Nacht
Ganz gute Nacht. Die Abkühlung macht sich weiterhin bemerkbar. In den Träumen lese ich Prüfungsaufgaben zur Probe und spiele Gwint (das Kartenspiel aus The Witcher 3).
Morgen
Aufstand um kurz vor vier. Frühstück unauffällig. Es entspannt mich, dass ich mir die Füllung des Rucksacks schon auf die kleine Bank im Schlafzimmer ausgebreitet habe. Die Siebensachen sind schnell gepackt und ich trinke mir noch einen Kaffee, bevor ich zum Bahnhof aufbreche.
Das Draußen ist hoodie-kühl, der Himmel klar und rein wie mit Clearasil gewaschen.
Im Außen
Heute bin ich auf der Arbeit wieder mehr im Außen. In einigen Situationen ist das sehr hilfreich, zehrt aber wieder an meiner Seele. Ich kann das immerhin wahrnehmen und versuchen, es am nächsten Tag besser hinzubekommen, das Gleichgewicht zu wahren.
Roman
Viele Gedanken an den Roman. Die Kollegin, die mal eine Szene testweise für mich eingelesen hat, erzählt, dass Bekannte von ihr bei einem Filmdreh nach dem Buch gefragt haben. Das motiviert mich sehr.
Heimfahrt
Zur Feier des Tages mache ich früher Feierabend. Ein leichter Kopfschmerz hilft mir bei der Entscheidung.
Durch einen angedeuteten Nieselregen laufe ich zum Hauptbahnhof. Der RE ist heute wieder so ein alter Mietzug. Ich könnte mich daran gewöhnen, wieder in diesen alten, von mir als “richtig“ emfpundenen Zügen zu fahren, obwohl ich den modernen Waggons (besonders dem RRX) ja auch viel abgewinnen kann.
Die Luft wird drückend. Heute muss ich für die Fahrt zum Thronfolger nach Bremen packen, würde aber am liebsten direkt Schlafen gehen.
Abend
Daheim ruhe ich mich ein wenig aus, dann packe ich den Dufflebag. So langsam werde ich zum richtigen Packtier, so gut klappt das. Reisevorfreude ergreift mich.