2026-08-25: Dienstag
Dateiorganisation und Wanderstöcke
Nacht
Recht gute Nacht, wieder mit Ohrenstöpseln. Ich gewöhne mich langsam wieder daran, jede Nacht bestöpselt zu schlafen. Der eine steckt sich zur Nacht die Stöpsel in den Po, ich eben in die Ohren!
Traum vom Hotel
Mir träumt, ich bin auf Mannschaftsfahrt in den USA. Ich bin eher im Hotel als die alten Kameraden. Es ist wirklich sehr schön hier: Die Zimmer gruppieren sich um einen Innenhof mit Tischen und Bänken. Meine Schuhe, die ich nur kurz vor die Tür gestellt habe, bringt mir sogleich ein Page frisch geputzt zurück. Dann zeigt mir der junge Mann die Anlage. Der Kamin wird 27/7 befeuert, so dass man sich hier jederzeit aufwärmen kann. Überall sitzen fröhliche Menschen herum. Gerne würde ich die Atmosphäre auf mich wirken lassen und hier gemütlich lesen und schreiben, aber ich bin in Eile, denn ich habe irgendwelche Termine.
Morgen
Ich wache heute erst kurz vor fünf Uhr auf. Mit dem Weckerklingeln wuchte ich mich hoch. Der Körper nahm sich wohl den Schlaf, den er brauchte.
Das Gewicht ist zu gestern mehr oder weniger unverändert. Das ist positiv, denn ich hatte eigentlich damit gerechnet, dass die starke Verringerung der letzten Tage nur ein Ausreißer nach unten war. Nun will ich mich wieder stärker auf meine Ernährungstugenden besinnen, damit ich wieder zum UHU werde.
Zerowriter-Freuden
Morgenspaziergang. Pause an der Piratenwiese zum Bloggen mit dem reparierten Zerowriter Ink (streng genommen habe ich fast das gesamte Innenleben ausgetauscht). Mit der neuen Oberfläche komme ich ganz gut zurecht. Den Bug mit dem Speichern in den Ordnern kann ich ganz gut umgehen. Gestern hat mir Adam (der Erfinder des Geräts) noch geschrieben, dass er da wohl einen Bug eingebaut. Also hat mein kaputtes Display sogar noch einen Fehler im Code aufgedeckt.
Wanderstock
Ich wollte schon immer einen Wanderstock oder -stab haben. Am besten so einen, mit dem man zur Not auch Little John verprügeln könnte. Also schaue ich einfach mal nach Wanderstock-Fachgeschäften im Internet. Solche Stockerl für zum Walken mag ich nicht und auch nichts zum Zusammenklappen. Ich bin wohl eher der Holz-Typ: Glatt, weich, leicht und überraschend hart (ich hör schön auf …).
Mein Bestellklickfinger schwebt schon über einen klassischen Stock (“AUCH ZUR SELBSTVERTEIDIGUNG GEEIGNET“), aber dann bestelle ich mir doch einen für etwas über 20 Euro bei Decathlon. Bevor ich +100 Euro für einen Stock ausgebe, will ich das erst einmal mit eine billigeren Modell ausprobieren.
Der Stock ist auch Habichvergessen-Holz und kommt aus Spanien. Er ist überraschend leicht und ich heute weihe ich ihn ein. Dabei komme ich mir ein bisschen albern vor. In meiner Vorstellung pfeifen alle den River Kwai Marsch, während ich durch den Wald spaziere. Es geht ganz gut, allerdings bemerke ich wie wichtig es ist, dass der Stock so leicht wie möglich ist. Bevor ich ihn mit auf eine Wanderung nehme, werde ich mich an ihn gewöhnen müssen.
Der Stock ist übrigens knapp halb so lang wie ich und ob er zur Selbstverteidigung geeignet ist oder nicht, werde ich wohl niemals erfahren.
Mittag
Mittagspause im Homeoffice. Ich werfe Käse-Sucuk, Zwiebel, Zucchini, Möhren, gefüllte Oliven (müssen mal weg) sowie Brotwürfel (müssen sowas von weg) in den Wok. Die einzige Würze dazu ist ein wenig Sojasoße. Das Ergebnis ist überraschend wohlschmeckend und ich habe jetzt noch eine Mahlzeit für Übermorgen.
Morgen soll es Lachs geben und das kam so: Ich wollte mal gucken, ob Picnic noch funktioniert (ein Supermarkt-Bringdienst). Die hatten mir seinerzeit (in der guten Zeit, der alten Zeit, der schlimmen Zeit) den Arsch gerettet, als ich wegen meines gebrochenen Mittelfußknochens nicht Laufen konnte. Eigentlich mache ich ja seit der Ernährungsumstellung nur noch eher kleine Einkäufe von so Frischzeug, doch ich hatte nicht damit gerechnet, wie angenehm der Einkauf von Lebensmittel und anderem Kram via App ist. Ich fülle nicht nur meine Quark-Vorräte auf (bei 250 Gramm am Tag rauscht da doch so einiges durch den Kühlschrank), sondern bestelle auch noch Mio Mio Mate Zero weil sonst hat man ja nicht viel im Leben (außer: Jammern auf hohem Niveau). Dann sehe ich frisches Lachsfilet und ich drücke einfach da drauf. Das soll morgen geliefert werden (hoffentlich ist es auch einigermaßen frisch) und ich will es braten wie ein Herr.
Field Writing
Nach dem Essen sollst Du nicht wegnicken, sondern den Arsch hochkriegen und scheiß auf irgendwelche Schrittzähler. Hatte der Erfinder es Spruches “nach dem Essen sollst Du Ruh'n oder tausend Schritte tun“ vielleicht einen Vertrag mit Apple Health? Bin ich da vielleicht einer großen Sache auf der Spur? Haben die Menschen früher wirklich ihre Schritte gezählt? Das klingt total irre, aber früher sind Menschen auch einfach mal in Polen einmarschiert. Sicher hat die Wehrmacht im Schnitt ihr Schrittziel übererfüllt. Meist ging man(n) nämlich zu Fuß damals. “So weit die Füße tragen“ war dann aber noch ein bisschen später.
Auch wenn die Dürre hier anhält, ist es auf das Angenehmste lau. Würden im Botanischen Garten Blümlein wachsen, ich würde ein weißes Kleidchen anziehen, aber zum Glück ersparen und Jahreszeit und Trockenheit diesen peinlichen Auftritt.
Dateiorganisation auf dem Schreibgerät
Weiter bin ich sehr erfreut über das reparierte Schreibgerät. Ich traue mich, ein paar Ordner zu löschen und alles neu zu organisieren. Es gibt jetzt einen Ordner für die Blogeinträge und einen für die Tagebucheinträge. Die einzelnen Textschnipsel bekommen einen sortierfähigen Namen (“Di 1200.md“). Es mag sich verrückt anhören, aber so etwas macht mir wirklich Freude.