Nacht
Ungewöhnlich tiefer Schlaf. Träume nicht erinnerlich. Wach ab ungefähr halb vier Uhr morgens. Ich bleibe noch bis vier Uhr liegen, dann stehe ich auf.
Morgen
Nach dem Frühstück lege ich
mich aber noch gegen sechs Uhr für eine Stunde in den Schwingsessel und döse.
Morgens erledige ich die Einkäufe im Biosupermarkt und bei Burc. Dann gehe ich noch zum Getränkemarkt und kaufe regionales Sprudelwasser, Gerri Kirsche, Zitrone, Pink Grapefruit (zum Probieren) – jeweils als Zero-Variante – und zwei Flaschen alkoholfreies Köpi zum Mischen.
Wanderausstellung
Auf dem Portsmouthplatz (10 mal so schnell wie möglich “Portsmouthplatz“ sagen!) gibt es eine kleine Wanderausstellung über jüdische Sportlerinnen und Sportler in Deutschland. Die Tafeln berühren mich sehr. Die einen sind im KZ ermordet worden, andere konnten rechtzeitig ins Ausland fliehen und sich dort ein neues Leben aufbauen. Eine Sportlerin namens Gretel Bergmann wurde sogar durch Druck auf ihre Familie in Deutschland genötigt, wieder ins Reich zurückzukehren, weil sie an den olympischen Spielen 1936 teilnehmen sollte. Die Nazis wollten mit der Teilnahme einer “Volljüdin“ Weltoffenheit demonstrieren.
Müdigkeit, Roman, Bewegung
Eigentlich hatte ich heute vor, nach dem Frühstück zu fasten, jedoch werde ich morgen erst relativ spät frühstücken können. Um mich nicht zu quälen esse ich zwei zu mittag zwei Mettwürste und zwei Simmit (Sesamringe). Dazu eine Flasche vom alkoholfreien Köpi mit Kirschlimo gemischt. Das schmeckt ziemlich gut.
Nach dem Essen möchte ich noch ein Mittagsschläfchen machen, aber das Haus ist einfach zu laut: Im Treppenhaus wird rumgebollert, Türen schlagen.
Also wasche ich zwei Maschinen Wäsche, spiele am Computer etwas “The Witcher 3“ und gehe dann in den Stadtwald.
Das Waldbüro ist vom Rucksack eines Teilnehmers einer Wald-Atem-Gruppe belegt. Die Gruppe steht ein wenig abseits des Waldbüros und atmet. Ich habe Angst, die Gruppe zu unterbrechen, denn ich möchte nicht, dass sie aufhört mit dem Atmen und dann wegen mir erstickt.
Auf der Piratenwiese lese ich dann eine Szene Korrektur, denn dazu brauche ich keinen Tisch. Das iPad und der Stift reichen aus. Fühlt sich auch gut an.
Notiz an mich: Vielleicht ist das Korrekturlesen einer Szene ein guter Einstieg in die Arbeit am Text, denn es ist niedrigschwellig und ich komme langsam wieder in die Geschichte rein.
Danach große Runde durch den Stadtwald. Es ist trocken und warm. Dabei höre ich “Die schwarze Lilie“ als Hörbuch.
Abends habe ich > 36.000 Schritte auf der Uhr und bin total kaputt.
König-Alt
