2026-05-20: Backofen

Nacht

Ganz ordentliche Nacht. Träume wirr und strampelhaft.

Morgen

Ich komme wieder recht schlecht aus dem Bett. Auch wenn der Pfeil meines Energie-Graphen langsam nach oben zeigt, ist die Kurve bis zum vollen Akku weiterhin recht flach. Ich snooze bis ungefähr sechs Uhr.

Ins Kraftfutter kommt heute wieder Wassermelone. Ich genieße das tägliche Obst mehr und mehr. Ich nehme mir vor, beim nächsten Zucker-Craving mal einfach Obst zu essen. Ich kann ja jetzt immer Obst im Haus haben, ohne dass es vergammelt. Was habe ich früher über Max Goldt gelacht, als er mal schrieb: „Komisch: Ich kaufe immer Bananen, aber ich esse sie nie!“ (Zitat aus dem Gedächtnis)

Das habe ich auch lange so gehandhabt. Jetzt aber bin ich erwachsen und esse die Bananen immer alle brav auf wie ein Kind.

Urlaub

Der Kalender wird durchgefeudelt. Dabei stelle ich zu meiner Überraschung fest, dass ich die nächste Woche (nach der alljährlichen Wallfahrt der Pfingstochsen) frei habe. Das kommt mir auf das Angenehmste in die Quere.

Nachdenken spart Backofenspray

Für das Mittagessen schiebe ich einen spontanen Corned-Beef-Zucchini-Auflauf in den Ofen. Im Rohzustand sieht er sehr schmuck aus in der Kuchenform und mit dem Käsehäubchen oben drauf.

Als ich dann im Homeoffice vor mich hin arbeite, riecht es plötzlich unangemessen lecker. Ich hatte nämlich vergessen, dass die Kuchenform so eine Springform ist und die ist nicht flüssigkeitsdicht. Nun darf ich hektisch Fett aufwischen und mal die Gelegenheit nutzen, den Backofen gründlich zu reinigen. Immerhin ist einiges vom Fett aus dem Auflauf ausgelaufen und ich muss es nicht aufessen.

Beim Wischen riecht es derart lecker, dass ich mein Mittagessen ungewöhnlich früh einnehme. Der Auflauf schmeckt übrigens phantastisch!

Schreiben

Wie fast jeden Mittwoch gehe ich vor der Gruppe in die Stadtbibliothek zum “Schreiben“, d. h. zum Überarbeiten des Romans. Momentan bin ich bei einigen Stellen meiner Geschichte mit der Lektorin uneins. In ihren Augen macht die Protagonistin zu wenig Entwicklung durch. Sie ist passiv, leidet und lässt alles mit sich machen. Allerdings ist die Geschichte der Protagonistin (schon mal merken: Sie heißt Aethelin) noch ganz am Anfang und natürlich geht es darum, dass sie sich (noch) von Familie, Gesellschaft und den Erwartungen anderer in eine passive Rolle quetschen lässt.

Ich vermute, dass die heutigen Leserinnen und Leser nicht mehr die notwendige Geduld für eine sich erst langsam entwickelnde Geschichte aufbringen können – und dabei schreibe ich weisgott keinen Roman von tolkinschen Ausmaßen.

Aber da das Lektorat so frei wie ein Vogel ist, kann ich zum Glück selber entscheiden, wie die Geschichte läuft und sie lässt sich nun mal ein wenig Zeit.

Auf jeden Fall bin ich motiviert bei der Sache und das lässt mich im Hinblick auf meinen Energiehaushalt dann doch hoffen.

Gruppe, Abend

Die Therapiegruppe ist heute sehr klein und daher sehr intensiv und noch persönlicher als sonst.

Danach bin ich sehr geerdet.

Daheim mache ich noch ein wenig Orgakram am Mac und spiele noch ein bisschen Kingdom Come: Deliverance 2. Ich habe die Spielwelt nun mal wieder fast ganz bereist und es wird bald Zeit, das Spiel wieder für eine Zeit in die Mottenkiste zu legen.

Zeitig zu Bett.

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