Nacht
Eher unruhige Nacht ohne Ohrenstöpsel. Geräusche wecken mich nicht auf – zumindest bemerke ich das nicht. Vielleicht bleibt der Schlaf trotzdem oberflächlicher, weil häufiger fast aufwache.
Traum von der Imbisskette
Mir träumt, ich sehe einen Krimi, der in einer Fast-Food-Kette spielt, die offensichtlich McDonald’s und KFC nachgebildet ist. Die Kette feiert ihr Jubiläum und der alte Chef namens „Mayor“ produziert Unmengen Popcorn, die er an Kunden verschenkt. Um ihn herum sind Familienangehörige und Führungskräfte der Firma. Niemand ist begeistert von der Sache. Auf einem Fernseher läuft eine Zusammenstellung alter Werbeclips für die Fast-Food-Kette. Man kann an den Filmchen gut die Veränderungen der Zeitläufe erkennen: Erst geht es darum, das ungewohnte Fast-Food-Gefühl zu etablieren. Später wirbt man mit der hohen Kalorienzahl der Speisen, kurz darauf mit niedrigen Energiewerten. Nun geht man auf das Thema „vegan“.
Plötzlich Geschrei: Die Familie und die Manager sind alle in die Popcornmaschine gefallen und gestorben. Der einzige Überlebende und Hauptverdächtige ist der alte Mayor.
Damit hätte ich jetzt nicht gerechnet.
Morgen
Ich stehe um sechs Uhr auf, bin ich noch ein wenig zerknittert. Die Waage zeigt einen Wert leicht über 100 kg, obwohl ich nicht entsprechend gegessen habe. Wichtig dabei ist, dass ich mich nicht mehr verrückt mache. Angeblich ist die Muskelmasse schwerer geworden und ich denke, die Muskeln und die Leber haben sich mit Kohlenhydraten (Glykogen) gefüllt, da ich ja vermehrt Brot und auch noch Zucker zu mir genommen habe. Die Wassereinlagerungen wegen der warmen Temperaturen (das Bindegewebe wird ja auch nicht besser mit dem Alter!) tun ihr Übriges.
Zum Frühstück Kraftfutter mit Banane. Dann ein paar Häuslichkeiten.
Schreiben in der Bibliothek
Ich setze mich in die Stadtbibliothek und versuche, konzentriert an einer großen Szene zu arbeiten (groß im Sinne der Örtlichkeit und der Anzahl der beteiligten Personen). Das klappt ganz gut, ist aber doch ziemlich anstrengend. Nach ungefähr einer Stunde mache ich eine Pause im Café der Stadtbücherei, esse mein mitgebrachtes Rübli-Brot, trinke einen Kaffee und lese ein wenig.
Danach geht es weiter, bis ich nicht mehr kann. Wegen der angekündigen Gewitter mache ich mich lieber auf den Weg nach Hause, um evtl. dort ein bisschen weiter zu arbeiten. Mich erschreckt, wie schnell meine Kraft aus mir schwindet, wenn ich am Text arbeite.
Alpha-Zero-Zero-Alpha
Ich wechsele mal wieder auf den Zerowriter, weil mir das E-Ink-Display so gut gefällt. Auch ist der Zerowriter so viel leichter als der Alpha – der Verzicht auf WLAN usw. macht sich dann doch bemerkbar.
Hagel
Am frühen Abend möchte ich mich dann doch mal raus in die Hitze auf den Balkon setzen, um ein wenig zu lesen. Doch dann beginnt das Gewitter und richtig dicke Hagelkörner (so groß wie meine Fingernägel) donnern runter. Auch wenn ich eigentlich auf meinem Balkon recht gut geschützt bin, springen immer wieder Hagelkörner zu mir hin und ich verziehe mich wieder ins Innere der Wohnung.
Für ein paar Minuten wirkt es so, als wolle die Welt untergehen.
Dann setze ich mich doch lieber in den Schwingsessel.
Abend
Im Schwingsessel lese ich das Buch „Reisen im Mittelalter“ zu Ende. Das Buch macht mir bis zum Schluss Freude.
Es ist schon sehr spät (22 Uhr!) als ich dann hundemüde ins Bett gehe.