Kieselblog

Mein Tagebuch

2026-10-19: Montag

Gehend lesen, Mods, Zeitfrust

Nacht

Mittelschlechte Nacht. Erst am Morgen wird mir bewusst, dass ich ohne Ohrenstöpsel geschlafen habe. Träume wirr. Der Geist ist sehr beschäftigt. Der Theaterbesuch am Samstag, das Entdecken des neuen Betriebssystems - das alles bringt das Hirn auf Hochtouren und der Geist will das immer weiter treiben, obwohl er eigentlich nicht mehr kann.

Morgen

Es fällt mir schwer, aufzustehen. Aber der Thekendienst heute treibt mich aus dem Bett. Zügiges Frühstück: Kraftfutter mit Apfelmark. Auch mal ganz gut.

RE5 um 6:42 Uhr. In Düsseldorf direkt in die Straßenbahn.

Als ich im Dienstgebäude ankomme, ist die wieder mehr Energie da. Komme langsam dann doch in den Tag. Wieder muss ich mir selber sagen, dass eine Stimmung nicht automatisch die ganze Zeit anhält, sondern sich ändern kann.

Gehend lesend

Nach Feierabend muss ich noch einige Schritte aufholen (Tagesziel!) und laufe wieder den Rhein runter, vorbei an den Aperolen von Gosch. Die Leute saugen durch ihre Strohhalme die letzten Reste Licht aus dem Sommer heraus. Wieder zurück zwischen den Häusern husche kurz in die Bibliothek der Hochschule Düsseldorf. Als ich weiter zur S-Bahn gehe, läuft vor mir recht stram eine junge Frau mit einem Buch in den Händen. Sie liest im Gehen. Ich bin ein wenig neidisch auf ihre Leselust, fürchte aber Zwischenfälle southpark'schen Ausmaßes (gute Besserung noch einmal von dieser Zeile aus!) auf der Treppe. Die junge Dame scheint aber Erfahrung zu haben, denn mal scannt sie den Weg vor ihren Füßen, dann finden ihre Augen blitzschnell die richtige Zeile wieder. Sie scheint mehr in dieser Welt zu sein, als diese bemitleidenswerten Menschen, die sogar im Gehen Videos schauen.

Abend

Daheim dann Einkauf und an den neuen Rechner. Vielleicht entdecke ich gerade eine Spur zu sehr die Mods für Spiele. Ich bin davon fasziniert, dass Menschen Computerspiele aufbohren (manche mit, manche ohne Zustimmung der Machenden. Spielwelten werden eine Spur immersive, es gibt praktische und mitunter alberne Verbesserungen.

Daneben lerne ich weiter den Umgang mit Fedora und dann gibt es ja noch den anderen Kram.

Leichter Frust, weil nicht genug Zeit da ist.

Zeitig zu Bett.

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