Kieselblog

Mein Tagebuch

2026-10-14: Mittwoch

Kompliziert

Nacht

Ganz ordentliche Nacht. Träume nicht erinnerlich.

Morgen

Mittelmüder, mittelaktiver Morgen. Ich denke, ich mache gerade wieder eine dieser Müdigkeitsphasen durch, wobei diese diesmal nicht so schlimm ist. Ich stehe halbwegs pünktlich gegen halb fünf Uhr auf, frühstücke Kraftfutter mit Weintrauben und Banane. Dann drehe ich eine lange Runde über den Innenhafen und die Fußgängerzone. Dabei stoppe ich mal die Zeit, denn vielleicht kommt irgendwann einmal der Tag, an dem es mit dem Zählen der Schritte durch das Zauberhandy vorbei sein wird. Dann würde ich gerne selber abschätzen können, ob ich mich genug bewege und vielleicht wäre da ja eine ungefähre Dauer des Meterns ja ausreichend. Für ca. 10.000 Schritte brauche ich 1,5 Stunden.

Arbeit

Daheim ruhe ich noch im Schwingsessel und schlafe direkt ein. Vielleicht sollte ich beim nächsten Mal einfach vorher schon Kaffee gekocht und getrunken haben. Koffein ist meine letzte Droge. Sie hält mich am Laufen.

Ich springe bei einer Recherche ein, die ein wenig frustrierend ist, weil ich so wenig finde. Das finde ich doof, weil ich das Thema nicht nur interessant, sondern auch wichtig ist (ich darf nicht sagen, worum es geht).

Mittags zum Doc

Meine Mittagspause verbringe ich bei Frau Doktor wegen meiner Erschöpfungszustände. Sie kann meiner (sehr defensiv vorgebrachten) Vermutung, dass Zuckerkonsum eine oder die Ursache sein könnte, durchaus etwas abgewinnen. Aber jetzt kommt erst einmal die Diagnostik und Termine für Blutabnahme, Ultraschall und den ganzen Kram.

Dazu passt, dass heute die Piekschips für die Blutzuckermessung ankommen sollen. Ich bin gespannt.

Nach dem Termin esse ich zu mittag bei Sawadi. Es schmeckt mir wieder sehr gut und ich fühle mich wie jemand, der sich was gönnt. Dabei scheint die Sonne und es sieht ganz so aus wie ein schöner Herbsttag.

Auf dem Weg zurück ins Heimbüro sehe ich einen Mann, der nicht viel älter ist als ich, sich mit einem Rollator abmühen. Ich denke daran, wie schnell es doch gehen kann, dass man nicht mehr richtig gehen kann und versuche, die gute Stimmung gerade besonders wertzuschätzen.

Netzfunde als Feed?

Die Netzfunde sammele ich jetzt mit shaarli. Das wirft auch einen RSS-Feed aus. Ich denke darüber nach, ob ich die Sammelpostings nicht einfach mit dem Feed ersetze. Oder ich poste hier einfach einen Link auf die jeweils aktuelle Auswahl Einträgen inkl. Kommentaren von mir (Beispiel mit Quatschseiten).

Falls Linkfröschlein dazu eine Meinung haben, sind sie herzlich eingeladen, diese in den Kommentaren kund zu tun.

Linux, Kompliziertes Denken

Sonst spiele ich immer sehr mit den Apps herum und versuche herauszufinden, welche Appe die "beste" für mich ist. Mitunter bin ich regelrecht darin verliebt, wie schön in einer gelungenen App Elemente dargestellt werden usw.

Jetzt aber muss es für den Umstieg erst einmal reichen, wenn die Apps und Dienste hinreichend funktionieren und sich nicht wie ein Kaktus als Kopfkissen anfühlen. Das befreit mich ungemein und ich erkenne, dass ich mitunter aus Spielerei zu sehr komplexen Arbeitsabläufen neige.

Zum Beispiel habe ich immer die einzelnen Schnipsel für die Blogeinträge (meist das, was eine Überschrift hat) auf verschiedenen Wegen zu Ulysses gesandt, dort in Tagesordnern gesammelt, sortiert und zu den Blogeinträgen vereint. Jetzt schreibe ich direkt in eine Markdown-Datei in der Nextcloud. Auf dem iPhone habe ich den Markdown-Editor 1Writer installiert, der sich mit der Nextcloud synchronisiert. Importiere ich einen Text vom Zerowriter Ink mittels QR-Code auf das iPhone, füge ich ihn direkt in den passenden Blogeintrag (also in die Markdown-Datei) ein und fertig ist die Laube. Idealerweise habe ich am Ende eines Tages einen fertigen Blogeintrag in der Nextcloud und muss ihn nur noch schnell rüber kopieren.

Manchmal muss ich einfach mal etwas zurücksetzen, um wild gewucherte Strukturen loszuwerden.

Videoschalte

Abends Videoschalte mit Lars. Er zeigt mir die Oberfläche und Einrichtung “seiner“ Distribution und noch vieles mehr. Die leichte Angst, die ich bisher vor dem Umstieg gespürt habe, weicht nun vollkommen der Vorfreude.

Nun muss ich mir nur noch den neuen PC konfigurieren, einen Händler finden und ihn bestellen.

“Nur noch“ - hüstel.

Gegen 21:30 zu Bett.

tagebuch

⬅ Vorheriger Beitrag
2026-10-13: Dienstag