit meinem Bruder und meinem Jugendfreund RH treffe. Wir sind alle unglücklich und besaufen uns draußen auf der Straße viehisch. Nach mehreren Kisten Bier liegen wir auf Containern. RH schläft fast weg und ich trinke alleine eine ganze Flasche Schnaps. Selbst die Scham des Rückfalls ertrinkt im Alkohol. Wir bringen RH zu sich nach Hause (er wohnt unweit von uns). Dann gehen mein Bruder und ich in unsere eigenen, gegenüber liegenden Wohnungen.

Am nächsten Morgen bin ich nur leicht verkatert. Ich beschließe, dass ich Schwimmen gehen möchte, doch dann erwischt mich die Scham. Ich fühle mich furchtbar, weil ich einen Rückfall hatte! Mein Bruder liegt noch in seinem Bett. Er ist noch so betrunken, dass wir uns kaum unterhalten können. Ich selber wundere mich darüber, dass ich den Alkohol so gut wegstecke.

Als ich dann aufwache, bin ich total erleichtert, dass ich vollkommen nüchtern bin.

Morgen

Ich bin zerknirscht und zerschlagen und bleibe bis fünf Uhr liegen. Dann stehe ich auf und mache sofort einen Spaziergang den Ruhrdeich entlang und durch Kaßlerfeld zurück. Die Bewegung tut mir gut.

Im Homeoffice schaffe ich dann nach ein paar Anlaufschwierigkeiten ganz gut was weg. Mein Kraftfutter esse ich gegen neun Uhr morgens. Dies wird meine einzige Mahlzeit heute bleiben.

Mittagspause

Meine “Pause“ verbringe ich mit Einkaufen. Immerhin (das “immerhin“ des Tages!) genieße ich eine Flasche alkoholfreies Köpi auf dem Balkon. Noch vom Traum der Nacht geprägt, bin ich erleichtert, dass ich einfach so eine Flasche trinken kann, ohne gleich den starken Drang auf die nächste, übernächste, überübernächste usw. zu verspüren. Ich trinke einfach mein alkfreies Bier, freue mich am Geschmack und dann ist es auch vorbei.

Müde

Am Nachmittag werde ich dann wieder müder. Immer wieder stehe ich auf und mache eine Kleinigkeit im Haushalt. Die Bewegung macht mich dann wieder ein wenig wacher.

Es gibt ein wenig Sorge und es gibt Freude. Es gibt Austausch und eine klitzkleine Überraschung.

Durcheinander

Zum Feierabend bin ich durcheinander. Ich möchte die Mittagsknifte (Bübli-Brot mit Hähnchenschnitzel) für morgen machen, dabei habe ich morgen doch noch einen Tag Homeoffice! Die Durcheinanderigkeit ist für mich das Signal für meine Meditationsübung

Die Meditationsapp (“Headspace“) hat ein leicht geändertes Design. Wenn ich meine Tagesübung gemacht habe, schlägt sie mir noch zusätzlich eine kleine Übung vor. Vielleicht mache ich ja mal wieder morgens ganz früh meine Übung und könnte im Laufe des Tages dann noch eine kurze Meditation nachschieben.

Bloggen im Botanischen

Heute bin ich überhaupt noch nicht zum Bloggen oder Tagebuchführen gekommen. So langsam sammeln sich Gedanken und Erinnerungen im Kopf an und es wird unangenehm. Also gehe ich eine Runde in den Botanischen Garten Duissern. Hier bin ich ganz alleine, was mich doch verwundert. Immerhin kann ich schön auf einer Bank sitzen und Schreiben.

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