2026-05-21: Packen

Nacht

Mittelgute Nacht, nachdem sich der Schlaf erst einmal eine Weile lang bitten lässt.

Traum von der alten Liebe

Mir träumt, ich bin in einer fremden Stadt zu einem Event. Es sind viele Menschen auf den Beinen. Es wird gefeiert und meine große Jugendliebe C. ist auch da. Im Gegensatz zu früher ist sie freundlich an mich interessiert und mir gefällt das sehr. Freund A. ist auch da und wir unterhalten uns über skurille Bücher und seltsame Kurse. Da fällt C. ein Flyer ein, der wohl sehr gut ins Thema passt. Sie geht los, ihn zu holen, kehrt aber nicht wieder zurück. Später finde ich sie unter einem Tisch, unter den sie wohl gekrabbelt ist, weil dort ihre Sachen liegen. Sie ist spontan eingeschlafen. Nun ist C. aber wieder fit und wir laufen durch die belebte, nächtliche Stadt. C. hat Lust, in den neuen Film von OTTO zu gehen, aber alle Kinovorstellungen sind ausverkauft. Also laufen wir weiter und ich werfe C. immer wieder verliebte Blicke zu.

Morgen

Ich bin schon vor vier Uhr wach, bleibe aber bis kurz vor fünf Uhr liegen, denn ich weiß ja um meine sich schnell leerende innere Batterie.

Zum Frühstück den Rest Wassermelone im Kraftfutter.

Ich bin recht gut bei mir selber, kann mein eigenes Leben einigermaßen spüren.

Heute liegen niedrige Wolken wie ein Deckel auf der Welt. Die S-Bahn fährt an Reihenhäusern mit abweisenden Dächern vorbei. Die Routine löst sich auf. Menschen trage Falten an unpassenden Stellen im Gesicht. Die Sitzbänke sind redselig. Das Gras auf der Lichtung vermisst das Reh. Die Blätter an den Büschen und Bäumen können sich nicht entscheiden, ob sie nass oder trocken sein wollen.

Energie

Die Besprechungen schnurren dankenswerterweise heute auf nur eine einzige zusammen. Die kostet mich aber geschätzt 30% meiner Tagesenergie. Immerhin bin ich danach nicht vollkommen zerstört.

Mittagspause

Mittagsspaziergang zum Schwanenspiegel, Sitzen im Rosengarten. Die Sonne wärmt die Vogelrücken. Es trillert und tratscht wie in einer Voliere. Für einen kleinen Moment ist alles gut.

Feierabend

Spontane Frühverfeierabendung um 15 Uhr. Alle Menschen sollten um 15 Uhr Feierabend haben! Immer! Einfach so! Wäre ich König, so würde ich für jeden Menschen im Reich “Feierabend um drei!“ per Ukas verfügen. Nur ich selber würde bis zum Abend mit Gänsekiesel bei Kernzenschein über Akten und Urkunden brüten und wenn das Lachen der Kinder von der Straße in mein Arbeitszimmer im Palast hereindringen würde, würde ich leise und sehnsuchtsvoll seufzen. Die Menschen würden mich achten, ehren und loben – aber auch ein wenig bedauern.

Packen

Abends packe ich meine Tasche für die Reise morgen.

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