Nacht
Mittelgute Nacht. In der ersten Hälfte trage ich Ohrenstöpsel.
Traum vom tschechischen Imbiss
Mir träumt, ich bin nach Tschechien verreist. Da ich Hunger habe, frage ich die KI nach einer nette Garküche. Sie empfiehlt mir einen Stand auf dem Markt, auf dem es nur ein einziges Gericht in zwei Varianten gibt: Eimal mit wenig Fleisch und viel Nudeln und einmal mit wenig Nudeln und viel Fleisch. Ich entscheide mich für wenig Fleisch, weiß aber noch nicht so recht, wie ich bestellen soll, da ich ja kein Tschechisch spreche. Als ich beginne, meine Bestellung auf englisch und Tschechisch zu radebrechen, stellt sich heraus, dass der junge Mann im Imbisswagen deutsch sprechen kann. Ich bin unendlich erleichtert. Nach meiner Bestellung projeziert der junge Man eine Zahlen- und Ziffernkombination an die Wand. Die soll ich ihm vorlesen und er tippt sie in eine Art digitaler Kasse ein. Ich vermute, dass der Hersteller der Kassensoftsoftware eigentlich vorgesehen hat, dass sich jeder Kunde seine App installiert und registriert, aber die jungen Köche diese perfide Idee hintertreiben.
Leider ist es unklar, wie lange es dauert, bis ich meine Nudeln bekomme.
Morgen
Der Wecker macht um fünf Uhr Musik, aber ich snooze noch bis halb sechs Uhr. Bin etwas besser erholt als gestern, aber noch immer sehr erschöpft. Ich stehe trotzdem auf und mache mir einen internen Merker, dass ich mal einen Termin bei meiner Hausärztin machen sollte, um eine körperliche Ursache meiner Erschöpfung auszuschließen.
Frühstück: Kraftfutter mit türkischer Birne.
Der Himmel ist blau und es ist schon hell, als ich das Haus verlasse. Eigentlich wäre heute Homeoffice angesagt, aber mein Laptop steht ja noch in Düsseldorf im Büro. Vielleicht sollte ich ihn in der nächsten Zeit ja mal häufiger auf Verdacht in den Rucksack packen.
Befindlichkeit
Ich bin nicht nur müde, sondern auch abgelenkt. Seltsamerweise fühlt sich das ähnlich an wie ein Promethazin-Hangover, obwohl ich zur Zeit keine Psychopharmaka einnehme. Wenn ich recht spüre, dann ist es mehr ein Zerfasern der Gedanken. Ich bin zerstreut.
Schreiben und Schreddern
Auf dem Weg zur Arbeit höre ich die Folge von “Schreiben und Schredern“ mit Tom Hillenbrand als Gast. Sie ist unterhaltsam und motivierend.
Heimfahrt
Da sich mein Termin am Vormittag in einen am Nachmittag verwandelt, fahre ich noch am Vormittag ins Homeoffe. Das ist etwas, was ich früher ganz bestimmt nicht gemacht hätte. Da hätte ich einfach tapfer im Büro durchgehalten. Jetzt aber muss ich an meinen Energiehaushalt denken und den kann ich daheim besser pflegen als woanders.
Da die Zugstrecke nach Düsseldorf-Benrath wohl Probleme hat, bekommt der ÖPNV Schluckauf. Ich bekomme trotzdem noch ganz gut den RE1. Zwei Waggons werden von fröhlichen bekofferten Jugendlichen ausgefüllt. Sie schauen gut gelaunt in ihre Schul-iPads. Natürlich steigt die symphatische Meute am Flughafen aus.
Salz
Als ich letztens (gestern?) Einkaufen war, habe ich spontan drei Mettwürste mitgenommen, weil ich dachte, dass ich damit ja möglicherweise die dicke türkische Zuccini füllen könnte.
Füllen werde ich jetzt aber überhaupt nichts mehr und deswegen habe ich gestern zwei und heute eine Mettwurst zu Mittag gegessen. Schmecken tut mir die Wurst gut, ist aber doch ganz schön salzig. Sie verursacht bei mir einen unglaublichen Durst und ich bin froh, dass ich heute im nachmittäglichen Homeoffice viel Wasser trinken und kurze Zeit danach auch wieder aus mir entlassen kann. Meine Nieren scheinen auf jeden Fall gut zu funktionieren.
Sofakissenerinnerung
Nach Feierabend hole ich aus der Packstation Restmüllsäcke ab, die ich bei den Duisburger Wirtschaftsbetrieben bestellt hatte. Jetzt kann ich endlich die zwei alten Sofakissen entsorgen, die schon seit Ewigkeiten bei mir im Wohnzimmer Platz wegnehmen.
Eines davon ist dein Rückenteil eines Schlafsofas, dass wir vor vielen Jahren für das Wohnzimmer ein Meiderich gekauft haben. Da wir mit den Klappmechanismen der Schlafsofas immer so unzufrieden waren, wollten wir mal richtig was anlegen und waren (IIRC) in Oberhausen in einem richtigen Polstermöbelgeschäft. Eine dünne, alte Geschäftsfrau beriet uns und diente uns dieses große, rote, teure Teil an. Als wir nach dem Material des Bezugs fragten, fuhr sie plötzlich ohne ein weiteres Wort mit zu Krallen ausgefahrenen Fingernägel über das Sofa. Mit ihrem wild herumwirbelnden grauen Haar sah sie aus wie eine Furie beim Headbanging. Damit wollte sie uns beweisen, wie widerstandsfähig das Material des Bezugs sei.
Der Mechanismus des Klappsofas war übrigens auch Scheiße. Das eine Kissen habe ich mal zum Unterlegen mitgenommen und es hat das Sofa um Jahre überlebt. Als ich das Kissen heute in den Restmüllsack stopfe, ist der Bezug noch ein einem einwandfreien Zustand.
Schreiben
Die leicht erhöhte Energie nutze ich dazu, Kapitel 6 des Romans zu überarbeiten.
Die Hälfte ist jetzt komplett fertig.
Erinnerungen, Energie
Seit ein paar Tagen fallen mir schläfrigen Dämmerzustand immer wieder Dinge ein, bei denen ich nicht sicher bin, ob ich sie selber erlebt oder mal geträumt habe.
Meine Verwirrung nimmt Besorgnis erregende Ausmaße an bei gleichzeitiger Müdigkeit.
Im Laufe des Nachmittages habe ich dann noch ein längeres Telefonat zur Entwicklung eines Fragebogens. Auch wenn das ganz schön anstrengend ist, kommt meine Energie langsam wieder.
Zerowriter Fold
Weil ich total bekloppt bin und solche Projekte liebe, unterstütze ich jetzt den Zerowriter Fold. Das ist im Prinzip der Zerowriter Ink, aber mit direktem Zugriff via USB-C, Licht und zum Zusammenklappen.