Nacht
Trotz Hitze einigermaßen erholsame Nacht. Das Computerspiel sickert langsam in meine Träume ein.
Traum von den Laptops
Mir träumt, ich nehme viele meiner privaten Laptops mit auf die Arbeit, um sie dort zu verschenken oder zu verkaufen. Eine Tasche ist besonders schwer und ich schleppe sie theatralisch durch die Bibliothek. Du bist auch da und ich zeige Dir das alte iPad mit seiner Tastatur. Du bist daran interessiert und ich bin gleich Feuer und Flamme.
Morgen
Nahezu ungläubig stehe ich um vier Uhr morgens auf. Meine morgendlichen Verrichtungen erledige ich unbekleidet, habe aber ständig Angst davor, aus Gedankenlosigkeit plötzlich nackt auf der Straße zu stehen.
Eine zügige Tasse Tee auf dem windstillen Balkon. Gießwassertröpfen glitzern in den Pflanzen.
Am Hauptbahnhof dann innere Düsternis.
I crawl against the wind
The cafe, the freeze, brethren
Housed in holy grim
(Heresy, Emily Jane White)
Ich verschicke einen Geburtstagsgruß in die Stille.
An manchen Tagen will ich reden
Und an andern wieder nicht
Da wärs mir eigentlich am liebsten
Wenn nur Geralt of Rivia spricht
Und wenn der das Wiesel nicht killen kann
Wer dann?
Taschentausch
Es sind die kleinen Dinge. Heute bin ich wieder mit der leichteren Ledertasche unterwegs und ich habe damit den Wind der Prärie in den Haaren, wenn auch nur in meiner Vorstellung.
Beobachtung
Ist Euch eigentlich schon mal aufgefallen, dass neuerdings die Leute alle immer so kleine Schachteln in den Händen halten und darauf herumdrücken? Was es wohl damit auf sich hat?
Palaver
Vor dem Flughafen Düsseldorf bleibt der Zug stehen. Es gibt eine hektische Durchsage eines Zugbegleiters, die ich wegen meiner Kopfhörer nicht richtig mitbekomme. Einige Zugbegleiter, die in der ersten Klasse abhängen, gehen nach vorne. Ein Mann sagt nur “Palaver! Da gibt es Palaver!“
Kurze Zeit später kommen die Herren Zugbegleiter zurück. Sie haben den Mann beruhigt, der seinen Anschluss nicht mehr bekommt. Die Polizei am Bahnhof Flughafen wird wieder weggeschickt. Alle sind erleichtert, alle haben Puls. Die Hitze macht die Menschen noch aggressiver als sonst.
Mondscheingesänge
Wenn ich jemals mein Herz verliere,
muss ich Dich nicht mehr lieben.
Mittagspause
In der Pause ein schneller Gang am Rheinufer entlang. Hier ist die Temperatur wegen eines leichten Windes noch erträglich. Im Rosengarten kann ich auch im Schatten sitzen und ein wenig lesen.
Der Frieden des Gartens wird nur durch den Abriss des alten Innenministeriums gestört. Es hört sich an wie das Atmen eines Leviathans. Jeder seiner Atemzüge rasselt wie tausend Ketten.
Hitzefahrten
Zur Hitze kommt noch ein Stellwerksschaden in Wuppertal, dessen Rückstau auch die Strecken ins Ruhrgebiet beeinträchtig. Ich kann ein Genervtsein nicht ganz abwenden, dann beruhige ich mich aber. Immerhin war der Fußweg zum Hauptbahnhof aushaltbar gewesen.
Leichte Kopfschmerzen und zugequollene Nase. Notiz an mich: Für die klimatisierten Züge besser einen dünnen Hoodie einpacken!
Abend
Der Abend ist ruhig. Nach einer ausgiebigen Dusche und der Tagesmeditation schaue ich noch ein bisschen Video. Für Zocken oder Lesen fehlen Zeit und Energie.
Zeitig zu Bett.