Nacht
Mittelunruhige Nacht. Beine und Hüften zucken. Sie sind wohl leicht überlastet. Ich kann mich aber entspannen.
Traum von der Klinik
Mir träumt, ich bin ich auf der Arbeit, muss aber los zur Klinik. Der ehemalige Chefdarsteller bittet mich darum, vorher noch die Theke höher zu hängen. Das ist sehr schwierig, weil die Dübel für die Schrauben, an denen die Theke hängt, so locker sind. Irgendwie bekomme ich es aber hin. Weil es noch so früh ist, beschließe ich, zu Fuß zur Klinik zu laufen. Es geht weiter über Land. Einmal sehe ich im schwachen Licht des anbrechenden Tages Tiere auf dem Weg und bekomme ein wenig Angst. Doch es sind nur Ziegen, die mit Frauchen und Herrchen einen Spaziergang machen. Am Straßenrand kampieren junge Frauen. Sie lachen.
Als ich in der kleinen Stadt am Fuße der Klinik ankomme, geht die Sonne auf. Auf dem Weihnachtsmarkt der kleinen Stadt ist schon ein bisschen was los. Die Menschen trinken Kaffee. Auf Glühwein hat aufgrund der frühen Tageszeit und der sommerlichen Wärme niemand Lust.
Ich bin mir unsicher, welchen Aufstieg ich nehmen soll. Die Landkarte, die gleichzeitig ein Touchscreen ist, ist leider keine große Hilfe. Ich fluche laut wegen der doofen Steuerung. Ein Mann, der gerade seinen C4 wäscht, guckt irritiert. Ich versuche ihm meinen Frust mit der Karte zu erklären, dann wird mir bewusst, dass der Herr ja nur italienisch spricht. Später laufe ich los und lasse mich von meinem Instinkt leiten. Der Weg unter den Bäumen ist angenehm zu laufen. Unterwegs treffe ich auf einen Mitpatienten. Er nimmt mich an die Hand und erzählt mir von seinen Radtouren am Wochenende. Es stellt sich heraus, dass wir auf der selben Station (Nummer 5) sind.
In der Klinik angekommen, treffe ich auf den Patienten, mit dem ich ein Zimmer teile. Er ist reserviert. Als ich weitergehe, komme ich an einer chaotischen Situation vorbei. Jemand hat wohl randaliert und mit Essen geworfen. Eine Patientin nimmt einen anderen in den Arm und tröstet ihn.
Morgen
Der Wecker weckt um sechs Uhr. Ich packe diszipliniert meinen Dufflebag und trinke dazu Espresso aus der Bialetti. Die Stimmung ist gut. Da noch genug Zeit bis zum Frühstück ist, blogge ich ausgiebig und schreibe schon mal die eine und andere Postkarte.
Im Frühstücksraum entfernt die junge Rezeptionistin den “Leider defekt“-Zettel vom Vollautomaten und eine Horde müder Menschen strömt zum belebenden Trunk.
Heimfahrt
Wegen neuartiger technischer und organisatorischer Maßnahmen entfällt das Auschecken. Ich verabschiede mich trotzdem freundlich von der jungen Rezeptionistin.
Die Heimfahrt ist recht unspektakulär. Ich lese viel im Buch “Die Evolution der Gewalt“. Darin erfahre ich viel Neues und bin begeistert.
Zwischendurch döse ich.
Abend
Daheim werfe ich erst einmal das Gepäck ab, dann laufe ich zum Hähnchen-King und esse ein halbes Hähnchen. Zum Nachtisch hole ich mir noch ein Gebäckteilchen. Ich empfinde wieder Scham beim Essen. Es gibt einen immer deutlicheren Zusammenhang zwischen Müdigkeit und Craving.
Daheim dann Auspacken, Papierkram, The Witcher 3. Dann sehr zeitig zu Bett.