2026-06-18: Backofenfahrt

Nacht

Ganz ordentliche Nacht. Träume nicht erinnerlich.

Morgen

Wach seit ungefähr vier Uhr, gemütliches Liegenbleiben bis halb fünf Uhr. Bin sehr bei mir selber.

Zum Frühstück Kraftfutter mit Himbeeren und Weintrauben. Ich bemerke, dass meine Zunge es wieder süßer will, aber ich verzichte auf Süßung.

Als ich losgehe schließe ich die Luken der Bärenhöhle (eine Höhle mit Luken? Welch ein seltsames Bild!), denn noch hat sich die Wohnung nicht so sehr aufgeheizt.

Fast will ich mich ärgern, dass ich erst relativ spät unterwegs bin (was überhaupt nicht stimmt), aber den RE um 5:16 Uhr hätte ich eh nicht nehmen können, da er 20 Minuten Verspätung hat. Ich lege einen kurzen Sprint hin, um ihn zu erwischen. Wieder einmal ein Stoßgebet voller Dankbarkeit dafür, dass ich abgenommen habe.

Kreativität

Eine meiner Prioritäten ist ja die Kreativität. Früher habe ich fast jeden Tag eine kleine Geschichte geschrieben. Viele davon waren nur sehr kurz und die meisten eher schlecht. Trotzdem waren da viele Ideen im Kopf. Ob ich jemals wieder an diesen Punkt komme, weiß ich nicht. Mein Schreiben hat sich in den letzten 20 Jahren ja auch verändert und außerdem befülle ich jeden Tag dieses Blog hier und lasse viel von meiner Kreativität hier raus.

Ich formuliere es mal als Wunsch: Gerne würde ich wieder mehr Geschichten schreiben!

Mittag, Hitze

Obwohl alle Warn-Apps in meiner Hosentasche rappeln, gehe ich in der Mittagspause raus. Erneut ein Stoßgebet, dass ich abgenommen habe. Mit +80 kg würde ich bei so einem Wetter nur noch liegen können. Das Draußen ist heiß, aber die Bezeichnung „Backofen“ würde es noch von sich weisen. Man muss ja noch Raum für Steigerungen lassen.

Ich esse eine spontane Banane, der Vitamine und des Reimes wegen.

In den nächsten Tagen werde ich ohne Brille auf die Waage steigen, weil durch die Wärme das Gewicht sowieso Kapriolen schlagen wird. Streng genommen müsste ich mich jetzt überhaupt nicht wiegen, aber ich möchte doch lieber eine unbestechliche Instanz im Rücken haben, welche mein Essverhalten wenigstens indirekt im Auge hat.

Heimfahrt

Im Büro lässt es sich noch aushalten. Der RE19 in Richtung Emmerich hat dann aber eine defekte Klimaanlage. Menschen steigen ein und sofort wieder aus. Ich bin tapfer und bleibe sitzen. Nun sind Backofenwitze durchaus angebracht. Als wir losfahren und das Gebläse eingeschaltet wird, wird aus Ober- und Unterhitze ganz schnell Umluft. Immerhin macht die Luftbewegung es ein wenig weniger unerträglich hier drin. Ich bin froh, dass ich noch Reservewasser eingepackt habe und ich trinke gegen den Flüssigkeitsverlust an.

Abend

Hungrig eingekauft. Der Körper schreit nach Salz. Unkluge Konsumentscheidungen. Ich esse sogar eine kleine Tüte Chips und eine kleine Tüte Flips. Immerhin bestätigt sich mein Eindruck vom Mittwoch (da war ich ja bei Sawadi essen): Alles eigentlich ungeil. Das nächste Mal lieber etwas “Richtiges“ essen anstatt diesen Junk.

The Witcher

Ich schaue eine Episode der vierten Staffel von The Witcher (bin halt im Thema). Der eine Hemsworth-Bruder macht seinen Job gar nicht mal schlecht, wobei man für den Geralt der Serie nur gut aussehen und ernst gucken können muss.

Müde

Nach nicht einmal einer ganzen Episode erinnert mich mein Smartphone, dass ich jetzt mal langsam die Monitore ausschalten sollte. Ich setze mich in den Schwingsessel und lese im Chasarischen Wörterbuch. Zwar bin ich weiterhin von der blumigen Sprache und der wahrlich mittelalterlich-überbordenden Phantasie des Textes fasziniert, werde aber auch sehr schnell sehr müde.

Sehr zeitig (20:30 Uhr?) zu Bett.

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