2026-06-04: Neuenkamp

Nacht

Mittelgut-mittelschlechte Nacht ohne Ohrenstöpsel. Die habe ich nämlich diesmal vergessen einzusetzen, weil ich so müde war.

Traum von der Besetzung

Mir träumt, ich bin auf einer Insel, die von einem Aggressor bedroht wird. Noch ist der Angriff nicht erfolgt, noch gibt es keinen Krieg. Doch wird haben auf den Hügel über dem Strand schon Schützenlöcher aus. Für Gräben und Unterstände bleibt uns keine Zeit. Als der Angriff folgt bald mit Übermacht. Wir als kleine Insel wehren uns, so gut es eben geht. Ich schieße mit meinem Gewehr auf einen Transporthubschrauber und zwinge ihn so zur Umkehr. Noch während der Angriff läuft, koordiniere ich Rettungsmaßnahmen für ein brennendes Haus, dann sorge ich dafür, dass sich meine Soldaten verstecken. Ich organisiere nämlich auch den Widerstand gegen die Besatzer.

Wochen später laufe ich am Strand entlang. Es gibt einen Wettbewerb im Fische fangen und ich möchte mit meiner Harpune daran teilnehmen. Auch bin ich ein wenig neidisch auf die Leute, die ein kleines Mini-U-Boot haben und damit auf dem Fluss herum schippern.

Später sitze ich dann auch in so einem U-Boot, aber der Fluss ist ausgetrocknet.

Morgen

Die Ente ist aus dem Urlaub zurück weckt mich mit ihrem Quaken. Nichts daran ist angenehm. Da ich gestern zu spät und zu übermüdet ins Bett gegangen bin, bleibe ich bis halb acht Uhr liegen.

Ins Kraftfutter kommt heute ein Apfel und der Rest von eingefrorenen Sauerkirschen (müssen mal … Ihr wisst schon!).

Field Writing

Als ich zu meiner täglichen Runde aufbreche, trage ich erst noch die gefütterte Regenjacke. Es ist jedoch weiterhin so seltsam warm, dass ich umkehre und mir den Hoodie anziehe. Die Softshell-Jacke kommt in den Rucksack.

Pause am Ruhrdeich. Das Landschaftsschutzgebietsschild lockt mit ausgebreiteten Schwingen. Auch wenn sein Rot schon ausgebleicht ist, fühle ich mich zu ihm hingezogen. Ich bin nämlich auch schon ganz schön ausgebleicht.

Gleich werde ich wieder zur hinunter laufen. Gleich werde ich dann wieder an der Baustelle umkehren müssen, weil es dort nicht weiter geht. Es ist sehr misslich, dass sowohl das Ruhrwehr also auch die Karl-Lehr-Brücke gesperrt sind und man nur “oben“ entlang der Straße in Richtung Rhein laufen kann. Kurz überlege ich, ob ich über die Aakerfährbrücke und den Pontwert gehen könnte, aber ich habe Sorge, mich dann im Hafen irgendwo zu verfransen. Dort gibt es viele Gebiete, die man als Passant nicht betreten darf.

Wäre es nicht schön, wenn wenigstens mal eine Baustelle fertig werden würde?

Große Wanderlust trotz Baustellenfrust. An der gesperrten Karl-Lehr-Brücke vor laufe ich bis zur Rheinorange an der Mündung der Ruhr in den Rhein. Ein Gewitter zieht auf, die Warn-Apps blinken hektisch. Ich gehe schneller, denn ich möchte nicht draußen von einem Gewitter überrascht werden. Unter der A40-Brücke (auch eine Baustelle) warte ich einen Regenschauer ab. Wanderer und Radfahrer sammeln sich hier wie Herdentiere am Wasserloch. Rücken dampfen.

Der Regenschutz für den Rucksack bewährt sich. Fühle mich wetterfest, wenn auch nicht ganz blitzsicher.

Da weiter Unwetter nahen, biege ich nach Neuenkamp ab. Hier trinke ich einen Kaffee im Bäckereicafé. Der Kaffee schmeckt mir überraschend gut. Das Unwetter macht einen Bogen um Duisburg und bald geht es weiter. In dieser Ecke von Duisburg war ich noch nie. Der Stadtteil wirkt so, als müsse er abgehängt sein mit seiner quadratischen Architektur, aber auf mich wirkt er trotzdem ordentlich und gut gelaunt.

Da das nächste Regenband naht, beeile ich mich auf meinem Weg über den Innenhafen.

Als ich in der Bärenhöhle angekommen bin, fängt der Regen an.

Immerhin gibt es jetzt ein Schild.
Immerhin gibt es jetzt ein Schild.
Duisburg-Neuenkamp
Duisburg-Neuenkamp

Spaziergang 2

Ich ruhe mich aus und meditiere eine Runde.

Irgendwann hört der Regen auf und da ich noch voller Energie bin (wo kommt die her?), drehe ich noch meine Runde durch den Stadtwald. Hier gibt es viel zu sehen: An der Uni sind Äste auf die Fahrbahn gefallen und die Feuerwehr räumt die Fahrbahn frei. Die Luft ist frisch und klar, die langsam sich neigende Sonne schickt ihre hellen Straßen quer. Blätter leuchten.

Ich treffe auf einen Amateurfunker-Nerd, der ein MeshCore-Bauteil in die Höhe hält und ein Signal empfangen will. Die Energie ist noch immer da.

Abend

Daheim mache ich das Essen (Rübli mit Putenbrust, Käse und Ei) für den nächsten Tag klar.

Dann schaue ich noch ein wenig die “Happy Hour“, diesmal vertritt Ana Lucia bei der Moderation.

Zeitig gut gelaunt zu Bett.

Altes Blog gelöscht

Das Archiv steht ja jetzt (es gibt zwar keine Suchfunktion, aber was soll’s?) und deswegen lösche ich das alte Blog. Mal sehen, was ich mit dem Webspace mache. Vielleicht kann ich bei IONOS ja was downgraden.

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