2026-10-10: Samstag
Kapitel fertig
Nacht
Mittelgute Nacht, die gegen fünf Uhr zu Ende ist. Halb sechs Uhr stehe ich auf. Zum Frühstück Kraftfutter mit Erdbeeren.
Die Befindlichkeit ist ganz in Ordnung. Der Energielevel eher so mittel, also nicht am unteren Ende der Skala.
Morgen
Ich starte noch im Dunkeln meinen ersten Spaziergang des Tages und verteile ein paar selbst beschriebene Sticker. Fühle mich dabei wie ein Renegat. Da es aber Sticker aus Papier sind und diese sicher bald wieder ausbleichen, tue ich sicher nichts sehr verbotenes.
Kaffee bei Bolten. Gefühlig. Die Liste für den Tag ist lang, aber das ist nicht schlimm, denn die meisten Sachen darauf mache ich eh nicht.
Ein Plempertag oder doch nicht?
Nach dem Morgenspaziergang kaufe ich Obst ein und empfinde es als Privileg, jeden Tag frisches Obst essen zu können, ohne groß auf den Preis achten zu müssen. Dann kurzes Ruhen im Schwingsessel. Ein paar Häuslichkeiten.
Zu Mittag Saftkornbrot mit Erdnussmus, Seelachs-Schnetzel (dieses salzige, rote Zeug), und Spiegelei, dazu Krautsalat. Die Kombination ist ungewöhnlich, schmeckt aber gut. Außerdem ist der Seelachs nun aufgebraucht.
In der Oststraße hole ich ein Päckchen hab. Hier ist die Postagentur in einem Laden für Hunde-Leckerli. Die Menschen sind sehr freundlich, Hunde sehe ich keine. Allerdings riecht es stark nach Hundefutter.
Im nahen Café Utopia lese ich ein wenig und trinke Kaffee. So versuche ich, es mir gut gehen zu lassen.
Im Buch “Das Blut der Herzlosen“ lese ich die wunderbare Formulierung: “Tage idyllischen Gemetzels“ und muss beinahe lachen. Genau so etwas könnte auch in meinem Buch stehen!
Am Roman will ich heute auch weiter arbeiten.
Romanarbeit
In der Universitätsbibliothek
Romanbergwerk
Am Nachmittag arbeite ich die Korrekturen für Kapitel 8 ein. Damit ist Kapitel 8 (von 13) des Romans fertig. Mein „Lektorat“ von Kapitel 9 arbeite ich auch ein. Danach folgt noch der Korrektur-Durchgang. Mir ist bewusst, dass ich mich streng genommen nicht selber lektorieren kann, aber so nenne ich für mich das Durchgehen und z. T. auch inhaltliche Überarbeiten des Textes in Abgrenzung zum Korrekturlesen.
Kapitel 10 ist sehr kurz und das wird hoffentlich schnell gehen. Kapitel 11 ist dagegen sehr lang und ich teile es deswegen in zwei Arbeitspakete auf.
Abendspaziergang
Trotz Regenwetter mache ich einen Abendspaziergang. Am Kardinal-Galen-Ring muss ich mich dann sogar unterstellen. In der Zeit, in der ich darauf warte, dass die Regenwolken weiter ziehen, bewundere ich das herrliche Abendlicht. Dann ist der Himmel wieder klar und es geht weiter. Ich bade förmlich im Licht. Erst ist mir noch recht kalt, aber dann laufe ich mich buchstäblich warm. Die Stadt umfängt mich.
Daheim springe ich dann unter eine warme Dusche und schaue noch ein, zwei Videos (Ukraine-Lagebericht und Viva la Dirt League). Danach geht es zeitig zu Bett.
Kurzgeschichtenwettbewerb
Ich bin ein wenig aufgeregt, weil ich auf Anraten von Freund AS an einem Kurzgeschichtenwettbewerb teilnehme. Ich rechne mir überhaupt keine Chancen auf irgendetwas aus und hoffe, dass mir diese Äußerung nicht als falsche Bescheidenheit ausgelegt wird.
Aber warum soll man nicht mal seinen Hut in den Ring werfen? Ich reiche also eine unveröffentlichte Kurzgeschichte ein und hoffe, dass ich die formalen Vorgaben alle richtig erfülle. Beim Absenden der E-Mail pochert das Herzchen schon, das will ich ganz offen zugeben.