2026-10-03: Samstag
Nacht
Überraschend gute Nacht. In den Träumen wieder verreist gewesen (warum beschäftigt mich dieses Thema so sehr?). Irgendwas mit Hotel und Abreise. Aber es herrscht in den Träumen momentan meist eine eher angenehme, entspannte und konstruktive Stimmung. Stringente Erzählungen zum Erinnern und Wiedergeben sind nicht dabei.
Morgen, Fasten
Ich bleibe bis ungefähr halb neun Uhr liegen, was für mich ja eine relativ späte Aufsteh-Zeit ist. Die Stimmung ist gut, ich fühle mich recht erholt. Heute gibt es kein Frühstück, sondern ich möchte erst gegen Mittag mein Kraftfutter essen. Das soll dann auch die einzige Mahlzeit heute sein. Habe Fastenlust. Genüssliches Feedlesen am Mac, dazu Kaffee. Ich genieße meine Lieblingssorte mit einer Spur (!) Zimt darin. Auf eine Kanne Kaffee kommt maximal ein halber Teelöffel Zimt in den Filterhalter. Es geht darum, dass ich den Zimt gerade noch so herausschmecke.
Das Draußen lockt mit Sonne und mich zwickt das Bewegungsziel. Also fülle ich die Wasserflasche und stecke sie in die neue Wasserflaschentasche. Die neue Tasche macht mir Freude, weil sie nicht so aussieht, als wolle ich ein Nachbarland überfallen. Ist nämlich keine „taktische“ Wasserflaschentasche sondern eine eher strategische Wasserflaschentasche.
Vielleicht bekommt mir aber auch einfach nur der Zimt im Kaffee nicht.
Überraschung
Mit Version 27 drückt Apple wieder mehr „KI“ auf die Geräte. Als ich einen Kurzbefehl (das sind so Miniprogramme für die Automatisierung, die man sich auf Apple-Geräten zusammen klicken kann) für das Erzeugen einer Foto-Notiz um einen Titel erweitern will, fragt mich mein Zauberhandy, ob ich die gewünschte Änderung nicht einfach beschreiben will. Ich quake meinen Wunsch dann einfach mal los und der Kurzbefehl ist angepasst. Es funktioniert und ich bin doch auch mal wieder beeindruckt.
Herbstwetter
Die Luft ist herrlich frisch und der Himmel blau. Meine Füße sind heute dynamisch und tragen mich nach Mülheim. Am Monning komme ich an der ehemaligen Kneipe “Bei Uschi“ vorbei und versinke für kurze Zeit in der Erinnerung an den Tag, an dem ich gequetschter Bandscheibe durch den Stadtwald schlich und hier überraschend einkehrte. Ich trank viel Bier (damals noch “mit“) und redete mit den sympathischen jungen Wirtsleuten. Jetzt ist hier alles leer und verlassen.
Da das Café Kaiserreich an Feiertagen geschlossen hat, trinke ich einen Kaffee in einer “Mälzers“-Filiale im Foyer eines geschlossenen Rewe. Man hat ganz ordentlich zu tun bei der Brötchen- und Brotausgabe und zu meinem Erstaunen sitze ich nicht alleine bei Tisch mit Kaffee und Wasser.
Gefühl meines Lebens
Ich habe fast ständig das Gefühl, jemanden für alles um Erlaubnis fragen zu müssen. Erst wenn ich das ab und an ablegen kann, fühle ich mich frei.