2026-07-16: Die Korea-Griechenland-Connection

Nacht

Unruhige, schlechte Nacht. Da ich ja Urlaub habe, macht mir das nichts aus.

Traum vom Blauhelmeinsatz

Mir träumt, ich bin Blauhelmsoldat im Einsatz auf dem Balkan in den 90er Jahren. Wir fahren mit einer Kolonne Panzer in eine Stadt, setzen ab und treffen uns mit Leuten in einem leer stehenden Café, um zu verhandeln. Die Lage ist unübersichtlich. Einmal kommen Polizeiwagen vorbei gerast und wir legen uns alle auf den Boden. Es sind auch unbeteiligte Zivilisten dabei. Draußen wird es immer schlimmer und wir wollen uns zu unseren Panzern zurückziehen. Dabei begleiten wir auch die Zivilisten. Auf dem Weg wird einer der Zivilisten, ein junger Mann, von einem Typen aus einer anderen Volksgruppe erkannt. Der Typ ist immerhin nicht aggressiv, aber er begrüßt den jungen Mann so lautstark, dass wir befürchten, zu viel Aufmerksamkeit zu erregen. Der Typ scheint ein bisschen dumm zu sein, denn er macht auch auf unsere Zeichen hin, ruhig zu sein, ein großes Theater. Er ruft und umarmt den jungen Mann. Ich bin kurze davor, meine Pistole zu ziehen und ihn damit zu bedrohen.

Dann sind wir bei unseren Panzern angekommen und sitzen auf. Endlich haben wir ein Gefühl relativer Sicherheit, denn unsere Leopard 2 sind den einheimischen Fahrzeugen bei weitem überlegen, sollte es zum Kampf kommen.

Morgen

Ich schlafe genüsslich bis sechs Uhr morgens aus. Heute gibt es kein Frühstück, weil das Gewicht wieder leicht angestiegen ist nach dem Fast-Food-Essen. Außerdem habe ich eh keinen Hunger.

Projekte mit Claude

(Trotz Urlaub doch noch etwas KI-Content!)

Solltet Ihr mit einem LLM doch mal etwas Größeres ausprobieren, so empfehle ich Euch, darin ein Projekt anzulegen. Je nach Chatbot heißt dass dann “Agent“ (damit sind aber keine selbständigen KI-Agenten gemeint), “Raum“ oder eben “Projekt“.

Hier könnt ihr Anweisungen hinterlegen, die für alle Chats in diesem Projekt gelten. Ihr könnt auch Materialien hochladen, mit denen das LLM dann arbeitet.

Tipp 1: Lasst Euch die Anweisungen vom LLM nach Euren Wünschen erzeugen. Das Teil weiß tatsächlich am besten, womit es umgehen kann.

Tipp 2: Lasst Euch vom LLM eine Art Projekttagebuch führen. Das Textdokument, das erzeugt wir, ladet ihr dann runter und dann gleich wieder als Dokument in das Projekt hoch. Wenn ihr einen Fortschritt oder etwas anderes Dokumentationswürdiges habt, dann soll das LLM das Projekttagebuch aktualisieren und neu erzeugen. In der Regel können die Chatbots die Dateien nicht selber verändern, deswegen müsst ihr das tun.

Auf diese Weise könnt ihr immer wieder einen neuen Chat in dem Projekt aufmachen und der Chatbot weiß, was bisher passiert ist. Es dokumentiert für Euch, was ihr gemacht habe und zwar in einer Art und Weise, mit dem er gut umgehen kann.

Theoretisch könnte man das Projekt auf diese Art und Weise sogar mit einem anderen LLM weiter führen.

Kingdom Come: Deliverance

Erschöpfung, Nervosität, Nachbrennen. Ich eskaliere ein wenig in Nordböhmen, wechsele von KCD1 zu KCD2, um mir die Unterschiede noch mal vor Augen zu führen. Bin von der Immersion des zweiten Teils geflasht. Die Grafik ist wunderschön, die Steuerung viel organischer. Ich versumpfe ein wenig beim Versuch, mir besserer Würfel für das Spiel Farkle zu besorgen.

Viel zu spät zu Bett.

Die Korea-Griechenland-Connection

Als ich bei Lars lese, dass sein Lieblingsspanier eigentlich Portugiese ist (oder war es umgekehrt?), muss ich daran denken, dass bei mir auf der Arbeit schräg gegenüber mal ein Imbiss war, der sowohl griechische als auch koreanische Spezialitäten feilbot. Ein griechisch-koreanischer Imbiss! Eine außerordentlich seltsame Kombination, muss ich sagen. Aber sie funktionierte wohl. Betrieben wurde der Imbiss sowohl von einer entzückenden als auch unverkennbar griechisch aussehenden Griechin (vielleicht kam sie aber auch in Wirklichkeit aus Spanien) und einem älteren, eindeutig aus Korea eingewanderten Ehepaar.

Für Mittagessen mit Kollegen war das ideal, weil meine Begleitung sich meist über Gyrospommes freute, während ich mich über das koreanische Essen hermachte. Als der koreanische Teil der Imbissbetreiber mitbekam, dass ich gerne Kimchi aß (vor 20 Jahren galt Kimchi noch als exotisch), bekam ich immer eine Extraportion. Außerdem musste (!) ich immer die Fermentationsversuche der Dame des Hauses probieren. Angeblich fermentiert die Koreanerin ja alles, was nicht schnell genug weglaufen kann (ich war damals jung und agil). Jedes Mal bekam ich also zusätzlich zum bestellten Gericht einen großen Teller mit Gemüse vorgelegt, dass sich in einem unterschiedlichen Zustand der Fermentation befand. Dabei wurde ich aus großen, neugierigen Augen angeschaut. Gegen das Lächeln der Wirtin hatte ich keine Chance und langte zu. Dabei versuchte ich so auszusehen, als ob ich gerade das großartigste Geschmackserlebnis meines Lebens hätte. Man sagt uns Europäern ja nach, dass wir die Gesichtsausdrücke asiatisch aussehender Menschen nicht gut lesen könnten — ob das umgekehrt wohl auch so ist?

Einmal habe ich sogar so komische Blätter bekommen. Die waren schon eigenartig.

Meine Lieblingsspeise waren — neben dem hausgemachten Kimchi — übrigens Kimchi Samgyupsal Bokkeum (Kim Sam Bok), was ich seitdem sehr vermisse.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert