Kieselblog

Mein Tagebuch

2026-08-20: Donnerstag

Frikadellen auf hoher See

Nacht

Ganz ordentliche Nacht. Ohrenstöpsel bis in die Puppen.

Traum vom Berlinbesuch

Mir träumt, ich bin wieder in Berlin zu Besuch. So langsam habe ich diese Stadt schon häufig genug gesehen, aber doch kommt dieses "Berlin-Gefühl" in mir hoch. Ein Mann in einem Transporter fährt vor und zeigt mir den Weg. Ich folge ihm in einen Park. Gestern war ein besonderer Tag und hier wurde viel gegrillt. Offensichtlich haben danach Ehrenamtliche den Müll weggeräumt. Ein Ehrenamtlicher passt jetzt noch auf. Als ich an einem der hier herumstehenden chromblitzenden Gasgrills zuppele, spricht mich der Mann an und fragt mich, ob ich grillen wolle. Dazu müsse man nämlich ein paar Dinge beachten, erklärt er. Ich verneine und halte eine Ansprache voller Dankbarkeit für den Einsatz der Ehrenamtlichen. Die jetzt auch anwesenden anderen Ehrenamtlichen sind gerührt, auch wenn mir so eine Rede doch ganz schön hohl vorkommt.

Morgen

Ich wache um halb fünf Uhr morgens auf und gehe direkt in die Senkrechte. Frühstück heute Brot mit Käse und Chorizo, denn der Quark und der Joghurt des Kraftfutter verträgt sich nicht mit dem Antibiotikum. Noch zwei Tage, dann kann ich endlich wieder normal essen!

Zerowriter-Zoll

Das Display ist in Köln angekommen und ist nun in der Zollabfertigung, Vielleicht kann ich es ja schon an diesem Wochenende einbauen. Adam hat mir auch schon eine Anleitung geschickt.

Die Prophezeiung

Als wir mit den Alten am Herdfeuer saßen, sprachen sie von den alten Geschichten und von den Prophezeiungen. Natürlich haben wir das Gebrabbel nicht ernst genommen, denn wir waren jung. Wer glaubte denn noch an die alten Märchen?

Doch dann wurde die Prophezeiung wahr und wir konnten es nicht fasse, als eines Tages wirklich Wasser vom Himmel fiel.

Rasen

Nach den ersten Regenfällen kann ich förmlich hören, wie sich zwischen den gelb verbrannten Halmen frisches Grün an die Oberfläche presst.

Versprecher

Wunderschöner Versprecher in einem Radiobeitrag über eine russische Fregatte, die in der Ostsee kreuzt: "Jetzt hätte ich fast Frikadelle gesagt!"

Na, denn mal guten Appetit!

Aufräumen

Ich mache eine Viertelstunde eher Feierabend, denn ich fahre nach Meiderich, um den besten Schwiegervater von allen im Heim zu besuchen und dann der besten Ex-Frau von allen ein wenig beim Ausräumen des schwiegerväterlichen Kühlschranks zu helfen. Der beste Schwiegervater von allen tut sich schwer damit, sich im Heim einzuleben, aber das kann ich sehr gut verstehen. Er ist verwirrt und verschwindet langsam, aber stetig. Immerhin erkennt er mich noch.

Beim Aufräumen (was eher seelisch denn physisch zu verstehen ist) reden die beste Ex-Frau von allen und ich viel über die Situation.

Danach bringe ich sie zum Zug und wir verabschieden uns herzlich, nicht ohne vorher beide mit unseren neuen E-Book-Readern gepost zu haben.

Abend

Daheim dann Abendbrot mit Lachsschinken aus dem fremden Kühlschrank. Dazu eine Tablette.

Zeitig und sehr müde zu Bett.

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