2026-05-22: Rübli und Burgsteinfurt

Nacht

Mittelgute Nacht.

Traum vom gemeinsamen Osterhasenverzehr

Mir träumt, ich stehe mit meinem alten Schulfreund T. auf einer Party. Wir teilen uns einen Schokoladenosterhasen und unterhalten uns über dies und das.

Morgen

Ich stehe um halb sechs Uhr auf. Heute werde ich wegen des schweren Gepäcks mit der Straßenbahn zum Bahnhof und zur Dienststelle fahren.

Es geht nämlich zusammen mit Freund D. auf Pfingstochsentour nach Bremen. Ich bin mittel aufgeregt, da ich ja jetzt schon mehrfach in Bremen war. Die Vofreude ist trotzdem da.

Die Sonne geht an einem verwischten Himmel auf. Die ersten Menschen zeigen bejahend ihre Beine. Nicht alle davon sind schön.

Abwechslung, Rübli, Arbeit

Es ist eine schöne Abwechslung, mal mit der Straßenbahn zur Dienststelle zu fahren. Wenn man es gewohnt ist, immer zu Fuß zu gehen, fühlt es sich beinahe luxuriös an, durch die Stadt kutschiert zu werden!

In der Tasche juckt das Mittagessen. Gestern habe ich im Bio-Supermarkt so ein großes Baguette-Brötchen gekauft, dass „Schweizer Rübli“ heißt. Das ist ordentlich mit Zwiebeln, Schinken, Käse und einer Mischung aus Erdnussbutter und „Barbecue“-Teryaki-Soße belegt. Schon jetzt freue ich mich auf die Mittagspause.

Das Draußen ist jetzt blau und kühl, ganz wie es mag. In der Dienststelle ist es ruhig. Heute sind wir nur zu zweit vor Ort und am Nachmittag werde ich alleine sein.

Mittagspause

Mit Rübli im Bachuch marschiere ich los. Düsseldorf-Bilk wird in gelbem Licht gebadetet. Die Menschen sind freundlich, blinzeln verwundert dem Sommer ins Gesicht. Eine Gruppe ganz, ganz kleiner Straßenarbeiter wird, Hand in Hand, durch das Viertel geführt. Die Kleinen tragen alle Basecaps und die vorgeschriebenen Warnwesten. Um die Gruppe herum werden die Leute weich.

Bei Seifen Horst (heißt wirklich so) trinke ich einen doppelten Espresso, denn heute habe ich reisebedingt die Thermosflasche daheim gelassen. Wenn ich es nicht besser wüsste, so könnte man annehmen, es wäre heute ein Freitag im Mai und ich hätte bald Urlaub. Aber ich bin ich total schlecht darin, Dinge, wirklich besser zu wissen.

Neben dem Fermentationsladen gibt es in Bilk übrigens auch einen Menstruations-Shop. Zumindest glaube ich das. Ich traue mich nicht, genauer hinzusehen, weil das Patriarchat sonst in Trümmer fällt. Persönlich finde ich das alles hier super. Leider geht die Mittagspause mal wieder viel zu schnell rum.

Fahrt nach Burgsteinfurt

Die erste Etappe der Reise soll mich nach Burgsteinfurt führen, denn dort wohnt der gute alte D.

Die Bahn-App warnt mich vor einen erhöhten Fahrgastaufkommen, aber das ist ja gar kein Problem, weil der RE 2 nach Münster fällt ja sowieso aus.

Die Alternative ist ein zusätzlicher Umstieg im Hamm. Als der RE 6 dann schon vor Düsseldorf eine derart große Verspätung hat, dass ich den Umstieg in Hamm nicht schaffen kann. Zum Glück habe ich Bahnfahrerwissen und nehme einfach den RE 11, der 20 Minuten eher in Düsseldorf abfährt.

Leider fährt auch dieser Zug Verspätungen ein. D. und ich kaspern schon mal einen Plan B aus für den Fall, dass ich es heute nicht nach Burgsteinfurt schaffe. Dann würde ich einfach am nächsten Tag morgens ganz früh nach Münster fahren wir und wir würden uns dort treffen.

In Düsseldorf ist es schon unglaublich voll. Treibt die Sonne die Menschen aus den Häusern oder wirft schon der Japan-Tag am Samstag seine Schatten voraus?

Die Anzeigetafel im RE 11 zeigt den Halt „Düsseldorf“ auch in japanischen Schriftzeichen an. Denke ich, denn ich kann ja kein japanisch.

Immerhin kann ich mit Kamen die erste Klasse nutzen und das ist doch schon mal ganz angenehm.

In Hamm bekomme ich den Anschluss nach Münster. Dort würde ich den Anschluss nach Burgsteinfurt bekommen, wenn die Regionalbahn nicht auch ausfallen würde. Es ist inzwischen nach 20 Uhr. Ich bin frustriert, müde, durstig und sehr hungrig. Um des lieben Friedens willen esse ich:

  • So ein Burgermenü bei KFC + einem kleinen Cheeseburger
  • eine kleine Börekstange mit Spinat
  • eine Apfeltasche
  • eine kleine Tüte Ringli

Danach geht es mir besser. Ich bin um 21:41 Uhr in Burgsteinfurt. D. holt ich am Bahnhof ab.

Wir sitzen noch ein Stündchen bei ihm zusammen. Ich trinke ein köstliches Pott‘s Weizen alkoholfrei. Dann bette ich mich auf das Sofa.

Was für ein Tag!

Goodnotes

Ich teste mal die App Goodnotes aus, ob ich damit gut Informationen für die Reise nach Bremen sammeln kann. Vielleicht kann ich diese Notizen dann auch noch schön mit Fotos anreichern und später als PDF eine Art Mini-Tagebuch speichern. Sozusagen ein digitales Scrapbook. Für mich momentan eher noch eine Spielerei, aber mir gefällt mal wieder das Schreiben und Skizzieren mit dem Stift.

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