Kieselblog

Mein Tagebuch

2026-10-21: Mittwoch

Ein Tag im Schatten von php

Nacht

Mittelordentliche Nacht ohne größere Unterbrechungen, obwohl ich die Ohrenstöpsel vergessen habe. Wie grandios der Schlaf mit Ohrenstöpsel gewesen wäre, werden wir wohl nie erfahren.

Traum vom Kameradenbesuch

Mir träumt, ich fahre den ehemaligen Bundeswehrkameraden JH besuchen. Er wohnt in einem kleinen Städtchen oder in Köln oder in meinem Elternhaus. Ich reise kompliziert mit der Bahn an und habe erst Schwierigkeiten, sein kleines Haus zu finden. Endlich stehe ich doch davor und werde herzlich von ihm und seiner lieben Frau begrüßt. Wir trinken Bier. In meinem Hinterkopf zuckt etwas, denn ich habe wohl vergessen, dass ich Abstinent lebe. Ich trinke so hastig, dass ich mich fast verschlucke. Wir unternehmen etwas zusammen und ich übernacht auf dem Sofa.

Am nächsten Morgen möchte ich schon mal leise zusammenpacken, da ist JH schon wach. Irgendwie zieht sich alles ein wenig hin und ich finde nicht recht den Absprung für die Heimfahrt. Wir gehen zusammen in den Garten und JHs Frau zeigt mir ihren Haselnussbaum (irgendeine besondere Sorte), der gerade wie verrückt ausschlägt. Das ist bei Bäumen meist ein schlechtes Zeichen. Später werden Matratzen getragen und ich beginne zu befürchten, meinen Gastgebern lästig zu fallen. Nun steht das Haus von JH und seiner Frau neben meinem alten Elternhaus. Meine Eltern sind längt ausgezogen und es wohnen andere Leute dort.

Morgen

Der Wecker weckt um halb fünf Uhr, ich bin aber noch immer nicht richtig erholt. Ich schalte den Wecker aus, denn ich beschließe, heute keinen Morgenspaziergang zu machen und stattdessen möglichst entspannt und langsam in den Tag zu starten. An Bürotagen stehe ich morgens ja meist schon innerlich sehr unter Strom (“Ich muss unter Menschen! Ich muss mit dem Zug fahren!”), was an Homeofficetagen fehlt. Auch denke ich kurz an die Reise am Wochenende und vor die Vorfreude auf das Wiedersehen mit dem Thronfolger schiebt sich die Sorge, dass ich mich am Wochenende nicht werde erholen können. Das zahlt auf den Entschluss ein (sagt man das so?), es heute ruhig angehen zu lassen. Manchmal muss ich mich einfach mal ausruhen.

Also schlafe ich bis sechs Uhr weiter und kann dann einigermaßen (!) erholt aufstehen. Nach dem Frühstück ruhe ich gemütlich weiter im Schwingsessel bis kurz vor Arbeitsbeginn. Im hellen Schein der Tageslichtlampe und mit einem starken Kaffee geht es dann los.

Um das tägliche Schrittziel kümmere ich mich später.

Gewicht

Das Gewicht geht weiter langsam runter. Jeden Morgen, bevor ich auf die Waage steige, sage ich mir: “Du kannst es erzwingen, sondern nur die Bedingungen schaffen. Dein Körper macht dann den Rest alleine.”

Die Reduktion (nicht: Kompletter Verzicht o.ä.) von Kohlenydraten hilft mal wieder. Auch der relativ konsequente Verzicht auf Zucker trägt Früchte, denn ich habe weniger Heißhungerattacken und mir ist auch nicht mehr ganz so kalt. Das Gehirn passt sich an.

Arbeitstag

Ich bemerke, dass ich ausgeschlafener als in den letzten Tagen bin, denn ich werde so albern, dass ich darauf achten muss, es nicht zu übertreiben.

php2shell

In der Mittagspause mache ich die zwei restlichen Hähnchenschenkel. Das kurze Überbraten bei voller Pulle ist eine Spur zu lang, denn ich werde abgelenkt. Die Schenkel sind noch gut, aber etwas zu kross. Ich bin aber auf der richtigen Spur.

Bei meinem Mittagsspaziergang bekomme ich die Warnung, dass eine Sicherheitslücke namens php2shell gerade die Runde macht. Vorsichtshalber stoppe ich alle meine Dienste auf dem Server mit dem Zauberhandy, daheim fahre ich einfach den Server runter.

Später fahre ich den Server wieder hoch. Die Nextcloud-App ist die erste, die ich wieder starten kann. Dann folgt LAMP (wo dieses Blog läuft). Es fehlen am Abend FreshRSS und shaarli, aber die sind erst mal nicht so wichtig.

Da mein Server relativ sicher ist, kann ich das ganze Theater von der Seitenlinie aus beobachten. Es ist spannend, ein bisschen aufregend, aber ich gehöre ja auch nicht zu den Leuten, welche die kommende Nacht durcharbeiten müssen.

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