2026-06-25: Hitzebedingtes Homeoffice

Nacht

Eher mittelschlechte Nacht, natürlich der hohen Temperaturen wegen. Ich liege bei fast 30 Grad im Adamskostüm auf dem Bett. Schlafmaske und Ohrenstöpsel helfen. War es nicht der Film “Tommy“ von The Who, wo sich Tommys Anhänger Ohren, Augen und Mund verstopft haben, um ihrem Idol nachzueifern?

Traum von der Hoffnung

Mir träumt, ich würde bei der Angebeteten übernachten. Wir schlafen sogar im selben Bett (wenn auch nicht miteinander). Wir werden von der asiatischen Mutter der Angebeteten geweckt. Heute ist eine Familienfeier geplant und bald soll der Besuch kommen. Die Angebetete muss sich schön anziehen. Vorher bedecke ich noch das Gesicht der Angebeteten mit kleinen Küssen und entschuldige mich sofort dafür. Während sich die Angebetete anzieht, spiele ich mit Anton, dem Goldhamster der Familie. Anton läuft nach Draußen in den Garten und ich folge dem Tier. Ab und an fange ich ihn vorsichtig ein (ich habe Angst, das kleine Geschöpft zu zerdrücken). Irgendwann will er wieder ins Haus. Hier sind fast alle Besucher im Wohnzimmer an der großen Kaffeetafel versammelt und die Angebetete singt ein Lied vor. In der Küche treffe ich auf meinen Schwager und zwei meiner Neffen. Wir begrüßen und herzlich.

Morgen

Als ich gegen vier Uhr aufwache, sind es draußen 25 Grad und ich beschließe, dass das zu warm für einen Morgenspaziergang ist. Viel lieber will ich meine Kräfte für den Hitzetag schonen, den ich Gottseidank im Homeoffice verbringen darf.

Bevor ich mich mit einem Kaffee auf den Balkon setze, hänge ich schon mal ein T-Shirt über die Lehne des Bürostuhls, damit ich nachher nicht versehentlich “oben ohne“ an einer Videoschalte teilnehme.

Gewicht

Das Gewicht ist knapp über die 100 kg geschlichen. Das ist nicht schön, macht mich aber auch nicht verrückt. Der angebliche Muskelanteil ist wieder gestiegen und ich interpretier den Wert damit, dass die Muskeln Glykogen binden und das geht mit Wassereinlagerungen einher. Dennoch will ich mich wieder mehr auf das Fasten konzentrieren und dafür die Hitze und die damit einhergehende Ruhe nutzen.

Stimmung

Die Stimmung im Homeoffice ist trotz der Hitze ganz gut. Ich mache eine eilige Recherche und bin froh, zum schwierigen Thema einige Dinge zu finden. Dass ich über diese Teile meiner Arbeit nicht mehr schreibe und mich da mitunter ein wenig nebulös ausdrücke, ich keine Koketterie, sondern es geht einfach nicht anders.

Ich fühle Dankbarkeit, dass ich hier neben einem laufenden Ventilator in meiner Wohnung arbeiten darf. Auch wenn die Bärenhöhle sich ganz schön aufgeheizt haben, gibt es wahrlich schlimmere Jobs als meinen. Was ist mit den Menschen, die jetzt in der Pflege, in der Fertigung oder im Straßenbau schuften müssen?

Mittagspause

Der Arbeitstag geht flott voran. In der Mittagspause gehe ich schnell Einkaufen. Dabei fühle ich mich wie Riddick, der sich auf dem Planeten mit der brutalen Sonne vor den alles verzehrenden Strahlen in den Schatten eines Felsvorsprunges rettet. Ich kaufe weder Süßgebäck noch Eis, dafür alkoholfreies Bier. Das ist immerhin isotonisch.

Feierabend

Am frühen Nachmittag werde ich dann doch ganz schön müde. Eine Kollegin übernimmt für mich den Hotlinedienst, damit ich früher Feierabend machen kann.

Good Luck, Have Fun, Don´t Die

Ich schaue mir den Film an. Er soll lustig sein, aber dafür ist er mir zu nahe an der Realität. Ich denke an die Frau, die mit ihrem Handy in der Hand auf vor einer Baustelle herumgeirrt ist und einen Flohmarkt gesucht hat, weil ChatGPT es ihr gesagt hat.

Mit Lauf des Filmes wird die Handlung immer absurder und das hilft mir. Zum Ende bin ich amüsiert und geflasht.

Abend

Nach dem Film noch ein wenig Körperpflege, dann lege ich mich auf das Bett.

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