Nacht
Sehr schlechte Nacht mit Angst und auch nicht wenig Wut. Dazu kommt ein fauliges Gefühl im Magen. Irgendwann setze ich mich in den Schwingsessel und decke mich mit der Wolldecke zu, weil mir kalt ist. Nachdem ich ein paarmal eingenickt bin, geht es einigermaßen und ich lege mich wieder ins Bett.
Träume
Träume voll überraschender Erotik und Freude. Dann treffe ich jemanden im Traum wieder.
Morgen
Ich stehe um halb acht Uhr auf. Stimmung so mittel, aber nicht so schlecht. Wie zu erwarten, ist das Gewicht nach oben geschnellt, aber so ca. 96 kg ist gar nicht mal so schlimm.
Zum Frühstück Kraftfutter mit frischen Erdbeeren.
Das Draußen ist schon warm und sonnig. Ich spanne den Sonnenschirm auf dem Balkon auf. In seinen Falten haben Spinnen genistet, aber bis auf ein paar leere Hüllen sind die Kinder schon aus dem Haus.
Gurgeliger Morgen, Weg nach Meiderich
Irgendwie dödelt der Morgen vor sich hin. Ich entdecke beim Zusammenfügen der Blogeinträge der letzten Tage, dass der Zerowriter Ink anstatt der Anführungszeichen die Tüddelchen von Umlauten macht. Ob das wohl vom Keymapping-Tool kommt? Oder setzt der Zerorwriter die diakritischen Zeichen falsch?
Ich kopiere ich die korrekten Anführungszeichen in die JSON-Datei und alles “wird gut“.
Früher als geplant mache ich mich auf den Fußweg nach Meiderich. Im Restaurant des Landschaftsparks ist nämlich eine kleine Familienfeier geplant und die kleine Wanderung dort hin soll mir gut tun. Unterwegs höre ich die Folge von “Schreiben und Schreddern“ mit Ralph Ruthe als Gast. Irgendwie tut mir das gut. Es ist warm, aber noch nicht unangenehm heiß. Die neue Umhängetasche ist ungewohnt, aber macht einen guten Job.
In Meiderich sind natürlich viele Erinnerungen wieder da. An den “Laaker Hof“, der alten Kneipe mit den alten Wirtsleuten, wo Freund D. und ich mal ein WM(?)-Spiel auf einem absurd großen Röhrenfernseher gesehen haben. Später hat dort ein sympathisches junges Paar ein griechisches Restaurant eröffnet. Wir liebten den Peperoni-Spieß, den es dort gab. Leider hatte das Restaurant dann von heute auf morgen geschlossen.
Im Landschaftspark geht ein leichter Wind über den Rost auf den Röhren. Er trägt die Blütenblätter von den Bäumen fort. Vögel zwitschern, eine Familie ruft. Für einen Moment bin ich im Moment.
Cosplay am Klärbecken
Ich bin natürlich recht früh da und drehe eine Runde durch den Park. Es sind recht viele Menschen hier. Sie flanieren, fotografieren, essen Eis. Ich möchte auch ein Eis essen, aber das ist mal wieder die Zucker-Sucht, die sich meldet. Ich gehe weiter zum Nachklärbecken, wo einst Forscher chinesische Süßwasserquallen entdeckten. Das war eine große Überraschung, auch für die Quallen.
Unweit der Becken versammeln sich junge Cosplayer im vollen Ornat und lassen sich fotografieren. Musik ertönt. Kinder lachen.
Hauptschalthaus, Rückweg
Familienfeier im Hauptschalthaus. Ich esse Leberkäse auf Graubrot mit Schmand-Honig-Krautsalat. Ganz gute Kombination. Dabei unterhalte ich mich ganz gut mit einem meiner Neffen.
Der Jubilar freut sich.
Zum Kuchenkaffee gehe ich aber nicht mit, denn mir brummt der Schädel. Sozialkontakt saugt wieder an den Knochen.
Heimweg zu Fuß durch ganz leichten Regen. Die Softshell-Jacke als Panzer gegen die Welt. Diesmal laufe ich durch den Hafen. Schlafende LKW, sonst ist alles wie ausgestorben.
Daheim Kniften für den Arbeitstag, dazu 20mg Promethazin. Romanüberarbeitung muss weiter geschoben werden. Nach einer warmen Dusche „Rheinfels Quelle Rote Früchte“ und lesen.