2026-08-27: Donnerstag
Das freundliche Küchenpersonal
Nacht
Ziemlich unruhige Nacht. Ich habe keinerlei Erklärung dafür, aber ich wälze mich hin und her, wache immer wieder auf. An zu viel oder zu spätem Kaffee kann es nicht liege und Sorgen halten mich ebenfalls nicht wach.
Traum vom Kriegermönch
Mir träumt, ich bin ein Kriegermönch und ich bin in einem Haus zu Gast, in dem früher schreckliche Dinge passiert sind. Wegen der Untaten spukt es jetzt. Ich folge den Spuren der Geister und auf dem Dach stelle ich fest, dass es die Geister und unglaublich vielen kleinen Kindern sind, die hier spuken. Die Geister wissen nicht, dass sie auf die andere Seite müssen und haben Angst. Statt ins Jenseits zu wechseln machen sie allerlei Unsinn. Zum Beispiel versammeln sie sich alle in einer Regentonne und lassen dann darin einen Böller hochgehen. Darauf hin fliege die kleinen Gespenster hoch in die Luft. Ich spreche mit den Geistern und bete, um ihnen den Weg zu weisen. Ich weiß nicht, ob es mir gelingt.
Später mache ich mich auf den Weg in die Stadt. Sie wird vom Kaiser von China angegriffen. Die Speerspitze seines Heeres bilden grünhäutige Orks. Ich beteilige mich an der Verteidigung der Stadt, aber es ist vergebens. Bald kämpfen nur noch wenige auf den Straßen in einem wilden Handgemenge. Die ersten Orks beginnen damit, in die Häuser einzudringen. Man hört Menschen verzweifelt um Hilfe schreien.
Als Mönch kann ich viele Dinge und eine davon ist, Mauern empor zu laufen. Das tue ich jetzt auch, um dem Feind zu entkommen. Ich renne über die Dächer, bis ich einen Unterschlupf finde. Wie sich herausstellt, handelt es sich um das Quartier des chinesischen Heerführers. Gerne würde ich ihm hier auflauern und ihn ermorden, jedoch schläft hier auch mein alter Freund DS. Ich verstecke ihn unter einer Decke. Mein oberstes Ziel ist nun, meinen Freund hier lebend hinaus zu bekommen. Doch die Tür öffnet sich und ein Kammerdiener kommt rein. Um nicht entdeckt zu werden, töte ihn den Mann mit meinem Schwert. Das fällt mir schwer, denn der Mann sitzt im Rollstuhl. Dann kommen immer wieder Leute in das Zimmer und werden von mir entleibt. Irgendwann reicht es und ich kämpfe mich durch eine dumpf starrende Masse nach draußen.
Den General erwische ich so natürlich nicht.
Zeitliches
Gestern hatte ich zwischenzeitlich das Gefühl, dass ich trotz Homeoffice und früherem Feierabend zu nichts kommen würde. Es waren so viele Dinge zu tun! Doch dann verpufften viele von den Aufgaben geradezu und ich lerne, dass ich den Aufwand für Aufgaben nicht gut einschätzen kann. Ich kann auch schlecht einschätzen, wie lange ich für bestimmte Wege benötige, weswegen ich bei Verabredungen ja immer viel zu früh da bin. So habe ich wieder was gelernt.
In der Rückschau war der Tag schön und auch produktiv: Auf der Arbeit habe ich mich um einige Dinge gekümmert. Nebenbei habe ich die Waschmaschine angeschmissen, Joghurt angesetzt usw. Die Waschmaschine von der Schwiegeromi habe ich bei Nebenan.de eingestellt und mir ein sehr leckeres Mittagessen gekocht. Im Waldbüro habe ich am Roman gearbeitet und dann Manga gelesen. Abends habe ich mir dann eine Stunde Computerspiel gegönnt.
Weg zur Arbeit
Gegen die frische Morgenkühle ziehe ich die Softshell-Jacke an. Heute bin ich später dran als sonst, trotzdem hetze ich mich nicht. Die Achtsamkeitsarbeit bringt also doch etwas.
Das Draußen verspricht heute, wieder warm zu werden.
Aus dem Briefkasten fische ich einen Brief, über den ich mich sehr freue.
Teamwork
Als ich auf dem Weg zur Arbeit das Rheinufer rauf laufe, werden auf dem Flusskreuzfahrtschiff "THE NOBLEMAN" gerade die Rentner umgeschichtet. Busse rangieren sich vorsichtig an die Gangway heran. Die Koffer und Taschen der Passagiere werden ans Ufer gebracht und die gesamte Besatzung hilft mit, sie zu den Bussen zu bringen.
Die gemeinschaftliche Anstrengung wirkt so gut gelaunt, dass ich ein bisschen versucht bin, mir ebenfalls ein Gepäckstück zu schnappen und zum Bus zu tragen. Dabei mir fällt mir auf, das wohl auch bei Flusskreuzfahrten nahezu 100% des Küchenpersonals aus Asiaten besteht.
Arbeitstag
Gut gelaunter Arbeitstag. Gespräche über Fußgesundheit. Wir kommen endlich auf einen Server, mit dem wir schon lange kuscheln wollen. Jetzt muss man uns, bzw. dem Server nur noch ein paar Zugänge legen. Nach vielen Monaten (Jahren?) sind wir so weit und die Stimmung ist gelöst.
Wir planen eine Veranstaltung zum Thema Fake News um. Da müssen wir sowieso ständig aktualisieren und können uns dann auch gleich mal den Aufbau ansehen. Dabei sind wir dann doch sehr motiviert, obwohl der Donnerstag ein mehrlagiger Tag und damit immer recht anstrengend ist.
Wir wollen bei dieser Veranstaltung komplett auf eine Powerpoint-Präsentation zu verzichten und freuen uns sehr darüber.
Feierabend in fröhlicher Stimmung.