2026-08-28: Freitag
Gottesbeweis mit Dinkelbrötchen
Nacht
Sehr schlafige Nacht. Ohrenstöpsel sitzen gut (“Rom. 30 Grad. Die Sonne brennt. Die Ohrenstöpsel schützen. Perfekter Sitz.“) bis gegen drei Uhr morgens.
Traum von der Spülmaschine
Mir träumt, ich bin bei meinen Eltern zu Besuch und wir wollen Mittagessen. Es gibt eine Art Braten. Meine Mutter ist nicht gut zurecht und ich lege ihr auf. Dann ist mit einem Mal mein Teller leergefuttert. Mein Vater und räumen das Geschirr in die Spülmaschine und scherzen, sie sei eine “Zaubermaschine“. Dann jedoch läuft sie aus und die Küche steht unter Wasser. Mein Vater kniet sich auf die Spülmaschine, um sie zu reparieren. Ich möchte die Gelegenheit nutzen und die Abdeckung der Maschine mit einem nassen Lappen zu reinigen, aber meine Mutter hat Angst, dass ich einen elektrischen Schlag bekommen könnte. Entnervt höre ich auf.
Abgelenkt
Ich stehe wach, aber wirr auf. Der Geist ist sehr abgelenkt in der morgendlichen Meditation. Auf dem Weg zum Hauptbahnhof laufe ich fast vor ein fahrendes Auto. Heute muss ich besonders gut aufpassen.
Das Draußen ist warm.
Bughunter in der Waschküche
Das Draußen verwandelt sich in eine Waschküche. Vielleicht bin ich deswegen so seltsam drauf. Feucht-schwüles Wetter kann mich schon kirre machen, weil ich nicht weiß, wo hin mit mir. Bei Kälte kann ich frieren, bei brüllender Hitze kann ich verbrennen wie eine Fackel aus Leidenschaft - aber dieses dumpfe, klebrig-feuchte Brüten? In einer imperialen Welt wäre ich so auch dauerperlender Kolonialbeamter, der sich mit einem groben Taschentuch in der Linken ständig den Schweiß von der Stirn wischt und mit der Rechten einen Fliegenwedel wie ein Zepter hält. Meine rot geäderten Augen würden die junge Frau vor mir lüstern mustern, welche gerade um die Freilassung ihres Verlobten bittet.
So etwas will doch kein Mensch sehen!
Dinkelglück
Für das Mittagessen auf der Arbeit habe ich mir zwei TK-Dinkelbrötchen aufgebacken und mit Butter (die muss aber so was von mal weg), Schinken, Käse und Radieschen belegt. Dabei bin ich vollkommen außer mir vor Freude, dass die Brötchen nahezu perfekt in eine meiner Kunststoffdosen passen. Jedes Mal, wenn ich die beiden Brötchen akkurat durch den durchsichtigen Dosendeckel sehe, kommt mir das vor wie ein Gottesbeweis.
Ein langer Weg
Heute eine Situation, bei der ich mal wieder merke, dass ich auch nach dem Ende der Psychotherapie nicht einfach "fertig" bin. Ich hangele mich am Rand eines meiner dysfunktionalen Muster herum. Es ist ein Gerade-noch-nicht-Hineinfallen, aber auch ein Schon-ein-bisschen eintauchen.
Immerhin gehe ich nicht unter.
Erfrischung, Erdrückung
Am Nachmittag zieht ein Gewitter über Düsseldorf. Es regnet sich tüchtig aus. Danach ist die Luft frisch und klar. Es hat sich auch ein wenig abgekühlt.
Als ich Feierabend mache, ist es schon so spät, dass der Hauptbahnhof komplett überlaufen ist. Den RE in Richtung Minden lasse ich fahren, denn er ist erdrückend voll. Für einen Moment bin ich voller Ärger und Wut, obwohl ich doch eigentlich nur fein lesend auf den RE19 warten muss. Doch dann wird mir bewusst, dass mich alleine die Vorstellung, in so einem vollgestopften Zug zu hängen, abschreckt und wütend macht. Danach geht es wieder besser.
Im RE19 spricht mich ein junger Mann auf englisch auf meinen Zerowriter Ink an. Ich sogar einigermaßen sprachfähig.
Abend
Ich skippe bis auf die Roman-Arbeit alle Todos. Änderungen in Kapitel 8 (von 13) sind eingearbeitet. Bin ein wenig stolz, aber auch nicht wenig müde.
Daheim zocke ich dann noch gemütlich weiter Cyberpunk 2077. Viele der „Nebentätigkeiten“ wie Söldnerarbeit für das Night City Police Department sind schon erledigt und ich kann mich mehr und mehr der Hauptstory widmen.
Spät zu Bett.