2026-09-15: Dienstag
Kaffee mit Zimt
Nacht
Ziemlich gute Nacht. Erst ohne Ohrenstöpsel, aber weil die Frösche draußen so viel über Kinofilme quaken, stecke ich sie (also die Stöpsel, nicht die Frösche) dann doch in die Ohren.
Träume bauen sich zu Geschichten auf, aber ich lasse sie gehen.
Morgen
Mittelstabil starte ich in den Tag. Die Pflicht zum Morgenspaziergang wird zur Zeit für mich (Me Time). Der Weg am Ruhrdeich entlang ist jetzt dunkel und ich muss mir wohl langsam sicherheitshalber das Outdoor-Handy als Taschenlampe einpacken.
Irgendwann wird es hell am Horizont und das ist sehr schön.
Ins Homeoffice gehe ich mit einem erfüllten Schrittziel.
Kaffee mit Zimt
Am Sonntag habe ich beim Foodsharer ein kleines Tässchen Kaffee getrunken. Er würzt seinen Kaffee mit ein wenig Zimt und das habe ich heute auch mal ausprobiert. Das ist sehr, sehr köstlich. Nur habe ich noch ein wenig zu viel Zimt genommen.
Arbeit, Waschmaschine
Die Videoschalte ist konzentriert, lösungsorientiert und sehr, sehr anstrengend. Immerhin (!) bekommen wir zwei Drittel der offenen Punkte geklärt - morgen haben wir dann noch knapp 60 (!) vor uns. Nach der Besprechung sind alle Beteiligten ziemlich offen zermatscht.
Mittags holt jemand die Waschmaschine von Schwiegeromi selig ab, die seit der Wohnungsauflösung der Verstorbenen in meinem Keller fristet. Die jungen Menschen freuen sich über den Toploader und wuchten ihn mit erstaunlichem Verve die Treppe hinauf. Ein paar Stunden später schickt mir die neue Besitzerin eine frohe Signal-Nachricht, dass die Waschmaschine funktioniert. Wir sind alle sehr froh.
Zum Doc
Wegen eines bevorstehenden operativen Eingriffs gibt es beim Facharzt (ein anderer Facharzt als letztens!) noch etwas zu besprechen. Hastig drücke ich einer Kollegin den Telefondienst aufs schöne Auge und laufe wacker ausschreitend los. Zum Glück komme ich noch rechtzeitig zum Termin an. Die Wartezeit im Behandlungszimmer vertreibe ich mir dem Lesen des neuen Buches von dem koreanischen Autor. Ich bin von der eigenartigen Erzählweise und dem sehr trockenen Humor des Textes angetan. Die Figuren heißen alle so, als wäre der Autor auf der Tastatur eingeschlafen, aber noch kann ich der Handlung folgen.
Herr Doktor erklärt mir alles und macht sogar eine Zeichnung. Ich verstehe: Es geht um Drüsen. Ein Termin für den ersten Eingriff wird gemacht. Nichts Wildes.
Eisversuch
Frühes Mittagessen wegen einer mächtigen Videoschalte zu unserem großen Migrationsprojekt (Software, nicht Menschen!). Bio-Käse-Kabanossi aus dem Foodsharing-Füllhorn, im Speisefön geröstet. Sie sind sehr schmuckvoll aufgeplatzt. Zusammen mit Zwiebeln, (wenig) Kimchi und Joghurt-Knoblauch-Feta-Soße in arabischem Fladenbrot mehr schlecht als recht eingerollt. Wirklich schmackhaft, aber ich werde wegen des Knoblauchs und des Salzes heute sehr, sehr viel Wasser trinken müssen.
Zum Nachtisch probiere ich meinen Versuch, Joghurt-Hafer-Eis selber herzustellen. Das "Eis" ein derart massiver Block, auf den so mancher Maurer neidisch wäre. Notiz an mich: Mal nach Rezepten schauen. Vielleicht kann man ja etwas beimischen, dass die Masse hinterher weniger kompakt macht.