{"id":79,"date":"2026-05-02T18:00:00","date_gmt":"2026-05-02T16:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.kieselwiese.de\/?p=79"},"modified":"2026-05-02T18:00:00","modified_gmt":"2026-05-02T16:00:00","slug":"2026-04-29-kaputt-1","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.kieselwiese.de\/?p=79","title":{"rendered":"2026-04-29: Kaputt 1"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Nacht<\/h2>\n\n\n\n<p>Mittelschlechte Nacht. H\u00e4ufig unterbrochen. Keine Ohrenst\u00f6psel weil keinen Nerv dazu.<\/p>\n\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Traum vom Kurztrip<\/h2>\n\n\n\n<p>Mir tr\u00e4umt, dass ich mit der Bahn in eine andere Stadt gefahren bin. Hier an der Haltestelle ist eine Schule, bei der man \u00fcber den niedrigen J\u00e4gerzaun auf das Gel\u00e4nde nahe dem Fluss klettern kann. Hier auf der Wiese werfe ich meinen Flugast, aber es klappt nicht so gut wie fr\u00fcher, als ich hier mit mehreren Freund war und wir dabei Bier getrunken haben. Wieder steige ich \u00fcber den Zaun und gehe durch das kleine St\u00e4dtchen. Fast trete ich in eine Auslage orientalischer S\u00fc\u00dfspeisen und ich \u00fcberlege, ob ich mir nicht zur Feier des Tages ein Teilchen g\u00f6nnen sollte. Bald will ich wieder mit der Bahn zur\u00fcck fahren. Dieses St\u00e4dtchen hier kennt kaum jemand und es ist ideal f\u00fcr einen kurzen Ausflug aus dem Alltag.<\/p>\n\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Morgen<\/h2>\n\n\n\n<p>Das Promethazin wirkt stark nach und ich muss mich krank melden. Gedanken kreisen. Es arbeitet in mir. Wie gut, dass ich heute Gruppe habe.<\/p>\n\n\n\n\n<p>Kraftfutter mit Erdbeeren. Gewicht geht weiter runter auf 94,4 kg.<\/p>\n\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Field Writing: Stadtwald<\/h2>\n\n\n\n<p>Hundem\u00fcde. Beine schwer wie Blei. Trotzdem mache ich einen Spaziergang in den Wald, denn der Geist brennt. Das innere Kind steuert auf einen Burnout zu. Der innere B\u00e4r will das Kind umarmen und tr\u00f6sten. Wenn er es an sich dr\u00fcckt, macht das ein warmes Gef\u00fchl. Wenn sich das innere Kind beruhigt, fallen mir sofort die Augen zu.<\/p>\n\n\n\n\n<p>So fr\u00fch am Morgen sind nur die Sonne und die V\u00f6gel im Wald. Dazu ich und ein paar wenige offensichtliche Rentner mit ihren Hunden. Ein blauer Farbtupfer entpuppt sich als junge Joggerin. Sie dr\u00fcckte den Altersdurchschnitt hier im Wald.<\/p>\n\n\n\n\n<p>Die alten Damen quaken raumgreifend mit sich, ihren Hunden, dem Weltgeist.<\/p>\n\n\n\n\n<p>Die V\u00f6gel hingegen verbreiten Optimismus, der mir jedoch vor dem Hintergrund meiner kalten Finger ein wenig sehr nach Pfeifen im Walde klingt.<\/p>\n\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Schlaf, Mittag<\/h2>\n\n\n\n<p>Nach dem Waldspaziergang muss ich mich in den Schwingsessel legen und weil ich vergesse, den Wecker zu stellen, schlafe ich eine ganze Stunde lang.<\/p>\n\n\n\n\n<p>Zum Mittag brate ich Tofu mit Zwiebeln, getrockneten Tomaten und Ei. Das kommt auf eine gro\u00dfe Scheibe Graubrot.<\/p>\n\n\n\n\n<p>Zum Nachtisch dann eine Scheibe Graubrot mit Erdnussbutter und einer mir neuen Haselnusscreme aus dem t\u00fcrkischen Supermarkt. Sie ist ganz ohne Kakao und schmeckt sehr gut \u2013 allerdings ein klein wenig zu s\u00fc\u00df f\u00fcr meinen Geschmack.<\/p>\n\n\n\n\n<p>Bis zur Therapie r\u00e4ume ich noch ein wenig herum.<\/p>\n\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Erneuter Taschentausch<\/h2>\n\n\n\n<p>Ein Gew\u00fchle im Kleiderschrank bringt meine alte Bollertasche zum Vorschein. Die habe ich schon seit Jahren nicht mehr benutzt. Spontan packe ich meine Siebensachen hinein. Der Zerowriter Ink findet hier auch im neuen Sleeve Platz. Mir fehlen zwar verschlie\u00dfbare Taschen, aber da ich ja auch Freund des Konzepts &#8222;Taschen in Taschen&#8220; bin, ist das nicht so schlimm.<\/p>\n\n\n\n\n<p>In dieser Tasche k\u00f6nnte ich sogar noch zus\u00e4tzlich ein gedrucktes Buch transportieren. Die anderen Taschen in meinem Besitz sind ja eher rank und schlank.<\/p>\n\n\n\n\n<p>Wenn ich morgen stabil genug bin, um meine Reise anzutreten, werde ich sie mitnehmen.<\/p>\n\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Field Writing: Kantpark<\/h2>\n\n\n\n<p>Der Kantpark in Duisburg ist ein merkw\u00fcrdiger Ort. Einerseits ist er eine sehr sch\u00f6ne Oase inmitten der Stadt. Hier ist ein gro\u00dfer, sehr beliebter Spielplatz. Nebenan das Lehmbruck-Museum und die Park-Gastronomie ist auch sehr angenehm. Auf der anderen Seite ist der Kantpark ein Hotspot der Trinkerszene und auch illegale Drogen werden hier feilgeboten und konsumiert. Vor ein paar Jahren wurde hier sogar mal jemand erstochen. Die Stadt hat mit Renovierung und Neugestaltung versucht, den Kantpark nicht komplett abdriften zu lassen, aber das hat nur zum Teil funktioniert.<\/p>\n\n\n\n\n<p>Ein Mann torkelt \u00fcber den Weg, Kinder lachen im Sand. Der Wind l\u00e4sst die Schatten der Bl\u00e4tter auf dem Boden tanzen. Eine alte Frau geht an Gehhilfen mit ihrem Hund Gassi. Die Erde ist trocken und staubig. Ich denke an die Zeiten, in denen ich im &#8222;Caf\u00e9 Museum&#8220; Weizenbier trank. Jetzt gibt es Wasser aus der Stahlflasche.<\/p>\n\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Abend<\/h2>\n\n\n\n<p>Die Gruppe tut mir gut, auch wenn ich mich bei einer Aufstellung ziemlich verausgabe.<\/p>\n\n\n\n\n<p>Als ich die Mittagsknifte f\u00fcr den n\u00e4chsten Tag schmiere, esse ich noch ein dickes Brot mit K\u00e4serest. Danach noch Erdnussbutter und Haselnusscreme auf Kn\u00e4ckebrot. Das muss jetzt mal sein. Vielleicht braucht der K\u00f6rper auch mehr N\u00e4hrstoffe.<\/p>\n\n\n\n\n<p>Sehr fr\u00fch zu Bett.<\/p>\n\n\n\n\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nacht Mittelschlechte Nacht. H\u00e4ufig unterbrochen. Keine Ohrenst\u00f6psel weil keinen Nerv dazu. Traum vom Kurztrip Mir tr\u00e4umt, dass ich mit der Bahn in eine andere Stadt gefahren bin. 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