Kieselblog

Mein Tagebuch

2026-09-18: Freitag

Morgens im Sauerland, abends im Edel

Nacht

Gute, ruhige Nacht. Hier in der alten Heimat komme ich ja ohne Ohrenstöpsel aus.

Traum vom Endspiel

Mir träumt, dass meine Eltern im Urlaub sind und mein alter Freund DS mich besucht. Wir schauen zusammen ein Fußball-Endspiel (Deutschland gegen Schweden?). Die Schweden führen. Einmal muss der deutsche Torwart den Ball von einem weit entfernten Feld holen. Er schießt ihn mit einem gewaltigen Tritt wieder zurück ins Spiel. Wir haben Sorge, dass er es nicht wieder rechtzeitig ins Tor schafft, denn die Schweden sind im Ballbesitz! Der deutsche Torwart ist noch jung und unerfahren. Er sieht den Ball nicht kommen, der aber wie durch ein Wunder kurz vor der Linie liegen bleibt.

Dann schwenken die Kameras ins Publikum und wir bekommen den Rest der Spielzeit nicht mit. Nach dem Abfiff verlassen die deutschen Spieler traurig das Feld. In die bereitwilligen Mikrophone der Reporter sagen sie traurige Sachen wie: "Der Regen zieht über die Wälder Schwedens."

Dann kommen Nachrichten. Es wird über den Einsatz der deutschen Marine berichtet. Ich schaue derweil aus dem Fenster und sehe unten auf der Straße einen Kleinbus, der auf einem Anhänger ein Boot hinter sich herz zieht. Hinter einem anderen Kleinbus hängt eine Gulaschkanone, ein Transportanhänger und noch ein kleineres Boot. Alte Menschen werden zu den Bussen geführt. Man hilft ihnen dabei, einzusteigen. Durch die geöffneten Türe sieht man aufgestapelte Getränkekisten - hauptsächlich Bier. "Das ist bestimmt eine geführte Tour!" rufe ich aus. Dann bekomme auch ich Bierdurst und ich gehe runter in den Keller. Dort liegt in einem Kühlschrank Bier mit und ohne Alkohol. Leider hat jemand die Tür ausgebaut und da der Kühlschrank nun ohne Pause läuft, sind viele Flaschen festgefroren. Das ärgert mich, zumal meine Eltern schon am nächsten Tag wieder nach Hause kommen wollen und ich noch putzen muss.

Morgen

Ich stehe gegen halb acht Uhr auf, bin gut ausgeruht. Ein wenig Bloggen und aus dem Fenster über die kahlen Felder der Heimat schauen.

Sohnspaziergang

Mit dem Thronfolger mache ich einen schönen, ausgiebigen Spaziergang durch Fröndenberg. Es gibt viel über Politik und die darin verstrickten Menschen zu diskutieren. Dazwischen streuen wir Erinnerungen ein.

Der Thronfolger bringt mich zum Bahnhof.

Kleidung

In der Reisegruppe chatten wir über empfohlene Kleidung für die Große Fahrt und was der Ire heutzutage so trägt. Die Zeit der Kleider aus Kartoffelschalen sind wohl Geschichte. Man trägt wohl ferne Zottel-Sweatshirts, wie man mir berichtet. Im Gegensatz zum Iren geht der Brite ja meist nackt vor das Haus, besonders bei Minusgraden. Das ist seine Art, um sein verlorenes Weltreich zu trauern.

Edel

Daheim schmeiße ich eine Maschine Buntwäsche an und packe meine Tasche. Der Dufflebag ist leider zu groß für das Flugzeug, daher nehme ich eine kleine Reisetasche mit einem langen Schultergurt. Irgendwie ist es ganz gut so, denn auf diese Weise muss ich mich bei der Gepäckmenge ein wenig beschränken.

Dann ruhe ich eine halbe Stunde im Schwingsessel. Ich bin doch ganz schön müde.

Aus der halben wird eine ganze Stunde und immerhin bin ich danach einigermaßen erfrischt.

Nun treffe ich mich mit der T., die ja jetzt in Duisburg arbeitet. Wir setzen uns ins Café Edel, welches sich in ziemlicher Nähe zur Bärenhöhle befindet, ich aber noch nie besucht habe. Hier ist alles auf eine entspannte Art und Weise alternativ. Ich denke, hier kann ich öfter auf einen Kaffee vorbeischauen.

Angeregte Gespräche mit der T. Als sie einmal für ein Telefonat nach draußen muss, lese ich das Blut der Herzlosen weiter. Das Buch ist wirklich abgefahren. Teilweise erinnert es mit seiner Fabulierlust an Fantasy aus den 70er oder 80er Jahren, dann aber ist es so ... anders. Vermutlich deswegen, weil der Autor aus einem anderen Kulturkreis kommt.

tagebuch

⬅ Vorheriger Beitrag
2026-09-17: Donnerstag

Nächster Beitrag ➡
2026-09-19: Samstag