2026-07-06: Verfassungsschutztraum

Nacht

Relativ guter Schlaf. In den ersten Stunden der Nacht unterstützen ihn Schlafbrille und Ohrenstöpsel.

Traum vom Verfassungsschutz

Mir träumt, ein Mann vom Verfassungsschutz kommt uns auf der Arbeit besuchen. Er erzählt davon, dass er jetzt keine Steuersünder im Ausland mehr jagen dürfe und er wisse jetzt nicht mehr, was in Zukunft tun solle. “Wie wäre es denn damit, die Verfassung zu schützen?“ werfe ich ein. Der Verfassungsschützer will mir darauf hin etwas zeigen und beamt mich in eine Traumszene. Es geht um Ermittlungen im Fall eines gestorbenen Polizeibeamten. Am Tatort, eine kleine Siedlung sauberer Einfamilienhäuser, treffe ich auf den Verfassungsschützer und einen seiner Kollegen. Der Kollege meint, er habe sich einen Bibliothekar anders vorgestellt als mich und ich entgegne, dass er auch ganz anders aussehe als das Klischee eines Geheimagenten. Wir albern über Trenchcoats herum und lachen.

Dann verwandle ich mich in einen Landstreicher und versuche, durch die Siedlung rauf zum Gipfel eines Hügels zu kommen, denn hier steht eine Kirche. Allerdings gibt es hier wenig Straßen und ich verheddere mich in den Vorgärten der kleinen Einfamilienhäuser. Einmal treffe ich auf ein Kind, dass mir helfen will. Es holt seine Mutter. Der guten Frau Mutter klage ich mein Leid: Ich möchte zum Gipfel, aber die Wege führen mich immer durch die Gärten und ich fürchte, dass die Menschen Angst vor mir bekommen. Die Mutter schaut über die Dächer hinweg und zeigt auf einen Kirchturm, der über die Giebel hinweg zu sehen ist. Da sei der Gipfel, denn dort stehe die Kirche der heiligen Michaela, sagt sie. Sie denke aber nicht, dass man vor mir Angst haben müsse. Ihre Blicke zweifeln an meiner verwahrlosten Selbstbeschreibung.

Morgen

Guter Schlaf auch in den frühen Morgenstunden. Der Wecker weckt pünktlich um vier Uhr morgens (anders wäre es ja auch doof). Ich zögere nur einen kurzen Moment, dann stehe ich auf und bin recht gut ausgeruht.

Heute vergesse ich mein Notizbuch in der ganz kleinen Umhängetasche. Merker an mich: Stärker auf das Notizbuch achten!

Arbeitstag

Heute sitze ich morgens mal wieder bei den Kolleginnen und lausche zwei Konzertbesuchsberichten. Dann geht es an die Theke. Die Arbeit kommt in regelrechten Häppchen rein.

Zwischendurch erreichen mich Nachrichten über das kranke Familienmitglied. Die zwangsläufige Entwicklung geht ihren Gang und Demenz ist ein Arschloch.

Mittagspause

Der Himmel ist unbestimmt, die Luft geht leicht, will aber lieber drückend sein. Vor der Villa Horion demonstrieren mehrere Feuerwehrautos, Rettungswagen und ein Bus gegen die Unterfinanzierung der Gemeinden. Ich sehe einen Mann mit einem Duisburger Ortseingangsschild in den Händen. Ich meine, in ihn meinen eigenen Oberbürgermeister zu erkennen. Da er aber gerade vom Fernsehen interviewt wird, traue ich mich nicht näher heran.

Pause im Rosengarten. Heute ist nicht nur der Himmel über mir unbestimmt. Ich selber fühle auch alle möglichen Dinge gleichzeitig: Innere Unruhe und Entspannung, Wach- und Müdigkeit, klares Denken und verschwommener Kopf – alles wechselt sich ab. Wir Menschen wünschen uns so sehr Stabilität im Leben, dass wir selbst am Schmerz festhalten.

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