2026-10-27: Dienstag
Ich bin besser als die KI
Nacht
Da das Haus ruhig ist, lasse ich die Ohrenstöpsel weg. Tiefer, aber wieder sehr häufig unterbrochener Schlaf. Vielleicht sollte ich mich doch mal um einen Termin im Schlaflabor bemühen.
Träume bunt und wirr.
Morgen
Die Nacht ist gegen drei Uhr zu Ende. Ich drehe mich noch bis vier Uhr hin und her. Dann stehe ich auf und frühstücke. Nach dem Kraftfutter setze ich mich in den Schwingsessel und schlafe weiter. Das ist ein Fehler, denn eigentlich wäre es besser gewesen, mich wieder ins Bett zu legen.
Immerhin schlafe ich wieder tief ein und träume weiter. Mir träumt u. a., dass ich irgendwo im Urlaub bin und ich dort der Thronfolger besucht. Er wirft mir vor, ich würde die weiblichen Kontakte in seinem Smartphone stalken. Irgendwie kann ich ihn vom Gegenteil überzeugen. Später reist er ab und mir fällt ein, dass ich ausgerechnet heute zum Frühstück mit dem DG und dem MK verabredet bin. Da kann ich jetzt nichts machen. Die beste Ex-Frau von allen ist auch da. Wir stehen am Wasser vor einem bayerischen Fischrestaurant. Die beste Ex-Frau von allen geht rein, weil sie was trinken will. Ich möchte draußen bleiben, doch dann zieht ein Unwetter auf. Schnell laufe ich in das Restaurant. Hier werde ich gleich am Eingang abgefangen und soll mir einen Tisch aussuchen. "Wir hätten da noch einen alten Küchentisch." bietet er mir an. Einen alten Küchentisch finde ich gut und ich nehme an. Dort angekommen, sitzt bereits die beste Ex-Frau von allen mit einer dünnen jungen Frau am Tisch. Ich setze mich dazu und die junge Frau geht weg. Der Ober will meine Bestellung aufnehmen. Hunger habe ich keinen, denn ich habe ja gerade Kraftfutter gefrühstückt. Also frage ich nach alkoholfreiem Bier und sage einfach nach der ersten genannten Sorte zu. Ich soll ein "Jotta" bekommen.
Die beste Ex-Frau von allen druckst ein wenig herum. Irgendwann rückt sie mit der Sprache raus: Ihr erster Freund hat vor, anlässlich des Jahrestages eines Oberstufenausflugs wieder nach Paris zu fahren und sie möchte ihn begleiten. Ich wundere mich über die Unsicherheit der besten Ex-Frau von allen, denn mich muss sie ja nicht fragen. Ich habe ja auch überhaupts gegen die Reise.
Dann klingelt der Handywecker und ich räume die Spülmaschine aus und ein.
Arbeitstag
Es ist eine Menge zu tun, so dass ich nicht zu meiner eigentlich geplanten Aufgabe komme. Immerhin ist eine spannende und auch ein wenig brisante Recherche dabei. Außerdem kann ich bei der Zusammenstellung eines Berichts beraten. Ich hätte nie gedacht, dass ich so etwas zu meinen Fähigkeiten zähle. Allerdings weiß ich, dass ich für die Ideenfindung ein guter Sparringspartner bin. Das kann ich wohl besser als jede "KI". ;-)
Mittag
Zu Mittag werfe ich einen halben Rotkohl, Zwiebeln, Tomaten und Pilze in den Wok. Die Mischung schmeckt ganz gut. Allerdings schlinge ich und später bekomme ich leichtes Bauchkneifen.
Ich bin schon bei der zweiten Portion, als ich bemerke, dass ich schon satt bin (immerhin!). Den (ziemlich ordentlichen) Rest stelle ich in den Kühlschrank für morgen.
Küchendienst
Nach Feierabend geht es nicht zum Lachen, sondern zum Räumen in den Keller. Die iOS-App von Pantry bewährt sich für die Vorratshaltung, ist aber erst mal ungewohnt. Danach putze ich die Küche, was ich schon viel zu lange vor mir hergeschoben habe. Es geht gut voran, dabei höre ich eine Folge NDR Streitkräfte und Strategien.
Ich bin ein wenig stolz über den kleinen Fortschritt und im Ofen reift eine Lage Joghurt heran.
Akzeptanz
Jemand in der Ferne ist sauer und wütend. Ich würde unglaublich gerne irgendwie helfen oder ablenken. Aber das ist nicht möglich und das muss ich dann annehmen.
Linuxfreuden, PC-Frust
Jedes Mal, wenn ich am PC herumprobiere, empfinde ich Freude. Zwar bin ich mit den ganzen Einstellungsmöglichkeiten von Fedora / KDE Plasma ein wenig überfordert, aber ich weiß ja, dass sich das in dem Moment legen wird, wenn ich Routine habe und anfange, das System nach meinen Wünschen (und ich habe Wünsche!) anzupassen.
Wieder frustriert mich ein wenig, dass ich aber dafür gerade kaum Zeit habe. Wird aber gehen. Schritt für Schritt.
In Wirklichkeit habe ich dann wohl doch Zeit, einen neuen Markdown-Editor auszuprobieren. Gerade habe ich mit QOwnNotes meine Freude. Hier kann ich mehrere Ordner verwalten und es gibt einen schönen ablenkungsfreien Modus.
Eine Synchronisationsmöglichkeit mit der Nexctloud gibt es auch, aber ich arbeite lieber in dem lokalen Ordner (der dann vom Nextcloud-Client synchronisiert wird).
Bald muss ich aber mal meine Vorratshaltung auf Stand bringen, weil ich ein Koro-Paket auspacken und neue Kraftfutterzutaten aus dem Keller holen will. Da muss die Lagerhaltung stimmen!