Nacht
Ganz gute Nacht. Die Träume wieder sehr wirr und vom Kinobesuch geprägt. Es kommt aber keine kohärente Szene dabei raus.
Morgen, Gewicht, Waldbüro
Ich stehe gegen halb sieben Uhr auf. Bin ganz gut bei mir. Das Gewicht ist wieder auf knapp oberhalb der 100 kg gesunken. Ich kann mich nur wiederholen: Diese hohen Schwankungen sind wirklich erstaunlich.
Mit gefüllter Thermoskanne mache ich meinen Morgenspaziergang durch den Stadtwald. Mein Platz im Waldbüro ist um diese Uhrzeit frei. Man sieht den einen oder die andere Walken oder Joggen. Die Temperatur hat sich wieder ein bisschen abgekühlt und ich bin froh um meinen Hoodie.
Spätes Frühstück, Mittag
Ich esse mein Kraftfutter erst gegen 11 Uhr. Damit habe ich fast 24 Stunden gefastet. Danach mache ich erst einmal ein Nickerchen. Später esse ich noch ein Aufbackbrötchen (zwei weitere belege ich für die Reise morgen), ein kleines Glas Bratröllchen und eine Tafel Zartbitterschokolade. Nach dem Fastentag habe ich viel Hunger.
Wetter, Unruhe
Einzelne Schauer. Es wird drückend warm. Innere Unruhe steigt.
Balkon
Ganz so hängelig, wie ich hier herumjammere, bin ich dann doch nicht, sondern ich räume endlich, endlich meinen Balkon auf. Dazu fülle ich zwei dieser (bei uns) grünen Müllsäcke von den Stadtwerken, die ich dann einfach bei der Hausmüllabholung an den Straßenrand stellen kann. Das kostet mich zwar ein paar Euro, ist aber äußerst bequem. Ich habe immer ein paar von diesen Dingern im Vorratsschrank.
Es wandert allerlei verrottender Kram in die Säcke und auch diese “Kunstrasen“-Matten, die ich damals beim Einzug in diese Wohnung auf den Boden gelegt hatte. Ein alter Bürostuhl und ein kleines Metallregal wandern in den Keller, denn wenn ich aus dem Urlaub wieder da bin, will ich den Sperrmüll anfordern. Jetzt steht nur noch der ungeliebte Klapptisch und der große Balkonstuhl auf dem klitzekleinen Außengelände der Bärenhöhle. Der Klapptisch ist deswegen ungeliebt, weil er einerseits rund ist und deswegen auf dem eckigen Balkon viel Platz verschwendet und andererseits mag ich ihn nicht, weil der Klappmechanismus verhindert, dass ich meine Beine unter den Tisch stellen kann, wenn ich auf dem Balkon schreiben will. Den Tisch habe ich seinerzeit vom Vormieter übernommen und habe schon einen Abnehmer für ihn. Wenn ich meine Reise beendet habe, will ich mir einen neuen Tisch mit Ecken und Beinen sowie einen kleinen Klappstuhl (falls mich mal eine Dame besucht und sie sittsam auf dem Balkon feinen Kaffee trinken möchte) besorgen.
Jetzt ist mit einem Mal richtig viel Platz auf dem Balkon und ich freue mich. Vielleicht habe ich bis zum Spätherbst noch ein paar Gelegenheiten, draußen zu sitzen und die frische Luft zu genießen. Irgendwie mochte ich mich nicht mehr auf den Schmuddel-Balkon raus.
Für die kleine Bodenfläche habe ich vier Eimer Wasser geschwärzt.
Abend
Meditation und ein Spaziergang bringen mich wieder auf den Erdboden zurück. Trotzdem großen Hunger. Ich kaue eine Tüte Chips, die ich dann beim Packen der Reisetasche vertilge. Danach (also dem Chipsverzehr) ist mir schlecht. Das Packen geht dennoch gut von der Hand. Meine Packliste in der “Erinnerungen“-App ist gut kuratiert.
Weil ich wegen der morgigen Reise doch ein bisschen hibbelig bin, spiele ich noch ein bisschen KCD2. Ich breche bei einem Bäcker ein, um eine Heiligenfigur zu stehlen, welche einen Gesellen eines Diebstahls überführen würde, den er nicht begangen hat. Es ist kompliziert!
Gegen 22 Uhr zu Bett.