Nacht
Schlechte, unruhige Nacht. Eine Fliege nervt. Irgendwann nehme ich eine Ibuprofen gegen Kopfschmerzen. Ich vermute, es liegt am Wetter.
Traum von der Hochzeit
Mir träumt, mein Ex-Schwippschwager CM heiratet eine junge Tschechin und ich bin zur Hochzeit eingeladen. Ich soll allen Champagner eingießen und mache fast alles verkehrt: Erst gieße ich zu viel ein, denn so besteht die Gefahr, dass am Schluss, wenn man ich dem Bräutigam den Champagner eingieße, nichts mehr in der Flasche ist. So aber geht der tschechische Hochzeitsbrauch. Später bücke ich mich und man sieht meine Unterhose. Darüber wird dann gelacht und ich schäme mich.
Morgen
Ich bin sehr müde und bleibe lange liegen. Zum Glück ist heute nur ein halber Tag angesetzt und der ist auch noch im Homeoffice. Nach einer Dusche und einem (ziemlich) starken Kaffee bin ich einigermaßen arbeits- und gesellschaftsfähig.
Es gibt im Dreieck der Absprachen über bestimmte Eintragungen im Active Directory wieder Abstimmungsbedarf und ich habe nicht einmal genug Energie, um mich darüber zu ärgern.
Am Vormittag esse ich eine Schale Kraftfutter und das soll meine einzige Mahlzeit heute bleiben.
Schreiben
In der Stadtbibliothek überarbeite ich eine Szene derart stark, dass ich sie eigentlich fast ganz neu schreibe. Habe das Gefühl, meine eigene Schreib-Stimme wieder zu finden.
Baristagedanken
Dieses Wochenende ist in Duisburg Matjesfest. Leider bin ich kein Matjes.
Ich sitze beim Barista und schaue einem jungen Mann beim performativen Lesen. Er sitzt in der Außengastronomie und hat ein aufgeschlagenes Buch auf seinem Schoß liegen. Immer wieder guckt er, ob jemand guckt. Dann trommeln seine Finger ungeduldig auf die Buchseiten. Er schaut kurz ins Buch, dann wandert sein Blick auf sein Handy, um direkt danach wieder auf die Reise zu gehen.
Trommel, Trommel.
Abend
Als ich nach der Gruppe einen Spaziergang mache, zieht sich der Himmel zu. Die Schrittzähler-App freut sich wegen des Workouts, dass ich jetzt mache. Immerhin reicht die Zeit vor dem Regen noch dazu, an der Packstation eine Ladung Kaffee abzuholen. Ich könnte jetzt die nächsten vier Wochen durchmachen. Allerdings wäre ich danach sicher komplett wahnsinnig.
Aus dem Briefkasten hole ich eine Postkarte aus Bonn, über die ich mich sehr freue.
Am Schreibtisch muss ich noch einen Satz in die heute überarbeitete Szene einfügen. Der ist mir in der Gruppe eingefallen und ich habe ihn in mein Notizbuch geschrieben.
Später verdaddele ich am Mac eine ganze Menge Zeit.
Spät zu Bett.