2026-10-13: Dienstag
3 Kästen Sprudel: Leben am Limit
Nacht
Sehr gute, ruhige Nacht. Allerdings sind die Träume sehr bedrängend.
Traum von madigen Bett
Mir träumt ich bin bei meinen Eltern zu Besuch und habe mir ein Zimmer im Hotel im ersten Obergeschoss genommen. Da aber im Esszimmer in der elterlichen Wohnung noch Platz ist, tragen wir das Bett dort hin. Eines Tages finde ich dann ein Silberfisch in meinem Bett und finde das eklig. Es werden immer mehr und es sind auch ganz viele Maden dabei, die an die Maden von Kartoffelkäfern erinnern. Sie purzeln und wimmeln. Sofort springe ich auf und will runter zur Rezeption und den Befall melden. Im Flur treffe ich auf meine Mutter. Ich erzähle aufgeregt, was geschehen ist und will ihr die Maden zeigen. Da haben aber schon die Papageien, die auch im Esszimmer wohnen, die meisten der Maden aufgepickt. Ich freue mich sehr.
Später fahre ich wieder nach Duisburg. Ich beginne, mal wieder “Kingdom Come: Deliverance 2” zu spielen und begleite darin, einen Burschen, der eine Pike irgendwo hinbringen muss. In einem Dorf lasse ich den Burschen versehentlich durch ein paar Tastenkombinationen um sich schlagen. Eine der Wachen greift ihn an. Ich stelle mich dazwischen, denn ich will ja nicht dass der NPC getötet wird. Erst jetzt bemerke ich, dass es eine Funktion im Spiel gibt, die “Dazwischengehen” heißt. Ich tue das. Der Bursche kniet vor dem Wächter nieder und bittet um Verzeihung. Ich bekomme eine Waffe mit einem Namen, welche der Bursche im Inventar hatte.
Nun will ich eine E-Mail schreiben, aber das E-Mail-Programm ist weg. Als ich den Mac neu starten will, öffnen sich alle möglichen Spiele auf dem Rechner. Ich ärgere mich sehr. Dann fällt mir ein, dass ich noch mit Freund MK zum Spaziergang verabredet bin. Allerdings regnet es stark, also möchte ich ihm eine Signalnachricht diktieren und den Spaziergang abgsagen. Doch die Spracherkennung macht aus:
“Das Wetter sieht ja nicht nach einem Spaziergang aus. Oder was meinst Du?”
“Wie findest Du die Bananen? Sind sie lecker?”
Zurück am Rechner will ich die Signal-Nachricht tippen, doch dort läuft eine Dokumentation über ein Gebiet in Polen, welches sich nahe an der Grenze zu Deutschland befindet. Man macht hier gerne Urlaub, weil die Natur so schön ist. Es gibt auch die Tradition der “Polonaria” - das sind fahrende Händler, die mit einem Esel über die Dörfer ziehen und neben Waren auch Geschichten feilbieten. Einer der letzten Polonaria ist ein alter Mann. Er macht den Job natürlich nur noch für die Touristen.
Dann wird ein Bär mit sehr langen Haaren gezeigt, der in einem Teich badet. Er sieht aus wie ein haariger Wal.
Morgen
Trotz der guten Nacht bin ich wieder sehr, sehr müde. Ich knicke den Morgenspaziergang (ganz ohne Regen) und schlafe bis kurz vor acht Uhr weiter. Jetzt träume ich davon, dass ich mit der besten Ex-Frau von allen spazieren gehe und wir auf eine Kreuzotter treffe. Ich versuche, sie mit dem Fuß von mir fern zu halten, aber das Tier kommt immer näher. Ich habe große Angst.
Zum Glück wache ich auf, bevor die Schlange mich beißen kann.
Für die Arbeit im Homeoffice koche ich eine Kanne besonders starken Kaffee.
Arbeitstag
Der starke Kaffee hilft dann doch. Ich kann mich einigermaßen in die Arbeit hineingrummeln. Das Draußen ist trüb und grau. Die Tageslichtlampe, die mich erst geblendet hat, gibt auch bessere Stimmung ab.
Mittagspause
Von einer doofen Testerei genervt, backe ich zwei gerettete Brötchen auf und mache mir Chickenburger mit Kimchi und Käse. Schmecken erstaunlich gut, die Burger!
Dann einen Einkauf im Bio-Supermarkt. Ich zahle mal wieder mit der Karte und nicht "mit dem Handy". Wenn ich Apple verlassen haben werde, dann funktioniert das "Wallet" ja auch nicht mehr.
Spaziergang im Niesel.
Umstieg auf Linux
Jetzt müssen die Lesefröschlein sehr stark sein, denn neben meinen ständigen Gejammer über meine Gesundheit, mein Gewicht und meine Befindlichkeiten müssen sie jetzt auch noch andauern davon lesen, wie ich versuche, mich von Apple ganz und gar zu lösen. Aber da müssen die Lesefröschlein tapfer sein und wenn es ihnen zuviel wird, können sie ja ein eigenes Blog aufmachen, in dem sie darüber jammern, dass der Flusskiesel immer so viel jammert.
Auf jeden Fall habe ich heute mal in meiner Nextcloud die Kalender-App installiert und diesen mit dem iPhone verbunden. Schön dabei ist, dass auch die Nextcloud-App “Taks” sich nun mit der iOS-App “Erinnerungen” synchronisiert. Nach und nach schaufele ich die Aufgaben aus Things 3 in Tasks um. Dabei lösche ich auch die eine oder andere Karteileiche. hüstel
Dieses “Down to Earth” (gibt es dafür einen guten deutschen Begriff?) macht mir Freude.
Momentan bin ich noch damit beschäftigt, Dienste wie eben Kalender, Notizen usw. von iCloud auf eigene Server umzuziehen. Parallel werde ich in den nächsten Tagen mal nach einem Linux-Rechner Ausschau halten, wobei mir Lars freundlicherweise mit Ratschlägen zur Seite steht.
Waldspaziergang, Romanarbeit
Nach Feierabend lese ich noch einen Manga-Band zu Ende. Es heißt dort Abschied zu nehmen von einem treuen Piratenschiff und da muss sich woh ein Ninja geschlichen und heimlich Zwiebeln geschnitten haben, denn ich bekomme feuchte Augen.
Nach einem tollen Ausflug in den Getränkemarkt, wo ich ganze drei Kisten Sprudel kaufe (ich es, zu leben!) drehe ich eine Runde durch mein Viertel und den Stadtwald – allerdings ohne die Sprudelkästen. Gegen Ende meines Weges muss ich das alte Nokia-Outdoor-Handy einschalten und als Taschenlampe benutzen.
In der Universitätsbibliothek gehe ich durch das nur aus zwei Szenen bestehende Kapitel 10 des Romans. Die Änderungen halten sich in Grenzen. Dann ist es aber auch schon 20 Uhr und ich muss langsam nach Hause. Für einen Moment genieße ich aber vollkommen unironisch die ruhige, gelehrige Atmosphäre hier. Es sind auch an einem solchen Abend viele Tische von jungen Menschen belegt.
Draußen versinkt die Welt in das Dunkel der Nacht. Der Nieselregen lässt den Schein der Leuchten glitzern.