{"id":562,"date":"2026-07-20T21:00:00","date_gmt":"2026-07-20T19:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.kieselwiese.de\/?p=562"},"modified":"2026-07-20T21:00:00","modified_gmt":"2026-07-20T19:00:00","slug":"2026-07-16-die-korea-griechenland-connection","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.kieselwiese.de\/?p=562","title":{"rendered":"2026-07-16: Die Korea-Griechenland-Connection"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Nacht<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Unruhige, schlechte Nacht. Da ich ja Urlaub habe, macht mir das nichts aus.<\/p>\n\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Traum vom Blauhelmeinsatz<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mir tr\u00e4umt, ich bin Blauhelmsoldat im Einsatz auf dem Balkan in den 90er Jahren. Wir fahren mit einer Kolonne Panzer in eine Stadt, setzen ab und treffen uns mit Leuten in einem leer stehenden Caf\u00e9, um zu verhandeln. Die Lage ist un\u00fcbersichtlich. Einmal kommen Polizeiwagen vorbei gerast und wir legen uns alle auf den Boden. Es sind auch unbeteiligte Zivilisten dabei. Drau\u00dfen wird es immer schlimmer und wir wollen uns zu unseren Panzern zur\u00fcckziehen. Dabei begleiten wir auch die Zivilisten. Auf dem Weg wird einer der Zivilisten, ein junger Mann, von einem Typen aus einer anderen Volksgruppe erkannt. Der Typ ist immerhin nicht aggressiv, aber er begr\u00fc\u00dft den jungen Mann so lautstark, dass wir bef\u00fcrchten, zu viel Aufmerksamkeit zu erregen. Der Typ scheint ein bisschen dumm zu sein, denn er macht auch auf unsere Zeichen hin, ruhig zu sein, ein gro\u00dfes Theater. Er ruft und umarmt den jungen Mann. Ich bin kurze davor, meine Pistole zu ziehen und ihn damit zu bedrohen.<\/p>\n\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dann sind wir bei unseren Panzern angekommen und sitzen auf. Endlich haben wir ein Gef\u00fchl relativer Sicherheit, denn unsere Leopard 2 sind den einheimischen Fahrzeugen bei weitem \u00fcberlegen, sollte es zum Kampf kommen.<\/p>\n\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Morgen<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ich schlafe gen\u00fcsslich bis sechs Uhr morgens aus. Heute gibt es kein Fr\u00fchst\u00fcck, weil das Gewicht wieder leicht angestiegen ist nach dem Fast-Food-Essen. Au\u00dferdem habe ich eh keinen Hunger. <\/p>\n\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Projekte mit Claude<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">(Trotz Urlaub doch noch etwas KI-Content!)<\/p>\n\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Solltet Ihr mit einem LLM doch mal etwas Gr\u00f6\u00dferes ausprobieren, so empfehle ich Euch, darin ein Projekt anzulegen. Je nach Chatbot hei\u00dft dass dann \u201cAgent\u201c (damit sind aber keine selbst\u00e4ndigen KI-Agenten gemeint), \u201cRaum\u201c oder eben \u201cProjekt\u201c.<\/p>\n\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Hier k\u00f6nnt ihr Anweisungen hinterlegen, die f\u00fcr alle Chats in diesem Projekt gelten. Ihr k\u00f6nnt auch Materialien hochladen, mit denen das LLM dann arbeitet.<\/p>\n\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Tipp 1: Lasst Euch die Anweisungen vom LLM nach Euren W\u00fcnschen erzeugen. Das Teil wei\u00df tats\u00e4chlich am besten, womit es umgehen kann.<\/p>\n\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Tipp 2: Lasst Euch vom LLM eine Art Projekttagebuch f\u00fchren. Das Textdokument, das erzeugt wir, ladet ihr dann runter und dann gleich wieder als Dokument in das Projekt hoch. Wenn ihr einen Fortschritt oder etwas anderes Dokumentationsw\u00fcrdiges habt, dann soll das LLM das Projekttagebuch aktualisieren und neu erzeugen. In der Regel k\u00f6nnen die Chatbots die Dateien nicht selber ver\u00e4ndern, deswegen m\u00fcsst ihr das tun.<\/p>\n\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auf diese Weise k\u00f6nnt ihr immer wieder einen neuen Chat in dem Projekt aufmachen und der Chatbot wei\u00df, was bisher passiert ist. Es dokumentiert f\u00fcr Euch, was ihr gemacht habe und zwar in einer Art und Weise, mit dem er gut umgehen kann.<\/p>\n\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Theoretisch k\u00f6nnte man das Projekt auf diese Art und Weise sogar mit einem anderen LLM weiter f\u00fchren.<\/p>\n\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Kingdom Come: Deliverance<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ersch\u00f6pfung, Nervosit\u00e4t, Nachbrennen. Ich eskaliere ein wenig in Nordb\u00f6hmen, wechsele von KCD1 zu KCD2, um mir die Unterschiede noch mal vor Augen zu f\u00fchren. Bin von der Immersion des zweiten Teils geflasht. Die Grafik ist wundersch\u00f6n, die Steuerung viel organischer. Ich versumpfe ein wenig beim Versuch, mir besserer W\u00fcrfel f\u00fcr das Spiel Farkle zu besorgen.<\/p>\n\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Viel zu sp\u00e4t zu Bett.<\/p>\n\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Die Korea-Griechenland-Connection<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Als ich bei <a href=\"https:\/\/larsreineke.de\/bruegge\" title=\"Lars \u00fcber seinen Besuch in Br\u00fcgge\">Lars lese, dass sein Lieblingsspanier eigentlich Portugiese<\/a> ist (oder war es umgekehrt?), muss ich daran denken, dass bei mir auf der Arbeit schr\u00e4g gegen\u00fcber mal ein Imbiss war, der sowohl griechische als auch koreanische Spezialit\u00e4ten feilbot. Ein griechisch-koreanischer Imbiss! Eine au\u00dferordentlich seltsame Kombination, muss ich sagen. Aber sie funktionierte wohl. Betrieben wurde der Imbiss sowohl von einer entz\u00fcckenden als auch unverkennbar griechisch aussehenden Griechin (vielleicht kam sie aber auch in Wirklichkeit aus Spanien) und einem \u00e4lteren, eindeutig aus Korea eingewanderten Ehepaar.<\/p>\n\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr Mittagessen mit Kollegen war das ideal, weil meine Begleitung sich meist \u00fcber Gyrospommes freute, w\u00e4hrend ich mich \u00fcber das koreanische Essen hermachte. Als der koreanische Teil der Imbissbetreiber mitbekam, dass ich gerne Kimchi a\u00df (vor 20 Jahren galt Kimchi noch als exotisch), bekam ich immer eine Extraportion. Au\u00dferdem musste (!) ich immer die Fermentationsversuche der Dame des Hauses probieren. Angeblich fermentiert die Koreanerin ja alles, was nicht schnell genug weglaufen kann (ich war damals jung und agil). Jedes Mal bekam ich also zus\u00e4tzlich zum bestellten Gericht einen gro\u00dfen Teller mit Gem\u00fcse vorgelegt, dass sich in einem unterschiedlichen Zustand der Fermentation befand. Dabei wurde ich aus gro\u00dfen, neugierigen Augen angeschaut. Gegen das L\u00e4cheln der Wirtin hatte ich keine Chance und langte zu. Dabei versuchte ich so auszusehen, als ob ich gerade das gro\u00dfartigste Geschmackserlebnis meines Lebens h\u00e4tte. Man sagt uns Europ\u00e4ern ja nach, dass wir die Gesichtsausdr\u00fccke asiatisch aussehender Menschen nicht gut lesen k\u00f6nnten \u2014 ob das umgekehrt wohl auch so ist?<\/p>\n\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Einmal habe ich sogar so komische Bl\u00e4tter bekommen. Die waren schon eigenartig.<\/p>\n\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Meine Lieblingsspeise waren \u2014 neben dem hausgemachten Kimchi \u2014 \u00fcbrigens Kimchi Samgyupsal Bokkeum (Kim Sam Bok), was ich seitdem sehr vermisse.<\/p>\n\n\n\n\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nacht Unruhige, schlechte Nacht. Da ich ja Urlaub habe, macht mir das nichts aus. Traum vom Blauhelmeinsatz Mir tr\u00e4umt, ich bin Blauhelmsoldat im Einsatz auf dem Balkan in den 90er Jahren. Wir fahren mit einer Kolonne Panzer in eine Stadt, setzen ab und treffen uns mit Leuten in einem leer stehenden Caf\u00e9, um zu verhandeln. 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