2026-06-06: Werthacker, The Witcher 3

Nacht

Ganz gute Nacht ohne Ohrenstöpsel.

In den Träumen herrscht wieder Krieg, aber an mehr kann ich mich nicht erinnern.

Morgen

Ich wache gegen fünf Uhr auf, schlafe dann aber noch ein mal bis gegen sechs Uhr. Zum ersten „Frühstück“ gibt es gekochtes Ei, weil das mal weg muss. Das Kraftfutter möchte ich möglichst weit nach hinten schieben, weil es ja die einzige geplante Mahlzeit des Tages sein soll.

Kaffee und Blogs lesen. Thomas macht mir Lust auf The Witcher 3. Als ich das Spiel in meiner GeForce NOW-Bibliothek markieren will, entdecke ich Fatekeeper für eine Handvoll Euro im Early Access und nehme es spontan mit.

Field Writing

Kaputtheit, Erschöpftheit, Heitheit. Der Versuch eines Mittagsschläfchens schlägt fehl. Also doch das Bewegungsziel des Tages anvisieren!

Über eine Ecke des Stadtwaldes laufe ich rüber nach Raffelberg. Es ist drückend warm. Die ständigen Temperaturkapriolen gehen mir langsam auf die Nerven. Gestern Nacht schlief ich noch im dicken Muckel-Schlawwanzuch, heute könnte ich eigentlich FKK (natürlich nicht, denn ich kann ja nur FKK, wenn keiner guckt).

Auf der einen Parkbank mit der schönen Weidensicht mache ich eine Pause. Ein kleiner Hund kommt an und will wohl gestreichelt werden. Frauchen lacht herzlich und erklärt, dass der Hund keine Lust auf Gassi hat und meint, wenn er gestreichelt wird, muss er ja nicht weiterlaufen. Ich muss auch lachen, verstehe den Hund aber gut. Bei mir würde es auch nichts bringen, wenn ich mich auf dem Rücken liegend herumwälzen würde.

Ein Mann kommt von der Naturweide hinter mir mit einer großen Plane. Er zieht sie hinter sich her und transportiert Zeugs: Erde, Wurzeln und sicher auch tausend Jahre alte Artefakte.

Neue Strecke

Ich überquere die Raffelbergbrücke und laufe den Kolkerhofweg in Richtung Westen. Hier war ich ja noch nie! Es ist eine schöne Strecke zum Laufen am Schifffahrtskanal der Ruhr entlang. Allerdings sind hier an mehreren Stellen kleine Häufchen aus zerdepperten Kloschüsseln aufgetürmt. Das empfinde ich als verwirrend. Wer macht so etwas? Hat hier jemand Kloschüsseln verteilt und dann kaputt gemacht? Warum entsorgt nicht einer seinen Müll wenigstens illegal ein einem Punkt? Oder ist das Kunst?

Beim Schwiesenkamp überquere ich wieder den Kanal, um auf die Duisburger Seite zu kommen. Nun entdecke ich den „Werthacker“, dessen Namen ich bisher als Endhaltestelle auf den Displays von Bussen kannte. Verwundert wandere ich durch eine versteckte, verzauberte Siedlung. Sie ist eingekeilt zwischen dem Ruhrdeich und der A40 (viel mehr Ruhrgebiet geht eigentlich nicht). Ein dicker Mann fährt Bagger. An einem kleinen Platz im Zentrum schläft ein Bus. Es gibt auch eine Parkbank und einen Briefkasten.

Eigentlich würde ich gerne über den Schwiesenkamp zurück nach Duissern, aber natürlich ist die Brücke über die A40 gesperrt. Als muss ich weiter den Ruhrdeich entlang. Immerhin treffe ich hier auf die Feuerwehr, die gerade ihren Kram zusammen räumt. Die Feuerwehrmänner sind alle recht jung. Ich vermute eine Ausbildungsübung oder eine Veranstaltung für die Jugendfeuerwehr. Dann fällt mir auf, dass die Männer hier möglicherweise gar nicht so jung sind, sondern einfach nur nicht so alt wie ich.

An dieser Ecke des Ruhrdeichs war ich auch noch nie unter die Unterquerung der A3 ist ein seltsamer Nicht-Ort.

Bei der Aakerfährbrücke biege ich wieder Richtung Duissern ab und gehe zügig nach Hause, denn es hat sich Regen angekündigt.

Der Engel vom Raffelbergpark
Der Engel vom Raffelbergpark

Zero-Zero

Der Zerowriter Ink bewährt sich als robustes, einfaches Unterwegs-Schreibgerät. Ich beginne, eine nicht unerhebliche Zuneigung ihm gegenüber zu entwickeln.

Abends: The Witcher 3

In der Bärenhöhle ruhe ich mich erst einmal aus, nicke dabei sogar ernsthaft ein.

Nach ein paar haushalterischen Aufgaben spiele ich „The Witchter 3“ und lasse mich fröhlich in die Geschichte saugen.

Gegen 22 Uhr (spät!) zu Bett.

Unsinn

Feldgesundheitsorganisation

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