2026-06-10: Bergkamen-Traum, Frieden beim Schreiben

Nacht

Mittelgute Nacht. Ohrenstöpsel bis ca. 0 Uhr.

Träume: Wanderung in der Nacht, Seefahrt, ausgebautes Dachgeschoss

Mir träumt, ich wandere mit meinem Bruder zusammen von Menden nach Bergkamen. Dort besuchen wir eine Feier von Freundchen. Mein Bruder verlässt die Feier früher als ich und als ich selbst wieder in Richtung Menden aufbreche, ist es schon dunkel. Der Weg ist sehr weit und ich habe ein bisschen Sorge, ob ich die gewaltige Strecke schaffe. Irgendwie klappt aber alles und ich verlaufe mich auch nicht. Die meisten Wege sind vom Mondschein gut beleuchtet und führen abseits der großen Autostraßen. Nur einmal habe ich Angst, dass ich meine Jacke verloren haben könnte, aber dann hat sie mein Bruder wohl gefunden und am Zweig eines Baumes aufgehängt. Dass meine Jacke dazu in der Zeit gereist sein muss, fällt mir im Traum nicht ein.

Bevor ich dann im Elternhaus ankomme, melde ich mich noch zur Handelsmarine. Ich bin aufgeregt, weil ich auf große Fahrt gehe. Im Schiff bekomme ich meine Kajüte und räume Nahrungsmittel in der großen Wohnküche ein. Ich bin ein wenig schüchtern, frage aber die anderen Seeleute dann doch, ob wir auf unserer Fahrt wohl auch zwischendurch andere Häfen anlaufen, um dort neues Essen zu kaufen. Sie beruhigen mich. Es wird von Antwerpen nach Amsterdam gehen.

Irgendwann bin ich dann wieder zu Hause und dort hat mein Vater das Dachgeschoss, wo sich die Jugendzimmer von mir und meinem Bruder befinden, komplett ausgebaut. Eine sehr breite Steintreppe führt jetzt aus dem Treppenhaus nach oben. Der Raum unter dem Dach ist riesengroß geworden und es gibt nun auch mehr als einen Aufgang. Ich bin beeindruckt, wie schnell und wie großartig unser Vater gearbeitet hat, wenn es auch noch ein paar Ecken gibt, die noch nicht ganz fertig sind. Wir haben jetzt auch eine tolle Bar unter dem Dach und ich bin ein bisschen traurig, dass ich ja nicht mehr gemütlich an der Theke versacken kann.

Morgen

Ich stehe mit dem Weckerklingeln um fünf Uhr auf. Wie immer bin ich müde und kaputt, aber immerhin guter Dinge. Zügig ziehe ich mich an und mache mich auf den Weg zum Morgenspaziergang.

Der frühe Stadtwald tut mir gut. Der Rückweg führt mich durch die Stadt und der Gemüse- und Obstladen oben an der Oststraße hat schon früh geöffnet. Das nutze ich aus und kaufe Äpfel und Birnen. Der Verkäufer ist so nett, dass ich noch eine halbe Honigmelone dazu nehmen. Er schenkt mir außerdem eine Banane und ich bin plötzlich mit Früchten beladen.

Ins Kraftfutter kommt heute also nicht nur der gesamte Schwung Erdbeeren, der nämlich wirklich dringend mal weg muss, sondern auch die Banane, denn die soll ich wegen ihrer Gelbheit laut Verkäufer heute noch essen (ich tue ja meist, was man mir sagt).

Das Kraftfutter mische ich heute wegen der Obstfülle in einer Salatschüssel an. Da ich ja zur Zeit wirklich wenig esse, macht mir die besonders große Portion Freude.

Schreiben, Lesen

Nach der Arbeit geht es wie fast jeden Mittwoch in die Stadtbibliothek. Seitdem ich wieder mehr versuche, beim Schreiben meine eigene Stimme zu hören, klappt es auch mit dem Überarbeiten besser. Ich bekomme auch wieder mehr Lust, neue Texte zu schreiben. Die Szene für heute geht mir gut von der Hand, auch wenn ich nach der Arbeit wieder ganz schön kaputt bin. Besser, ich rechne mal nicht aus, wie lange ich bei diesem Tempo noch für den Roman brauche!

Allerdings hat sich meine Lektorin noch immer nicht gerührt. Ich hatte sie ja um ein Gespräch gegebeten, um einige Dinge zu klären, die mich irritiert haben. Falls ich ohne die Lektorin (es handelt sich ja um ein freies Lektorat) weitermachen sollte, werde ich sicher schneller fertig werden.

Möglicherweise ist das ja der Weg. Tatsächlich überlege ich, ob ich überhaupt irgendwann nachhaken oder ob ich die Sache einfach auf sich beruhen lassen sollte.

Falls ich den Roman jedoch ganz alleine vollenden sollte, brauche auf jeden Fall noch ein Korrektorat.

Nach dem Schreiben trinke ich einen Kaffee bei der engelsgleichen Barista im Stadtfenster. Dazu Lese ich im Chasarischen Wörterbuch.

Das Leben ist schön.

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