Kieselblog

Mein Tagebuch

2026-09-13: Sonntag

Food Sharing

Nacht, Traum von der Feuerwehr

Vielschlafige Nacht.

Mir träumt, ich bin Aushilfsfeuerwehrmann und die beste Ex-Frau von allen ist Aushilfsfeuerwehrfrau. Wir haben einen Einsatz und sichern die Feuerwehrleute ab. Zusätzlich müssen wir noch die Aushilfsfeuerwehrkinder beaufsichtigen, die mithelfen, die Gänge und Flure des brennenden Bürohauses zu sichern. Ich schaue meinem Papa und einem anderen Feuerwehrmann zu, wie sie einen brandverdächtigen Raum erst abflämmen und dann löschen. Die Kartusche eines Gasgrills fängt Feuer. Ich gehe sicherheitshalber in Deckung, doch es stellt sich heraus, dass die Kartusche längst leer ist.

Morgen

Regenprasseln auf dem Dachfenster weckt mich. Das Land wird ausgiebig genässt. Das wird auch langsam mal Zeit!

In Ruhe packe ich meine Sachen zusammen, meditiere und blogge ein wenig.

Fahrt nach Duisburg

Papa bringt mich zu Bahnhof in Fröndenberg. Die Regenwolken reichen heute fast bis zum Boden. Alles ist gedämpft. Der Zug nach Menden fährt ein. Ein junge Mann will einsteigen, muss aber vorher noch alle Türen des Zuges mit einem Kreuzzeichen segnen.

Essensgabe

Anruf von einem Freund, der an Foodsharing teilnimmt. Er habe eine ungewöhnlich große Menge an Lebensmitteln bekommen und verteile die nun. Es gäbe u. a. “Unmengen an frischem Brot und Brötchen“. Als ich wieder in Duisburg bin, mache ich mich auf den Weg zu ihm, denn er wohnt nur ein paar Straßen weiter.

Er erklärt mir, dass normalerweise die Tafel von dem abgebenden Supermarkt die meisten Lebensmittel nimmt, aber die sei heute nicht gekommen. Es gibt wirklich noch viel Obst, einen Sack voll Brot, Gemüse, Teilchen und vieles mehr. Da der Freund gelernter Koch ist, hat er auch schon vieles verarbeitet und es riecht so köstlich, dass mir die Speichelproduktion beinahe entgleist. Ich packe ein halbes Graubrot, Brötchen, Äpfel, Birnen, Erdbeeren und eine Melone in meinen Rucksack. Dann bekomme ich noch eine Packung Lyoner und einen Becher Erdbeer-Skyr.

Erst heute am Frühstückstisch habe ich mit meinen Eltern über die eskalierende Konsumgesellschaft gesprochen. Meine Eltern kommen da ja wirklich noch aus einer ganz anderen Zeit und sie sind inzwischen nur noch fassungslos angesichts des maßlosen Überfüllens. Wenn ich mir vorstelle, welche Massen an Lebensmittel jeden Tag weggeworfen werden, dann bin auch ich vollkommen entgeistert.

Von dem Essen, dass ich mitnehme, kann ich bald eine ganze Woche leben!

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