Kieselblog

Mein Tagebuch

2026-08-22: Samstag

Spaziergang außerhalb von Night City

Nacht

Ganz ordentliche Nacht. Da ich die letzte Tablette vom Antibiotikum zwischen den Hälften eines Grilltellers von Olga versteckte hatte, hat der Magen sie nicht gefunden.

Traum von der Party

Mir träumt, ich bin auf einer Gartenparty und nehme mir eine Flasche Altbier. Nachdem ich einen kleinen Schluck getrunken habe, kommt ein neuer Gast. Ich kenne ihn, er ist ein alter Bekannter. Entgegen seiner sonstigen Gewohnheit nimmt er kein Bier mit Alkohol, sondern ein Beck‘s Alkoholfrei. Da überkommt mich die Scham, dass ich wieder trinken will und ich stelle die Bierflasche auf den Boden. Ich habe nur einen kleinen Schluck getrunken und merke, dass ich überhaupt nicht mehr trinken will.

Morgen

Ich bleibe lange liegen, denn ich war ja auch lange wach. Gegen acht Uhr morgens stehe ich auf. Frühstück brauche ich keines, denn der Körper verdaut noch am Grillteller herum. Ich denke, heute werde ich nur eine Portion Kraftfutter essen und sonst nichts.

Mit einem Kaffee und dem iPad setze ich mich in den Schwingsessel zum Bloggen und Feed-Lesen.

Field Writing

Es fällt mir erst sehr schwer, mich vom Rechner zu lösen, denn ich verfalle der Sucht nach ikonischen Waffen. Als Selbstreflexionskiesel verstehe ich natürlich, dass die düstere, dystopische Spielwelt von Night City in mir den Wunsch nach Feuerkraft füttert.

Doch die Gesundheit geht vor und so packe ich meine Rucksack für die Ruhrdeich-Runde. Sobald ich mich auf den Weg mache und die Musik in meine Ohren klingt, bin ich wieder im Tritt. Die Schritte sind groß und zügig, der Körper hat genügend Energie gespeichert durch die vermehrte Nahrungsaufnahme. Das Gewicht ist, nebenbei bemerkt, auch wieder dreistellig, aber das kann ich jetzt auch nicht ändern.

Auf einer Bank trinke ich eine Flasche Mio Mio Mate Zero. Schmeckt mir ganz gut. Das Wetter ist unentschieden zwischen Sommer und Herbst.

Diese Zeilen tippe ich auf dem iPad, denn auf den Alpha habe ich momentan keine Lust und das Display des Zerowriter ist ja noch nicht da. In den nächsten Tagen müsste es aber ankommen.

Die Stadt

Auf dem letzten Stück des Spaziergangs durchquere ich die Innenstadt. Die Schäfchenwolken sind so dick, dass sie wohl bald mal geschoren werden müssten. Die Menschen sind fröhlich-wuselig. Einige tragen MSV-Trickots.

Die Stimmung scheint mir gelöst und das steckt mich an.

Abend

Nach der abendlichen Dusche hänge ich mich vor den Rechner und ballere mich weiter durch Night City. Gerne fahre ich mit einem meiner Motorräder (Plural!) oder meinem gepanzerten Hellhound-Geländewagen durch die Stadt und höre dabei Musik. Zu leuchtenden, dreckigen und erschreckenden Fassade von Night City passt sogar Rap-Musik oder dieses Techno-Gebumse.

Viel zu spät ins Bett.

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