Kieselblog

Mein Tagebuch

2026-10-29: Donnerstag

Glukose aus der Dose

Nacht

Ziemlich gute Nacht. Gegen ein Uhr werde ich wach für einen Toilettengang. Neugierig wie ich bin, schaue ich nach meinen Glukosewert, der gegen 23 Uhr mit 71 mg/dL besonders tief war. Er steigt dann aber wieder auf fast 100 mg/dL an. Irgendwann pendelt er so zwischen 80 und 90 mg/dL. Ich habe keine Ahnung, ob und wenn ja was das zu bedeuten hat und werde demnächst mal die Hausärztin danach befragen.

In meinen Träumen geht es irgendwie um One Piece.

Morgen

Natürlich bin ich wieder vor vier Uhr wach, bleibe aber so lange liegen bis meine innere Uhr mir sagt: “Jetzt ist gleich vier Uhr!“. Tatsächlich stehe ich dann um 03:54 Uhr auf.

Das Gewicht dümpelt gerade so um die 105 kg herum. Ist auch erst einmal in Ordnung so.

Zum Frühstück Kraftfutter mit Erdbeeren, die Picnic gestern geliefert werden. Die von Burc (dem türkischen Supermarkt) schmecken mir auf jeden Fall besser, auch wenn diese natürlich auch aus dem Gewächshaus kommen.

In die Blutzucker-App trage ich auch ein, wann ich etwas esse. Bin sehr fasziniert von der ganzen Angelegenheit. Ich gehe stark davon aus, dass bei mir alles in bester Ordnung ist. Zu hoch ist der Blutzucker sowieso nicht, aber mich interessieren die Schwankungen. Bisher sind aber alle noch in dem “grünen Bereich“, der in der App voreingestllt ist. Nur der Tiefpunkt in der Nacht war kurz an der Grenze.

Nach dem Frühstück steigt der Glukoswert an, sinkt aber auf dem Fußweg zum Bahnhof wieder ordentlich. Die Lesefröschlein mögen mir meine Faszination verzeihen - sie wird in den nächsten Tagen ganz sicher wieder vergehen.

Am Bahnhof angekommen, sehe ich dass der RE 15 Minuten Verspätung hat und hüpfe direkt in die S-Bahn. I`ll take the low road.

Stressfaktoren

Ein naher Verwandter muss sich bald einer Operation unterziehen und ich helfe mit bei der Auswahl der Klinik. Dazu muss ich Diagnosen suchen und in den AOK-Klinikführer schauen. Dort gibt einen lustigen Fehler, wenn ich versuche, zwei Kliniken für einen Vergleich zu markieren, moppert die Webseite, dass ich nicht zwei Kliniken im Bereich von unterschiedlichen Behandlungsmethoden vergleich könne. Ich hätte bereits eine Klinik für Methode 1 in der Merkliste und wolle nun eine Klinik mit der Methode 1 hinzufügen.

Ja, so habe ich auch geguckt.

Mit so etwas verbringe ich fast meine Pause. Als ich doch mal kurz an die frische Luft gehe und mit wegen der Recherchen telefoniere, erreicht mich eine Messengernachricht, die mich zügig ins Büro zurückeilen lässt. Irgendwas ist schief gelaufen bei irgendwelchen Absprachen und dann sitze ich vor dem Monitor und kann doch nur warten.

Auflösung

Die Verwirrung löst sich auf. Paketzuweisungen werden zurückgenommen. Ich dampfe seelisch nach. Der Glukosspiegel ist gestiegen.

Themen

Nun müssen sich die Lesefröschlein mit meinen seelischen Befindlichkeiten, mit meinen Gewicht, meinem Roman, meinem Umstieg auf Linux, mit Computerspielen und nun auch mit meinem Glukospiegel befassen. Schmerzlich vermisse ich Zeit und Energie, um mich dem eigentlichen Thema dieses Blog, nämlich der byzantinischen Fingerkuppenkunst, zu widmen.

Nerven am Abend

Zusätzliche Recherchen und ein Telefonat sowie der eh recht seltsame Tag zerrütten meine Nerven. Wie ferngesteuert esse ich zwei Brötchen, ein Glas Bratröllchen und eine Packung Kekse. Danach schaue ich dem Glukosespiegel beim Steigen zu.

Vor dem Schlafengehen lese ich noch ein wenig Manga, dann fallen mir die Augen zu.

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