Nacht
Ganz gute, erschöpfte Nacht bis ca. vier Uhr morgens. Dann nehme ich die Ohrenstöpsel raus und höre dem Schreien eines Mannes auf dem Bremer Bahnhofsvorplatz zu.
Traum vom Clan
Mir träumt, dass ich in eine Lottoannahmestelle gehe. Dort begegne ich einem lustigen jungen Mann, der einen ganzen Haufen Gewinnauszahlungsscheine abgeben will. Auf den Scheinen sind seltsame Botschaft abgedruckt. Der junge Mann erzählt mir, dass er einen “Bekannten“ mit diesen Scheinen ärgern will, da dieser wohl Probleme bekommt, wenn er die Gewinne korrekt verbuchen möchte. Ich sehe, dass die Gewinnbeträge z. T. dreistellig sind und wundere mich. Dann aber fühlt der junge Mann sich verfolgt und wir fliehen gemeinsam. Ich nehme die Gewinnscheine an mich und weil die so schön rot sind, lege ich eine Ausgabe des “Spiegel“ darauf. Gemeinsam laufen wir durch die Nacht. Ich schaue mich um und tatsächlich werden wir verfolgt! Ich rufe dem jungen Mann eine Warnung zu, denn ich verstehe nun, dass der “Bekannte“ des jungen Mannes Mitglied eines gefährlichen Mafia-Clans ist. In einer Tiefgarage verlieren wir uns. Ich treffe auf eine Gruppe Menschen, die im Kreis eine altehrwürdige Besprechung abhalten. Sie wirken fast so, als ob sie darüber beraten wollten, wie man am besten einen Ring in einen Vulkan werfen könne.
Ich halte mich im Hintergrund auf, doch dann zerrt man mich nach vorne. Man will offensichtlich den Sohn des verstorbenen Clanchefs weihen, doch da niemand weiß, wie der aussieht, glaubt man jetzt, das ich der Auserwählte sein müsse. Mit Erstaunen stelle ich fest, dass ich sogar das sternförmige Mahl an meine linken Hand trage! Wie kommt das dorthin?
Mein sherlock-holmes-artiger Verstand kombiniert blitzschnell: Offensichtlich ist der junge Mann der Auserwählte und der “Bekannte“ ist sein missgünstiger Bruder. Irgendwie hat mir der junge Mann eine Replik des Mahls auf die linke Hand geklebt und nun soll ich an seiner statt den Thron besteigen. Aber warum?
Bevor ich die Frage beantworten kann, wache ich auf.
Morgen
Der Handywecker klingelt um viertel vor sechs Uhr. Da ich gleich packen möchte, verzichte ich auf den morgendlichen Espresso, denn die Bialetti ist immer so lange so heiß. Das Packen geht flugs vonstatten, da bimmelt mich schon D. an, damit wir rauf zum Frühstück fahren.
Ich esse recht proteinbasiert (Eier!!), denn es wird eine Weile dauern, bis ich mein Mittagessen bekommen werde.
Angeregte Gespräche, der Filterkaffee schmeckt mir weiterhin erstaunlich gut.
Danach geht runter auf die Zimmer, wo jeder für sich die Zeit bis zum Auschecken vergammelt. Ich nutze sie zum Bloggen.
Heimfahrt
Das Draußen flirrt und glüht. D. und ich sind früh am Hauptbahnhof, auf dass ich mir noch eine Käsebrezel zur Notwehr und einen Kaffee kaufen kann.
Die Fahrt im ICE nach Münster verläuft ohne Zwischenfälle. Beim Umstieg zeige ich D. den Bestellautomaten von KFC, denn so etwas kennt er noch nicht. Mit unserer Beute gehen wir zum Gleis, wo der Zug Richtung Hamm abfährt. Dort verabschieden wir uns voneinander, denn ich muss ja in den Pott und er weiter ins Münsterland.
Die RB nach Hamm ist gut gefüllt, aber alles ist entspannt. Ich umfahre mit ein wenig Glück mehrere Zugausfälle. In Hamm kaufe ich mir aus einer Laune heraus zwei süße Teilchen und verzehre sie auf dem Bahnsteig. Dabei fällt mir ein, dass ich ja mal was zum Thema “Beeinflussung des Denkens“ schreiben will.
In Kamen kann ich in die erste Klasse wechseln (wir sind im VRR, wo mein Deutschlandticket sich in ein Premium-Ticket verwandelt). Es lässt sich entspannt Reisen, auch wenn ich wirklich langsam gerne zu Hause ankommen würde. Immerhin ist der Zug angenehm (!) temperiert.
Kurze Zeit später hängen wir in Dortmund fest. Irgendwo vor uns hat es am Vormittag einen Personenschaden mit tödlichem Ausgang gegeben und deswegen ist der Nahverkehr noch total durcheinander. Eine Frau steht schimpfend auf. Ich kann ihren Frust verstehen, nicht aber ihren Ton.
Es geht irgendwann weiter, aber an jedem Bahnhof vergrößert sich die Verspätung leicht. Immerhin geht es vorwärts und meine Ungeduld in Sachen Ankunft in der Bärenhöhle ist noch aushaltbar. Musik das und das Lesen von Blogs helfen dabei.
Ankunft, Abend
Die Wohnung hat sich nicht ganz so aufgeheizt wie befürchtet und ich bin beinahe ein wenig enttäuscht. Flugs wird die Waschmaschine gefüttert und Obst gekauft.
Irgendwie bin ich nicht bei mir und ich esse noch zwei im Speisefön aufgebackene Salzbrezeln mit Nusscreme und Erdnussbutter.
Ich bin mal gespannt, was morgen die Waage sagt!
Abends bin ich total kaputt und ich schaue noch ein paar Videos, bevor ich früh zu Bett gehe.