Kieselblog

Mein Tagebuch

2026-09-24: Donnerstag

OP

Nacht

Sehr schlechte und stückelige Nacht. Das bin ich zum Teil aber auch selber schuld, denn ich habe am Abend zuvor zu lange Cyberpunk gespielt, wo ich ein paar neue Dinge (z. B. die smarten Waffen) für mich entdeckte.

Morgen

Wieder ein Morgen ohne Spaziergang. Ich bin hundemüde und mag nicht in die Dunkelheit rausgehen. Schon drei Tage am Stück werde ich mein Schrittziel nicht erreichen und fürchte, dass hier etwas einreißt.

Kleine OP-Angst

Heute habe ich meinen OP-Termin. Ein Atherom wird entfernt (ich sag's ja immer: Ich habe es am Kopp!). Das ist nur ein Mini-Eingriff (auch wenn das Atherom unangenehm groß ist), aber wie bei allen solchen Dingen zum ersten Mal macht es mir ein wenig Angst. Gleichzeitig freue ich mich tatsächlich schon darauf, das Teil los zu sein.

Traum von der Glasfaser

Im Schwingsessel vor dem Homeoffice schlafe ich noch mal ein. Mir träumt, ich bin bei meinen Eltern und möchte mich ins Homeoffice einloggen. Doch der Monitor an meinem Arbeitsplatz ist durch einen viel, viel kleineren ausgetauscht worden. Außerdem steht dieser aufrecht an die Wand gelehnt. So kann ich nicht arbeiten! Ich frage erst meine Mutter, wer meinen Monitor weggenommen hat. Sie weiß es nicht.

Mein ehemaliger Arbeitskollege TA ist auch da. Er hat einen Kumpel mitgebracht. Er weiß auch nichts von meinem Monitor. Meine Mutter will englisch mit ihm Lernen (dafür ist er extra ins Sauerland gefahren) und beginnt, das Englischlern-Lied zu singen. Der Kumpel singt mit, aber TA meint, es wäre jetzt Wochenende.

Da kommt mein Vater die Kellertreppe rauf. Er hat (für ihn) ungewöhnlich bunte Sachen an und erklärt, zwei Männer hätten den Monitor abgebaut und würden sich jetzt seit Stunden im Klo einschließen. Sie sollten im Elternhaus Glasfaser verlegen und würden am alten "analoge-Reihe"-DSL-Anschluss verzweifeln.

Ich möchte nun erst einmal mit dem kleinen Monitor anfangen, aber die gesamte Ausrüstung hat sich nun über die Wohnung verteilt.

(Im echten Leben haben meine Eltern schon längst einen Glasfaseranschluss.)

Arbeitstag

Im Homeoffice dann Kaffee mit Zimt. Die Lebensgeister reiben sich verwundert die Augen.

Exzision von Prinz Atherom

Enthält die Schilderung eines operativen Eingriffs, inkl. Körperflüssigkeiten und Talg.

Der nächste Adelige, der ein einer meiner Geschichten auftauchen wird, soll "Prinz Atherom" heißen. In unserer Welt ist das aber ein strunznormaler Grützbeutel und das Wort bedeutet auf Deutsch auch tatsächlich "Weizengrütze".

Ich bin doch ziemlich aufgeregt, als ich zum Doc gehe. Hier bekomme ich ein Tuch auf das Gesicht und man piekst mich in den Kopf. Das ist unangenehm, aber aushaltbar. Beim Schnippeln, Dremeln und Hebeln sage ich früh genug Bescheid, dass es weh tut und es wird nachbetäubt. Ich habe ja bei der Zahnärztin gelernt: Bei operativen Eingriffen nützt "Tapferkeit" ("Ein Native American kennt keinen Schmerz!") überhaupt nichts. Sobald es anfängt, weh zu tun, muss man handeln, denn wenn man das nicht macht, wird es erst noch richtig schlimm.

Bei mir wirkt aber alles. Herr Doktor lässt etwas mit einem hörbaren "Plopp!" in eine Schale fallen und fragt mich, ob ich "es" sehen möchte. Ich verzichte dankend und bin froh um das Tuch über den Augen. Ein wenig Unruhe entsteht, als das größere der Atherome aufplatzt. Habe ich wohl doch ein wenig zu lange gewartet, einen Termin für seine Entfernung zu machen? Auf jeden Fall war da ordentlich Druck auf dem Kessel.

Die Arzthelferin versucht nach dem Eingriff, meine blutverschmierten Haare etwas zu reinigen, was mehr schlecht als recht klappt ("Jetzt haben sie rote Haare!"). Herr Doktor ist ein wenig blutbesudelt und der OP-Raum wird gewischt. Auf eine schräge Art und Weise bin ich stolz auf mein widerständiges Beulchen, welches allerdings jetzt Geschichte ist.

Mit einem Rezept für IBU 600 in der Tasche wanke ich leicht nach Hause.

Abend

Abends schaue ich dann das Programm "Mach mal das große Licht an!" von Torsten Sträter, als die IBUs wirken, spiele ich noch Cyberpunk 2077.

Ich bekomme erst die tolle Tech-Maschinenpistole Raiju, dann den erstaunlichen Tech-Revolver Gris-Gris. Wie konnte ich die Tech-Waffen nur so lange ignorieren? Beide Waffen machen auf ihre Art und Weise Spaß und bretzeln ordentlich was weg. Da man mit Tech-Waffen auch Ziele hinter Deckungen treffen kann, verändert sich der Kampf erheblich.

Vollkommen erschossen (sic!) zu Bett.

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