2026-07-25: Odyssee

Nacht

Ganz gute Nacht, auch wenn ich viel zu spät im Bett war.

Traum der Schul-Lüftung

Mir träumt, ich bin mit noch einer Person zusammen in einer Schule. Sonst ist hier niemand. Wir wollen das Stockwerk lüften, doch der Wind ist sehr stark. Ich habe große Angst, dass die Fenster kaputt gehen. Der Wind bläst mit voller Kraft durch den Flur und die Klassenzimmer. Da ich ja noch ein kleiner Schüler bin, frage ich den Erwachsenen, ob wir die Fenster nicht lieber wieder zumachen sollen. Er bejaht. Doch ich schaffe es nicht, das große Fenster gegen den Wind zu schließen. Als ich den elektrischen Fensterschließer betätige, fängt der an zu rauchen und stinken. Dann brennt er. Ich rufe laut um Hilfe. Dann drücke ich den Alarmknopf für die Feuerwehr. Im Schrillen der Alarmglocke rufe ich die Feuerwehr an und sage durch, in welchem Stockwerk das Feuer ausgebrochen ist. Da kommt aber auch schon der Erwachsene mit einem Feuerlöscher und löscht den Brand. Ich habe Sorge, etwas falsch gemacht zu haben, aber der Erwachsene beruhigt mich.

Traum von der SBB

Mir träumt, ich will mit dem Zug in den Urlaub fahren. Um zu meinem Abfahrtsgleis zu kommen, muss ich durch einen Zug der Schweizerischen Bundesbahn hindurch. Noch während ich durch den Zug laufe, fährt er los. Mein Schrecken ist natürlich groß, aber dann bemerke ich, dass auch dieser Zug nach Kassel-Wilhelmshöhe fährt! Allerdings scheint es nicht ganz der Zug zu sein, den ich eigentlich nehmen soll, denn auf meinem Ticket steht etwas von “Savior“. Ob das wohl schlimm ist, wenn ich einfach diesen statt dem geplanten Zug nehme? Die Sitze sind alle leer.

Zwei Zugbegleiter kommen vorbei. Sie machen gerade eine Übergabe. Da sagt der Lokführer durch, dass einer von beiden Zugbegleitern wohl ebenfalls im falschen Zug ist. Er müsse – so wie ich – den “Savior“-Zug nehmen. Der andere Schaffner schlägt wütend gegen eine Tür, aber der falsche Zugbegleiter bleibt ganz cool und kontrolliert meine Fahrkarte. Er freut sich darüber, dass sie schon so viele Sichtvermerke hat und stempelt seinen dazu. Dann gibt er mir ein Schächtelchen Zucker und einen Strohhalm. Am Sitzplatz gibt es nämlich für jeden Fahrgast ein Spiel, bei dem man kleinen Plastikfröschen Zucker in den Arsch blasen muss. Das finde ich sehr lustig.

Morgen

Ich stehe gegen halb sieben Uhr auf. Bin noch ganz schön müde. Deswegen setze ich mich noch in den Schwingsessel und knacke erst einmal noch mindestens eine ganze Stunde hochprofessionell weg.

Am Vormittag ei kleiner Einkauf. Zu Mittag gibt es ein belegtes Käsebrötchen mit gekochtem Ei, Schinkien, Gouda und einer überraschend wohlschmeckenden Bio-Remoulade (teuer genug war sie dafür).

Spaziergang, Piratenwiese

Mein Morgenspaziergang verschiebe ich auf den frühen Nachmittag. Da das Waldbüro noch mitten im Sonnenschein liegt, laufe ich bis zur Piratenwiese. Hier blogge ich ein wenig und lese dann Manga. Hier muss ich den einen Band ganz neu anfangen, denn ich bin ein wenig raus aus der Geschichte.

Ich bin ein bisschen stolz auf mich, dass ich es hinbekomme, mich selber so zu fühlen, dass ich auch Dinge tun kann, die mir gut tun ohne mich ständig abzulenken. Ich kann nur immer wieder wiederholen: Meditation hilft.

Von weitem höre ich die Autobahn rauschen. Eine Hummelt hummelt an mir vorbei. Auf der anderen Seite eines Busches sonnt sich ein Mann in einer dieser Holzliegen, die seit ungefähr zwanzig Jahren in den deutschen Wäldern wachsen. Ich trinke Kaffee. Es könnte schlechter laufen.

Update Zerowriter Ink

Die Beta-Version einer neuen Version der Zerowriter-Ink-Software (also des Betriebssystems) ist raus und es juckt mir in den Fingern, die auszuprobieren. Das Update verspricht einige Verbesserungen und neue Features. Andererseits bin ich kein Freund von Beta-Versionen und es ist sicher besser, wenn ich hier auf dem stabilen Kanal bleibe. Der Zerowriter ist inzwischen zu meinem ständigen Begleiter geworden und ich möchte da nichts riskieren. Außerdem habe ich Sorge, vor der kommenden Reise die Tastaturbelegung komplett neu machen zu müssen.

Also warte ich erst einmal ab.

Kino

Das Waldbüro lasse ich ausfallen zugunsten von weiteren Schritten. Es ist wieder ganz schön warm geworden, aber noch unter 30 Grad. Die Musik, die Wärme und die Bewegung versetzen mich in eine Art Trance. Bald muss ich darauf achten, nicht mitzusingen.

Daheim wasche ich noch eine Maschine Kochwäsche und schaue ein paar Videos von Viva la Dirt League. Es gibt wieder viel zu lachen.

Dann schnalzt die Zeit zusammen wie ein Gummizug und ich muss aber bald los zum Kino! Das T-Shirt mit der Salzmadonna tausche ich gegen ein frisches, fülle die Wasserflasche und mache mich auf den Weg. Die Stadt hat ein Sommergefühl (Summer in the City).

Heute werde ich das erste mal im “iSense“-Kinosaal einen Film sehen. Da der Film Überlänge hat, habe ich mir einen Platz direkt oberhalb der Treppe gebucht. So kann ich meine Beine ausstrecken und zur Not einfach herunterkullern.

Odyssee, Abend

Die Sitze im „iSense“ sind bequem, das Bild ist sehr scharf. Der Sound ist brachial laut und mir tun im Laufe des Films die Ohren weh. Ich bin froh, dass ich mir einen Hoodie mitgenommen habe, denn die Klimaanlage funktioniert offensichtlich.

Mir gefällt Nolans Neuinterpretation der klassischen Geschichte sehr gut. Kein bunter Reigen „phantastischer Geschichten“ mit einem „gewitzten“ Odysseus, dem immer eine Lösung einfällt, sondern der Horrortrip eines Mannes, der von Schuldgefühlen zerdrückt wird und erst Loslassen muss, um anzukommen.

Agamemnon war die größte Überraschung. Er ist der Archetyp toxischer, fragiler (die Rüstung!!) Maskulinität.

Nach dem Kino bin ich übervoll mit Eindrücken. Die Nacht ist warm. Grillen zirpen und überall flattern Augustfliegen herum.

Auf dem Balkon hacke ich meine Gedanken ins iPad für eine persönliche Rezension des Films.

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