Kieselblog

Mein Tagebuch

2026-08-19: Mittwoch

Letzte Gruppensitzung

Nacht

Sehr schlechte Nacht. Ich liege wach und die Gedanken kreisen immer wieder um mein altes Thema des Selbstekels. Irgendwann frage ich mich, warum das wohl so ist und fühle in mich hinein. Das Ergebnis: Mir ist einfach übel. Die Ursache dafür ist mit Sicherheit das Antibiotikum, dass ich ja "blank", d. h. ohne Mahlzeit zu mir genommen habe. Ich esse noch ein paar Grissini, die eh mal weg müssen und es geht langsam besser.

Ich werde dann wohl in den nächsten Tagen meinen Essensplan umstellen müssen, damit ich die Tablette immer mit einer Mahlzeit einnehmen kann.

Traum vom Otter

Mir träumt, mein Bruder und ich laufen in den Wald zum Förster. Der hat viele Tiere. Wir stehen vor dem Käfig mit den Ottern und einer humpelt so komisch. Mein Bruder erklärt mir, dass der Otter eine Knochenkranheit hat, weswegen gleich der Tierarzt kommen wird. Der will mal sehen, wie man dem Otter helfen kann. Mich rührt, dass man sich so gut um die Tiere kümmert.

Morgen

Die Nacht ist gegen drei Uhr morgens zu Ende. Ich bleibe aber noch bis halb fünf liegen und döse vor mich hin.

Trotz des wenigen Schlafes komme ich gut hoch. Zum Frühstück Kraftfutter mit Apfel und ein Antibiotikum. Ich mache vor dem Losgehen noch meine tägliche Meditationsübung.

Das Draußen ist angenehm (!) warm, aber feucht.

Schwindel, Herzrasen

In Düsseldorf angekommen ist mir wieder leicht schwummerig. Außerdem ballert das Herz. Wo das wohl herkommt? Es ist dann doch ganz schön warm. Ich verzichte auf den langem Morgenspaziergang, denn ich habe Sorge, dass es mir schlechter geht, wenn ich gerade mitten in Derendorf bin. Also nehme ich die Straßenbahn. In der Dienststelle kann ich sitzen und dort geht es mir besser.

Zerowriter Ink Display

Das Display ist jetzt in Cincinnati in einem Hub. Wie aufregend! Angeblich soll es schon am Freitag in Duisburg sein, aber da will ich mal nicht so voreilig sein.

Blutzucker

Ich erinnere mich daran, wie mir ein Freund mal davon erzählte, dass seine Frau und er eine Zeit lang ihren Blutzucker getrackt haben (den Grund habe ich vergessen). Dazu kauft man sich so kleine Pieks-Aufkleber, die man sich in den Arm pieksklebt und die halten dann einen Tag lang oder so. Mit einer App im Smartphone kann man die Daten dann auslesen. So ungefähr hat er mir das erzählt. Wegen meiner Schwummrigkeit komme ich auf die Idee, vielleicht auch mal meinen Blutzuckerspiegel zu kontrollieren. Da ich ja lange Essenspausen machen (Intervallfasten), könnte das ja mit meinen gelegentlichen Erschöpfungszuständen zusammenhängen. Was, wenn ich das mit dem Fasten doch übertreibe? Nun kann ich ja schlecht jedes Mal zum Doc rennen, wenn mir mal ein bisschen komisch wird. Da spielt mir der Weltgeist plötzlich einen Artikel unseres Gesundheitsdienstleister genau zu diesem Thema in den Posteingang. Den Artikel werde ich mir dann mal in Ruhe durchlesen und eine Entscheidung treffen.

Nachtrag: Nach einem aufmerksamen Check des Beipackzettels meines Antibiotikums bin ich eher davon überzeugt, dass es sich um eine ganz normale Nebenwirkung handelt. Im Allgemeinen bin ich Nebenwirkungen bei Medikamenten nicht gewohnt, hatte bisher irgendwie Glück.

Essen

Das nächste Gesundheitsthema im direkten Anschluss! Nur morgens und abends etwas zu essen klappt leider nicht so gut, weil mein Magen dann doch empfindlich geworden ist durch das Medikament. Also muss ich mittags doch wenigstens eine Kleinigkeit essen. Heute werde ich dann also am Hauptbahnhof oder "inne Stadt" was kaufen und das ist bei mir selten eine gute, d. h. gesunde Idee ist. Morgen werde ich mir dann ein Stück Obst und/oder ein Brötchen mitnehmen. Mpf.

Essen 2

Pläne sind nicht dazu da, geändert zu werden. Aber sie sollten möglichst so sein, dass man sie ändern kann. Ich merke, dass es eine Schapsidee ist, zwischen dem frühen Frühstück (gegen fünf Uhr morgens) und einem Abendessen zwischen 18 und 19 Uhr nichts zu mir zu nehmen.

Ich ändere den Plan wie folgt ab:

So sehr ich mich über meine eigene Lernfähigkeit und Flexibilität freue, so ungerne ändere ich Plänze.

Mpf.

Der Zoll ist doch toll

Das Display meldet sich. Bzw. der Zoll. Bzw. DHL. Man könne wohl nicht so gut erkennen, was in den Paket drin ist, mäkeln die Damen und Herren am Einlass. Ich rufe flugs die E-Mail mit der Bestellbestätigung ("0.0 Euro") auf dem Zauberhandy auf, drücke auf "Antworten" und wähle in dem groooßen Menü den Punkt "Drucken" aus. Es erscheint eine Voransicht des zu druckenden Dokuments. Rechts oben tippe ich dann auf "Teilen" und "teile" das Dokument mit "in Dateien speichern". So habe ich wie von Zauberhand aus der E-Mail ein PDF erzeugt, welches ich nun auf der Webseite von DHL als "Rechnung" hochladen kann. Nicht ganz eine Stunde später kommt die E-Mail an, dass der Zoll das Paket durchgewunken hat.

Es ist sooo aufregend!

Letzte Therapiegruppe

Die letzte Gruppensitzung berührt mich. In gelöster Stimmung höre ich bei meiner Verabschiedung zu. Ich hoffe, ich kann ab hier jetzt alleine gehen.

Wieder Gedanken über die Kreativität. Ich würde gerne wieder mehr Geschichten schreiben. Ob ich Energie vom Tagebuchbloggen in diese Richtung lenken sollte?

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