2026-06-27: Open Range

Nacht

Wieder schlechte Nacht. Ich wache oft schweißüberströmt auf. Immer wieder Gequake von draußen.

Nur in den frühen Morgenstunden kann ich wegen einer leichten, kühlenden Brise etwas besser schlafen.

Morgen

Das Kraftfutter schmeckt heute nussig und das gefällt mir. Lustlos und müde organisiere ich ein wenig vor mich hin. Ein Brief in die Oberpfalz will geschrieben werden.

Das Blog muss auch mal wieder befüllt werden.

Open Range

Ich schaue den Western “Open Range“ zu Ende. Mir gefällt die auf Authentizität bemühte, unprätentiöse Präsentation. Es gibt zwar schöne Landschaften und Weiten, aber die Sicht ergießt sich nicht darin. Die Farbgebung erscheint mir fast nüchtern, erinnert an ältere Fernsehproduktionen. Costner meidet das typische Western-Gelb.

Allerdings liebt Costner seine Figuren so sehr, dass er den Kitsch mehr als einmal nicht nur touchiert. Seine Sympathie, seine Sehnsucht nach dem guten, alten Western (allerdings ohne Glorifizierung) macht mir das Herz warm. Seine Darstellung des ambivalenten, gewalt-traumatisierten Charly finde ich in seiner Zurückgenommenheit ziemlich überzeugend.

Der “Shoot out“ am Ende ist sehr gut inszeniert. Man erkennt hier den Blick fürs Detail: Die Colts sind keine übermächtigen Maschinengewehre sondern ungenaue Nahkampfwaffen, Charly nutzt seine Erfahrungen und sein Gewehr gekonnt und es wird mehrfach deutlich gezeigt, warum damals Schrotflinten so beliebt waren.

Die Schießerei ist auch ohne Gore und Splatter-Effekte unglaublich brutal: Nach ihrem Ende wird ein Henchman des bösen Rinderbarons von den Stadtbewohnern gehetzt und nichts anders als niedergeknallt.

Die Antagonisten sind austauschbar, werden mit nur ein paar Federstrichen gezeichnet. Der gegnerische Revolerheld wird sogar nur kurz gezeigt, verhält sich unangenehm und wird dann erschossen.

Der Fokus liegt eindeutig auf den “lieben Leuten“ und das glückliche Ende bekommt sogar einen angedeuteten Ritt in den Sonnenuntergang.

Der Film bedient wie jeder gute Western auch den Topos des untergehenden Wilden Westens. Merke: Wenn der Wilde Western nicht untergeht, ist es nicht der Wilde Westen!

Ich habe mich gut amüsiert.

Etikettiergerät

Ich benutze mein neues Etikettiergerät, um einige der Zifferntasten des Zerowriter Ink zu beschriften. Mit diesen Tasten kann man nämlich Ordner auf dem Gerät ansteuern und jeder Tag der Woche hat nun seinen eigenen Ordner.

Ich bin ein wildes Etikettier!

Mittagswärme

Das Thermometer im Wohnzimmer zeigt 32,9 Grad Celsius. Im Luftstrom des Ventilators und mit wenig Textilien am Körper lässt es sich am sitzend einigermaßen aushalten. Ich denke, ich gewöhne mich langsam an die Hitze.

Thronfolger

Der Thronfolger ist in NRW und besucht mich in Duisburg. Ich hole den großen Mann am Hauptbahnhof ab und gehen bei Takumi Ramen essen. Die Suppe fließt förmlich in unsere Schlünder. Beim Weg in die Bärenhöhle umgehen wir den Bahnhof, was mir ein paar zusätzliche Schritte schenkt. Ich muss mich wieder mehr bewegen, denn so langsam werde ich wieder moppelig.

Bei mir daheim verschnüren wir meine alte Teufel-Anlage, die der Thronfolger mit nach Bremen nehmen will. Dabei nimmt er auch den guten alten Einkaufsroller zur Hilfe.

Win-Win: Er hat jetzt 2-1-Soundsyste und einen Einkaufsroller und ich wieder mehr Platz.

Abend

Ein Essensvorbereitung für Montag, ein wenig “The Witchter 3“, dann zeitig zu Bett.

Ungeordnet

Vereidigungsbereitschaft


Schlaffmaske


Professionelle Wahnreinigung


Nennt man Verehrer der Band „Turbonegro“ eigentlich „Turbofans„?


Witzeschlag


ARD „Haut statt Studio“

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