Kieselblog

Mein Tagebuch

2026-08-16: Sonntag

Kreislauf

Nacht

Wellenartiger Schlaf. Träume in den Farben eines Epilepsie-Tests.

Traum von der hastigen Abreise

Mir träumt, ich bin mit Arbeitskolleginnen verreist. Wir wohnen in einem Ferienhaus. Obwohl Abreisetag ist, haben alle viel vor. Ich koche einen riesigen Topf voll Gemüsesuppe. Obwohl der Topf so groß ist, muss ich den geschnittenen Weißkohl nach und nach einrühren, weil es so viel Gemüse ist. Je länger die Suppe braucht, desto unruhiger werde ich, denn ich muss ja noch packen! Außerdem habe ich Sorge, dass die Suppe nicht aufgegessen wird. Was machen wir dann mit dem Rest?

Müder Morgen

Ich rolle so gegen halb acht Uhr aus dem Bett. Frühstück (Kraftfutter mir Wassermelone) auf dem Balkon. Dann setze ich mich in den Schwingsessel. Im Licht der aufgehenden Sonne schlafe ich bestimmt noch ein Stündchen.

Nur mit Mühe komme ich aus dem Kuschelmodus, denn ein paar Dinge will ich doch erledigen und außerdem wenigstens einen Teil meines Schrittzieles erreichen.

Ich schreibe eine Postkarte nach Usingen (ja, das gibt es!).

Spaziergang

Das Draußen ist warm, aber nicht unangenehm. In der Nacht hat es wohl ein wenig geregnet, weil einige Flachdächer noch feucht sind. Die Abkühlung tut gut und nun hoffe ich wie so viele inständig auf "schlechtes Wetter".

Bei der Universitätsbibliothek sind die Toilettencontainer vrschwunden. Wegen einer Infektion mit Tribbles sind nämlich die Toiletten der UB gesperrt, weswegen ich hier nicht mehr ganz so gerne zum Arbeiten hingehe. Jetzt scheint die Vermehrung der putzigen Pelztierchen so weit eingedämmt zu sein, dass immerhin das Klo im Erdgeschoss wieder freigegeben worden ist. Ich laufe ins oberste Stockwerk und blogge ein wenig. Zwischen den Regalen sehe ich noch ein paar von den Tribbles, aber auch wenn sie unglaublich flauschig sind, werde ich den Teufel tun und eines mit nach Hause nehmen.

Field Writing

Im Stadtwald ist durchaus was los. Menschen, Hunde, Aufnahmegeräte. Männer auf Foto-Safari. Ich greife ein Damenlächeln ab.

Ich spüre einen Druck auf der Seele, so als ob ich noch viel zu erledigen hätte und der Tag sich einem Ende zuneigt, dabei ist es erst halb drei Uhr am Nachmittag. Der Geist muss neu kalibriert werden.

Auf der Piratenwiese lese ich Piraten-Manga. Muss mir viel notieren und muss auch viel lachen.

Das T-Shirt trocknet und Salzränder erscheinen.

Kreislauf

Während des Spaziergangs wird mir plötzlich schwummerig. Ich lege viele Pausen ein, nehme nun den kürzesten Weg zurück in die Bärenhöhle.

Ich denke, ich sollte was essen und hole mir eine Pizza an der Bude gegenüber. Mein Körper will wohl Salz. Nach dem Essen geht es ein wenig besser, dennoch gehe ich früh und schwindelig zu Bett.

Konservativ

Wenn ich mir die vertrockneten, verbrannten Landschaften bei uns so anschaue, die Angst vor der Rationierung von Wasser, der sterbenden Binnenschifffahrt, dann frage ich mich, ob es im konservativen Wolkenkuckucksheim nicht langsam ungemütlich wird. Regelt der Markt wohl doch nicht die Natur? Kann man Geld womöglich nicht gar nicht essen?

Als der Kanzler noch nicht Kanzler war, hielt er die Debatte um das Klima für übertrieben.. Wahrscheinlich denkt er auch heute noch so, denn leiden tun ja nur die Armen.

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