2026-11-03: Dienstag
Wieder fit
Nacht
Mittelmittelige Nacht. Ich bin immer wieder wach, was dem sehr frühen Zubettgehen geschuldet ist.
Dennoch habe ich den Eindruck, dass ich mich erhole.
Western-Traum
Mir träumt, ich würde einen früheren, fast unbekannten Teil von "Red Dead Redemption" spielen. Man spiel hier die Spielfigur aus der Ego-Perspektive heraus. Noch ganz am Anfang laufe ich in den Wald. Hier gibt es viele Tiere, aber auch Dinosaurier. Ein Raubsaurier, ungefähr so groß wie die Spielfigur, greift mich an. Die Schüsse meines einfachen Revolvers scheinen dem Angreifer nichts auszumachen. Trotz all meiner Angst lasse ich den Dino näher herankommen. Als er sein Maul aufreißt, um mich zu verschlingen, schieße ich die Trommel meines Revolvers dort hinein leer. Der Dino verdreht die Augen und stirbt. Ich verlasse den Wald wieder, gerade noch mit dem Leben davonkommend. Wenn ich das nächste Mal in den Wald gehe, muss ich ein Gewehr mitnehmen!
Ich möchte zurück in die Stadt, doch ich fürchte, dass Räuber auf mich lauern könnten. Also schleiche ich über einen Höhenrücken oberhalb der Straße und tatsächlich: Hier lauert eine Bande böser Buben! Sie haben Pferde und Hunde dabei. Eine Gruppe Reisender kommt die Straße entlang und wird von den Räubern gestellt, von den Hunden umzingelt. Es werden Worte gewechselt, dann wird geschossen. Ich laufe, so schnell es mein Ausdauerbalken erlaubt, über die Straße. Zum Glück werde ich von den Hunden ignoriert. Nebenan reitet ein Zwerk in Fransenlederjacke in eine Gruppe Bisons und versucht, so viele wie möglich von ihnen abzuschießen.
In der Stadt gehe ich durch einen Nebengang in mein Zimmer unter dem Dach und bin wieder ich. Der Urlaub geht heute zu Ende und ich muss nach Hause fahren.
Dann aber kommt ein Treck mit Siedlern in der Stadt an. Sie sind alle schmutzig und erschöpft. Der Bürgermeister hält irgendeine Ansprache und dann springen alle Siedler wieder in und auf ihre Panzer (!) und brausen begeistert los.
Morgen
Ich bin schon vor dem Weckerklingeln wach, bleibe aber bis vier Uhr liegen. Zum Frühstück Kraftfutter mit Apfelmark und Weintrauben. Sehr sättigend.
Die Glukosekurve war in der Nacht so um die 80 mg/dl. Der "Zuckerhaushalt" hat sich also wieder beruhigt.
Komischerweise ist der Deckel meiner Kaffeekanne verschwunden. Ich muss ihn nach dem Aufdrehen der Kanne irgendwo hingelegt und sofort vergessen haben. Verwirrt suche ich ihn überall, aber er taucht nicht mehr auf. Fast schon gewaltsam muss ich mich von der Suche fortreißen, denn ich möchte heute zeitig zum Bahnhof.
Arbeitsweg
Der RE19 hat wieder ein paar Minuten Verspätung, also setze ich mich lieber direkt in die bereits wartende S1. Ich verblogge die Nacht bei leicht schwebender Musik auf den Ohren.
Beim morgendlichen Fußmarsch wird mir plötzlich unglaublich warm. Fühle mich wie ein wandelnder Kanonenofen. Erst ziehe ich den Hoodie unter der dicken Jacke aus, später ziehe ich den Hoodie wieder an und trage die Jacke über dem Arm. Fühle mich schuldig an der Klimaerwärmung.
Arbeitstag
Der Tag fängt ruhig an, gerät dann aber ganz schön in Fahrt. Die Vorbereitungen für die nächste, aktualisierte Runde im KI-Fortbildungsspiel laufen auf Hochtouren. Wir sammeln Erfahrungen mit "unserer" generativen Verwaltungs-KI und sind erstaunt darüber, wie erstaunt wir sind. Immerhin werden wir was zu erzählen haben!
Da ich nicht weiter ins Detail gehen kann, sei nur so viel berichtet: Ich denke ja immer, dass gerade im Bereich der "KI" weniger häufig mehr ist. Lieber kleinere Modelle in eigener Regie, lieber eingeschränkte Nutzungsmöglichkeiten - aber das, was das Modell kann, das kann es halt richtig.
Feierabend
Zum Feierabend hin sehr aufgedreht. Es ist unglaublich viel Energie im System, wie häufig, wenn ich den Zucker-Jetlag überwunden habe. Glukosespiegel bei knapp unter 90 mg/dl.
Zügiger Fußmarsch zum Hauptbahnhof. Es ist schön kühl geworden.
Linux: Backup und Mausknöppe
Ich richte das Backup mit der Software "Pika" ein. Das klappt super. Ein bisschen brauche ich, um das externe Laufwerk bei der Anmeldung automatisch zu mounten. Interessant: Ich gehe automatisch davon aus, irgendwelche Befehle in irgendwelche Konfigurationsdateien zu schreiben, aber stattdessen reicht ein Häkchen in einer graphischen Oberfläche.
In Sachen Mäusestall geht es auch weiter. Da mein gekündigtes Abo bei OpenAI noch nicht ganz ausgelaufen ist, frage ich einfach mal ChatGPT um Rat. OpenRazer zu installieren hatte sich nämlich als komplizierter herausgestellt als gedacht. Man muss das Programm nicht nur selber kompilieren (was recht einfach ist), sondern man muss es auch für den Secure Boot signieren - wenn man Secure Boot nicht gleich ganz abschalten will. Da ich mich wohl nicht an die richtige Reihenfolge gehalten habe, klappt das nicht.
Der Laber-Algo fragt also ab, was ich denn möchte und überrascht mich mit der Erkenntnis, dass ich OpenRazer eigentlich nicht benötige. Wenn es mir nur um das Mappen der Zusatztasten ginge, könnte ich auch die Software "Input Remapper" benutzen. Auch hier will ich ehrlich und transparent sein: Ohne das Quassel-Modell wäre ich nicht darauf gekommen!
Die Neuzuweisung klappt nach ein paar Versuchen dann ganz gut. Ich kann mir auch verschiedene Profile für jede Maus anlegen. Z. B. für jedes Computerspiel ein eigenes.