2026-06-07: Hot Pot

Nacht

Ganz gute Nacht ohne Ohrenstöpsel. Der Ententeich ist ruhig.

Traum vom Luxushotel

Mir träumt, ich nächtige gemeinsam mit der besten Ex-Frau von allen in einem Luxushotel in Bonn (natürlich hat jeder sein eigenes Zimmer). Wir haben den Aufenthalt von ihren Eltern geschenkt bekommen.

Am Morgen der Abreise soll es ein ganz besonderes Frühstück geben. Da ich die Kosten für den Aufenthalt vorstrecken soll, laufe ich ganz früh noch schnell zum Geldautomaten. Auf dem Platz, den überquere, sind die Tische und Bänke noch mit Feiernden besetzt. Die Spätheimkehrer sind alle besoffen und lallen. Prostituierte bieten ihre Dienste an. An einem Tisch sitzt der junge Inder, den wir aus dem Frühstücksraum kennen. Er trinkt nicht, sondern schaut sich alles mit großen Augen an. Am Geldautomaten treffe ich auf zwei weitere Gäste des Hotels. Einer von den beiden ist ein nachdenklicher, ebenfalls junger Mann, der davon berichtet, wie er von einer Prostituierten angesprochen worden ist. Der andere Gast, eine leicht krawallige junge Frau, findet das furchtbar. Ich hebe schnell Bargeld ab und laufe wieder zum Hotel.

Im Frühstückssaal werde ich auf eine Liege gelegt und bekomme eine Serviette umgebunden, dass so große ist wie eine Bettdecke. Wir sollen nämlich mit Hähnchen gefüttert werden. Die beste Ex-Frau von allen hat sogar eine Serviette auf dem Kopf! Ich habe große Sorge, nicht genug Geld für das Hotel dabei zu haben.

Morgen

Ich stehe gegen halb sechs Uhr wach. Da ich heute mit der besten Ex-Frau von allen „Hot Pot“ essen will, gibt es mal kein Kraftfutter sondern zwei kleine Scheiben des Mandel-Nuss-Schwarzbrots, welches ich gestern im Bio-Supermarkt gekauft habe. Ich belege die Scheiben mit Putenbrust, Gouda und gekochtem Ei.

Dann setze ich mich an den Mac, verblogge die letzte Nacht und probiere aus, wie gut ich auch morgens ganz früh am Roman arbeiten kann. Es klappt erstaunlich gut, auch wenn es bei der aktuellen Szene daran liegt, dass es nicht ganz so viel umzuschreiben gibt. Tränchen glitzern trotzdem im Augenwinkel.

Oberleitungsstörung

Ich mache mich auf den Weg nach Dortmund. Wegen eines Oberleitungsschadens ist der Nahverkehr mal wieder chaotisch. Ich bin verwirrt und planlos, übersehe gleich zwei abfahrende Züge.

Dann sitze ich doch im RE 6 in Richtung Minden. Das Display im Zug mit den Ankunftsszeiten hat auch schon aufgegeben und zeigt irgendwelche Phantasiezahlen an.

Mit mir ist eine Gruppe Damen eingestiegen. Sie sind auf großer Fahrt nach Löhne und sehr aufgeregt. Ich küsse meinen Kopfhörer mit aktiver Geräuschunterdrückung.

Hot Pot

Die beste Ex-Frau von allen gehen “Hot Pot“ essen. Da wir das zum ersten Mal machen, sind wir hoch aufgeregt und kichern ganz viel wie kleine Kinder.

Die Asia-Frau ist freundlich und geduldig mit uns.

“Hot Pot“ ist so eine Art asiatisches Fondue: Man bekommt zwei unterschiedliche Suppen und wirft dort Fleisch, Fisch, Tofu, Gemüse und Nudeln hinein. Dann fischt man alles unter großen Gekecker und Geklecker mit einem Kescher wieder heraus und wundert sich. Die Suppen werden mit der Zeit immer würziger und die Asia-Frau kommt mit einem gigantischen Wasserkessel und kippt heißes Wasser nach.

Es gibt noch Soßen und Vorspeisen. Ich esse sogar zum Nachtisch zwei klitzekleine Kugeln Eis.

Ob ich das noch einmal machen möchte, weiß ich nicht. Spaß hatten wir auf jeden Fall.

Spaziergang

Nach dem Essen laufen wir noch eine Runde durch das Kreuzviertel und um das Signal-Iduna-Stadion herum.

Dann bringt mich die beste Ex-Frau von allen zum Hauptbahnhof.

Rückfahrt

Wegen Personen im Gleis verzögert sich die Abfahrt. Irgendwann gegen 20 Uhr bin ich daheim, mache mein Essen für Montag und gehe zügig zu Bett.

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