Nacht
Erwartbar schlechte Nacht. Ich muss mindestens fünf Mal raus. Mitten in der Nacht öffne ich das Fenster, aber die Abkühlung ist nur minimal.
Traum von der Kreuzfahrtlektüre
Mir träumt, dass mich Freund AS zu einer Kreuzfahrt überredet hat. Wir treffen uns am Kreuzfahrt-Terminal, welches auch gleichzeitig Bahnhof und Flughafen ist. Ich helfe ein paar Leuten mit ihren Koffern, dann muss ich aber auch schnell los zum Gate. Hier treffe ich AS und als eine Dame von der Kreuzfahrerei mit einem Klemmbrett vorbeikommt, fällt mir ein, dass ich vergessen habe, etwas zu Lesen einzupacken. Die Dame fragt die Daten der Fahrgäste ab. Eine Gruppe Jugendlicher freut sich schon auf das “Saufen und Rülpsen auf dem Schiff“. Eine Hausfrau und Mutter wundert sich, dass jemand wie ich eine Kreuzfahrt machen will und ich verweise darauf, dass ich überredet worden bin. Ein Jugendbetreuer der Kreuzfahrerei läuft mit mir zu einem Kiosk, denn wir wollen gemeinsam nachsehen, ob es hier nicht ein Buch für mich gibt. Leider richtet sich die hier feilgebotene Lektüre hauptsächlich an Kinder und Jugendliche. Schnell laufen wir zurück zum Gate. Ich werde wohl auf der Reise hauptsächlich auf dem iPad lesen.
Morgen
Ich werde gegen halb vier Uhr wach und bleibe bis kurz vor fünf Uhr gemütlich liegen. Das Aufstehen fällt mir nicht schwer, das Anlegen von Kleidung durchaus. Es ist so warm wie “Heizung auf volle Pulle“ und “Vergessen, die Heizung runter zu drehen“.
Mein Traum von letzter Nacht amüsiert mich. AS hatte mir vor ein paar Tagen eine E-Mail wegen der Ruhrtriennale geschickt und ich hatte nach einem möglichen Theaterstück für uns zwei gesucht. Da wir gemeinsam in der Bühnenumsetzung von “Schrecklich amüsant, aber in Zukunft ohne mich“ im Schauspielhaus Bochum gewesen sind (Kieselblog berichtete!) und es in dem Stück ja um eine Kreuzfahrt geht, ist mein hitzegeplagtes Unterbewusstein den kurzen Weg gegangen und hat alles schön erwartbar zusammengemischt.
S-Bahn
Dummerweise laufe ich einfach los, ohne vorher die Zugverbindungen zu checken (muss ich mir unbedingt mal angewöhnen!). Um die S1 noch zu bekommen, gehe ich ein paar schwitzige Schritte schneller. Die S1 hat aber Verspätung, der RE19 auch. Hmpf!
Auf dem Display eines RE steht “Hamster on Tour“ und ich habe keine Vorstellung.
Geldtransfer
Ich versuche, unserem Personalrat eine kleine Summe Geld zukommen zu lassen, welche ich ihm noch schulde. Die Übergabe gestaltet sich recht schwierig wegen des Dienstes an unterschiedlichen Orten und des Homeoffices wegen. Irgendwann habe ich die Faxen dicke und tüte das Geld in einen dicken Umschlag. Die Hauspost ist bei uns ja recht zuverlässig.
Da waren die Tempelritter mit ihren Wechseln ja schon mal weiter.
Mittagspause
Trotz der Dauerwarnungen meiner alten Freundin NINA gehe ich in der Mittagspause raus an die, nun ja, “frische“ Luft. Als ich die pralle Sonne abbekomme ich sich auf meinen Armen Gänsehaut breit macht, sehe ich das als ein Warnzeichen und ich gehe einen Schritt langsamer. Als Mann, der in seiner Jugend gelernt hat, sich nicht zu spüren, fällt mir das nicht tatsächlich nicht leicht.
Im Rosengarten ist nichts los. Nur eine junge Frau sitzt auf einer Parkbank und liest einen Comic. Sie tut dies im Sonnenschein. Da kann ich nur sagen: Hut ab! bzw. Hut auf!
Neben dem Gefühl, dass mein Kopf langsam weich wird, habe ich die ganze Zeit so ein unpassendes Sommersonnenurlaubsgefühl. Es ist deswegen unpassend, weil ich ja arbeiten muss. Es ist, als ob ich ständig den Geruch von Sonnencreme und heißem Aufblaspooltier in der Nase hätte und ich bekomme – natürlich – Lust auf Freibadpommes.
Führung Medienhafen
Ich mache eine halbe Stunde früher Feierabend, denn ich nehme an einer Führung im Medienhafen Düsseldorf teil. Da ich dort ja regelmäßig spazieren gehe, möchte ich mal einen Blick für die architektonischen Zusammenhänge bekommen. Der Guide ist sehr engagiert und freut sich sichtlich, sein Wissen teilen zu können. Seine Begeisterung ist ansteckend. Wir laufen auch in Gebäude hinein, in die ich mich alleine niemals rein trauen würde. Von der Dachterrasse hat man einen wundervollen Blick über den Hafen. Leider ist es hier wirklich brennend heiß.
Trotzdem werde ich viele Gebäude bei meinen mittäglichen Spaziergängen jetzt mit anderen Augen sehen und auch ab und zu dem blonden Hans mal zunicken.
Heimfahrt
Nach der Führung bin ich ganz schön fertig, hole noch aus meinem Büro meinen Rucksack und fahre nach Duisburg. Bzw. versuche ich das, denn es gibt wegen einer Störung an der Strecke massive Verspätungen. Immerhin kann ich endlich im angenehm gekühlten RE6 sitzen. Da macht mir das Warten nicht mehr ganz so viel aus.
Der Plan für den Abend: Duschen und dann die Füße hochlegen.